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Donnerstag, 28. April 2011

Geliebtes Gartenhäuschen

Ja, wir haben einen Garten. Ein Kleingarten mitten in der Stadt, am Mittellandkanal, nur fünf Minuten Fahrradweg von unserer Wohnung entfernt. Ich liebe es hier hinzufahren, alles hinter mir zu lassen, in  der Erde zu wühlen und frische Luft zu tanken. Selbst für eine Stunde in der Mittagspause fahre ich gerne hierhin. Es ist unser kleines Laubenparadies. 
Das Häuschen ist alt und klein. Es wurde nach dem Krieg gebaut und diente  lange Jahre, mit seinem etwa 16 qm Zimmer, als Wohnhaus für ein Geschwisterpaar. 
Seit fast zwei Jahren gehört es nun uns. Ich hüte hier meine Erinnerungen an meine Kindheit, an meine Großeltern, Traditionen, die Langsamkeit, das Ursprüngliche, Einfache. Jeder Stück im Haus hat sein Platz in meinem Leben und ich bin dankbar dafür, dass ich für sie ein geeignetes Platz gefunden habe. 
Es hat nichts mit der Einrichtung in unserer Wohnung zu tun. Es ist ein anderes Leben hier, viel einfacher, aber das bin ich auch. Es sind meine Wurzeln. Mögt ihr hereintreten?
"Grüß Gott! Guten Morgen". Das Handbestickte Zierhandtuch bekam meine Mama im Dorf, wo ich meine Kindheit verbracht habe und sie unterrichtet hat. Es waren meist "Abschiedsgescheke" für die Lehrerin, gestickt von den Eltern und Großeltern.
Der "Abwaschplatz", obwohl ich meist vor dem Haus abwasche. Der alte Waschtisch stammt vom Flohmarkt.  Die Leinenhandtücher haben meine Großmütter bestickt.
"Wie ich Dich liebe liebt dich sonst keiner"
Unsere Kochstelle. Die Arbeitsfläche ist eine kleine Norddeutsche mobile Schlachtbank. Die Teller sind handbemalte Volkloreteller aus Ungarn. Meine Eltern sammelten sie seit Anfang der 60-er Jahre. Mein Vater sagte immer aus Spaß: die Teller werden die Aussteuer seiner Mädchen. Ich glaube, er würde sich freuen, wenn er sie sehen würde. Das bedruckte Wandtuch ist von meiner budapester Tante Lili. Es zierte ihre erste Küche mit ihrem geliebten Mann, der in der letzten Kriegswoche starb. Er war ihre große Liebe. 

Das alte Kuchenbuffet ist von einem gutem Freund. Er bekam dafür eine Wandbemalung für das Kinderzimmer seiner Tochter und der Schrank ein Eimer grauer Farbe.



Das Bettüberwurf ist auch von Tante Lilis Aussteuer. Die Kissen und Girlande waren mein Ostergeschenk für das Häuschen. 
"Meine geliebte Braut  2011"

"Der Árgyelusvogel (der glücksbringende, mystische Vogel, der ungarischen Volksgeschichten) fliegt  nicht auf jedem Ast" Ein Zitat aus einem bekanntem, ungarischen Volkslied.
Falls es mal regnet, kann man auch hier sitzen. Ungarische Volksstickereien auf Tischdecke und Kissen. 
Die Lieblingsblumen von Tante Lili. Ihre Augen waren so blau, wie das Vergissmeinnicht, wie auch von meiner Großmutter. Bei jedem Frühlingsbesuch bekam sie ein Sträußchen von mir geschenkt. 
 Der Eingang ist der Ausgang.



Die Gartenmöbel aus den 30-40-er Jahren habe ich vor einige Wochen am Flohmarkt gekauft und bin sehr stolz darauf!  

Ja. es war mein geliebtes kleines Gartenhäuschen.

Montag, 25. April 2011

Ostertage

Schöne Ostertage verbrachten wir mit Freunden und Familie beim herrlich schönem Wetter  im Garten.
Kekse veziert

Gebastelt

Geschmückt

Am Osterfeuer mitgebaut

Den Winter verabschiedet und Sommer begrüßt

Osternester gesucht und gefunden

Geknetet, geformt

und draußen gebacken
Unter freiem Himmel gespeist

Gespielt

Genossen

Nach altem ungarischen Brauch die Mädels begossen, damit sie nicht welken.
Es waren vier wunderschöne Tage. Wie habt ihr die Ostertage verbracht?

Sonntag, 17. April 2011

Mobilis

Eine ganze Reihe Mobilis habe ich nun fertig, mit und ohne Origamivögel und Pompons, aber fast alle mit viel Seide. Leicht und frühlinghaft sollen sie aussehen und ein bißchen unperfekt mit den zarten raushängenden Seidenfäden. 
Um sie näher anzuschauen könnt ihr die Bilder zweifach vergrößern.











Jetzt baumeln sie nun im Schaufenster und landen gleich im Shop.

Schaut mal bei Soisses vorbei!  Dani hat ein schönes  Bericht  über unsere Einrichtung geschrieben.
Danke Dir dafür!

Freitag, 15. April 2011

Waldspaziergang

Wir wohnen mitten in der Stadt, aber doch nur 150 m vom Stadtwald enfernt. Die grüne Lunge Hannovers, die Eilenriede, ist mit 650 ha der größte Stadtwald Europas. 6 Stadteile verbindet der Wald miteinander. Es lädt zu wunderbare Fahrradtouren und Spaziergängen ein. Große Liege- und Spielwiesen, tolle Waldspielplätze, Teiche, Vogelschutzgebiet, Trimmdichpfad, Waldgaststätten machen die Waldbesuche abwechselungsreich. Hier drehe ich nicht nur meine Joggerrunden, sondern mache mit Emil große Spaziergänge. 
So stratzten wir gestern auch fast zwei Stunden durch Wälder und Flur. 
Wunderbar dieses zarte Grün der Bäume. Überall blüht, grünt und durftet es nach Frühling. 

 
Anemonenteppich soweit das Auge reicht
Anemone Blanda


Wundervolle Lichtspiele durch das zarte Laub


Eine Hütte gefunden...

und gleich einen kleinen Rast eingelegt.

Moos gesammelt

Über Holzhaufen geklettert

Größere Kinder beim Spielen beobachtet

Und Mama ein betörend duftendes Stäußlein gepflückt.
Wir sahen eine kleine Waldmaus und trafen ein Eichhörnchen. Lauschten den fleißigen Spechten und Singvögel, schnupperten an Bärlauch und duftenden Sträuchern und kehrten mit Haufen von Stöcken, Tannenzapfen, Moos und Blumen zurück. 
Schön war es mal wieder.

Mittwoch, 13. April 2011