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Donnerstag, 25. November 2010

Rückblick und Geschichte

Vor 2 Jahren, habe ich meine ersten Kissenim Rahmen einer kleinen Ausstellungsreihe zur Adventszeit, im unseren Atelier präsentiert. Ich hatte damals keinen Plan, ich wollte es einfach mal ausprobieren und war gespannt auf die Meinung von Außerstehenden. 
Einige Monate vorher, habe ich Emils Kinderzimmer gestaltet und ich wollte einige Kissen haben, die zur restlichen Dekoration passten. Die sollten etwas verspielt sein und nicht zu bunt, sie sollten kleine Geschichten erzhählen und die Fantasie anregen. Aus dieser Idee sind die ersten Kissen für das Kinderzimmer entstanden. 
Foto:  Simon Florentz


Foto: Simon Florentz

Foto: Simon Florentz



Die gefielen nicht nur Emil und ich wurde immer wieder gefragt, ob ich die nicht auch verkaufen möchte......und ich fing an, meine ersten Kissen für ein öffentliches "Publikum" zu nähen.Oh, Gott, war ich aufgeregt!
So sahen sie aus:





Es war ein voller Erfolg! Das kommende Jahr konnte man die Kissen und andere Decoartikel, jeden Samstag in unserem Atelier zu kaufen. (Montag-Freitag unterrichten wir hier. Es hieß, jeden Freitag Abend Atelier raus, "Laden" rein)
Deshalb hieß es der "Samstagladen".
Das erste Deko:
Foto: Simon Florentz

Genau ein Jahr später schloss neben uns der Weinladen und wir zogen einige Wochen später, mit noch mehr Produkten, Stoffen, Nähmaschine ein. Es konnte beginnen! Für das kommende Jahr haben wir viele neue Pläne und ich hoffe, dass ich in 12 Monaten auch so positiv darüber berichten kann.   



Donnerstag, 18. November 2010

Armer Ritter oder Brot im Pelz

 Ich habe sie als Kind geliebt und liebe sie immer noch, die in Eier getauchten, frisch gebackenen, duftenden Weißbrote. Soweit ich weiß, heißen sie hier Armer Ritter, bei uns in Ungarn Brot im Pelz (oder Pelzbrote?) Hier werden sie vorwiegend süß gegessen, in Ungarn gerne salzig, pikant mit einem Löffel warmen Schmand dazu. Mein Oma hat die für uns oft zur Abendbrot gemacht. In der kalten Jahreszeit gab es heißer Zitronentee für die Kinder und selbstgemachter Glühwein für die Erwachsene dazu. Im Sommer wurden sie lauwarm gegessen, mit einem frischen Tomatensalat, danach Himbeersirup mit Soda und für die großen Weinschorle. Einfach köstlich! Man kann sie mit Frischkäse, Mozarella, Kräutern verfeinern, oder einfach pur genießen. 
 
Mit Mozarella, Coctailtomaten, und Basilikum
Süß, mit selbstgemachter Marmelade

So wird es gemacht:

Ganze Eier, in einem tiefen Teller, mit einer Schuss Milch  aufschlagen salzen und pfeffern. (Bei der süßen Variante kann man die Eiermischung mit Vanillezucker und wenig geriebene Zitronenschale verfeinern).
Weißbrotscheiben - am besten vom Vortag - (geht auch mit Toastbrotscheiben) in die Eier tauchen und die Brote gut vollsaugen lassen. 
Eine Pfanne heiß werden lassen und die Brotscheiben in etwas Öl von beiden Seiten goldbraun braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm servieren.  


Die Fotos hat Simon gemacht in Cooperation mit meiner Freundin Kristina, die als Foodstylistin in Hamburg arbeitet (ich durfte die Brote in die Eier tauchen und assistieren - auch eine Erfahrung).  Sie ist auch Ungarin, wir kommen aus der selben Stadt, haben zusammen studiert und sind gut über 20 Jahre miteinander befreundet. Wir teilen uns nicht nur die liebe zum Design, Kochen, gutes Essen, die Leidenschaft für die ungarische Küche - auch, wenn wir sie viel zu selten kochen, aber reden können wir Stunden darüber  - uns verbinden unsere Jugend und Kindheitserinnerungen der 70-er 80-er Jahre, die  alte ungarische Kinderlieder, wundervoll illustrierten Kinderbücher und Filme. Deshalb könnte kein anderer Emils Patentante werden, als sie. 
Dieser gemeinsamer Fotonachmittag hat riesen Spaß gemacht.  
Weitere Bilder und Rezepte folgen.  Schaut mal auf ihre Internetseite Styling Zombori!
Habt ihr auch "Kindheitsessenerinnerungen"?
 

Mittwoch, 10. November 2010

Wohngeschichten

Es wird Tag zu Tag kälter. Man zieht sich in die Wohnung zurück, der Garten ist für längere Aufenthalte definitiv zu kalt. Es ist meistens die Zeit, wo ich am liebsten  alles neu dekorieren und umstellen möchte, mal eine Wand neu streichen, oder auch zwei, paar neue Kissen, oder ein Teppich...... Einiges gefällt mir aber auch so, wie es ist, wie z.B unser Ess- Arbeitszimmer. Paar Bilder habe ich vor kurzem schon vom Schreibtisch gezeigt, so sieht der restliche Raum aus:
Ich liebe es mit Epochen und Materialien zu spielen, schönes neben ungewöhnlichem zu stellen, mal auch mit dem Unerwartenen spielen, wo der Betrachter kurz überlegen muss, ob es noch verträglich ist. Alt und neu, Ikea, Flohmarkt, Antik, Design und Kitsch sollen in - auch wenn ungewöhnlichen - verbundenheit nebeneinander leben. 
Wie letztens schon erwähnt, ist der Schreibtisch ein Arzttisch aus den 20-er-30-er Jahren. Der "Esstisch" ein Norddeutscher Schlachtbank. Man kann zu viert ganz gut dran sitzen. Stühle aus den 70-er Jahren von Wilkhahn und von Drabert. Hocker No Name. Die Lampe ist mein absolutes Lieblingstück in der Wohnung. Wie eine riesen Pusteblume beleuchtet sie den Raum. Vom österreichischen Architekten Emil Stejnar aus den 50-er Jahren.



Die Dame kennt ihr schon. Der Planschrank verbirgt meine ganze Papiere und Collagematerial. Jahre lang bewahrte er Bilder von Studenten, in der von der in Hannover leider aufgelösten Fachbereich freie Kunst, auf. Ich habe den weiß gestrichen. 
 Ich bin ein Fan von Schränken, die alles verbergen. Hier lagert das ganze Zeichenmaterial. Der ist von Hinten beleuchtet. So scheint er Abends fast zu schweben und der Raum hat eine schöne indirekte Beleuchtung. Der Fuchs und seine Frauchen profitieren auch vom Licht.

 Die Reihenfolge wird natürlich eingehalten!


Das Bild is ein Herzstück von mir. Ich bekam ihn von meiner Mama zu meinem 18. Geburtstag.

 Schön Dekadent schaut die hübsche Dame an alle herab....
(Schaufensterpuppe aus den Anfang 90-ern, Fuchs vom Flohmarkt)

Mittwoch, 3. November 2010

Herbstgarten

Der Garten verabschiedet sich langsam mit einer letzten Blütenpracht in den Winterschlaf. Ich kann mich kaum satt sehen mit den wundervollen Farben von blühenden Astern, Herbstlaub, die grafischen strukturen der Gräser und angetrocknete Blütenstengel.
Die Farben sind satter und reifer, als im Sommer und es ist alles in einem geheimnisvollen, sonderbaren Licht gehüllt. Ein würzig- erdiger Geruch liegt in der Luft, Wildgänse ziehen über uns vorbei, eine kleine Maus versteckt sich in den raschelnden Blätter. Emil sammelt fleißig bunte Blätter, Lampionsblumen, kleine Zapfen und zeigt stolz: "Mama, das hat uns alles der Herbst geschenkt!"
Ich wärme meine Hände an meine Teetasse und merke, dass ich vor lauter Staunen vor diesen prachtvollen Abschied ganz vergessen habe was ich eigentlich wichtiges machen wollte. 










 Ich wünsche Euch noch einige schöne Herbsttage. 
Am Wochenende sind wir schon auf dem Wintermarkt im Rittergut Großgoltern bei Barsinghausen. Ich hoffe trotzdem auf herbstliche Temperaturen.