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Dienstag, 31. Juli 2012

Jungenzimmer

Vor etwa drei Monaten zog Emil aus seinem sehr kleinen, aber süßem Kinderzimmer aus.
Lilly ist letztes Jahr ausgezogenIhr Zimmer bezog Julia und Emil Julias Zimmer. Ganz einduetig, oder? Das kleine Emil-Zimmer ist jetzt ein Gästezimmer, wenn Gäste da sind, sonst türmt sich dort die Wäsche und alles, was ich nicht sehen will. Seitdem sieht es echt ordentlicher bei uns aus, aber wehe, macht jemand diese Tür auf! 

So sieht das neue "ich bin schon groß" Jungenzimmer aus. (Es ist knapp 15qm)

Das große Wunsch war ein Hochbett. Ich habe lange gesucht und alles was ich wirklich toll fand, war auch ziemlich teuer. Aber, wie lange bleibt ein Hochbett aktuell? Bei Ikea gab es leider auch keines, die uns gefiel. So entschieden wir uns, eine bei Ebay zu suchen und fanden dieses alte Schweden-Modell gleich um die Ecke. 
Es war gut erhalten, günstig und das Bett ist super stabil. Schade, dass es nicht mehr produziert wird. 
Eine Büchse Farbe, und fertig war das neue Bett. (Alle Farben für das Zimmer ließen wir im Baumarkt nach Farbkarte anmischen).
Darunter entstand eine Kuschel- und Leseecke. Das Regal fand ich vor etwa 15 Jahren im Sperrmüll und stand lange in Maisgelb gestrichen im Mädchenzimmer, später im Laden. 
Der kleine Ziehwagen beherbergt meist die Bibliotheken -Bücher, damit wir nicht ewig vor der Abgabe suchen müssen, oder ist ein Büchertransportwagen zwischen Schlaf- (wo wir morgens, besonders am Wochenende gerne lesen) und Kinderzimmer.
Hinter dem Regal unter der Schräge entstand eine "tote Ecke". Hier stapeln sich nun die Spielzeugkisten. (Dinos, Bauklötze, Playmobil.... nach Themen sortiert.) Es erleichtert das Aufräumen. 


In der Kuschelecke habe ich Matrazen gestapelt. (z.B die alte Kinderbettmatraze und die günstigste Schaumstoff Kindermatraze von Ikea.) In verschiedenen Grautönen bezogen sind sie nicht so empfindlich und bieten eine tolle Möglichkeit zum toben, turnen, Höhlen bauen und einen Schlafplatz für eventuelle kleine Übernachtungsgäste. 
Die Lampe ist eine in den Anfang 2000 so modern gewesenen Copylight´s. 
Die Bilder sind auswechselbar. Diese habe ich vor einigen Wochen gemacht. Die Berufswünsche  ändern sich momentan wirklich sehr schnell.
Die colorierte Radierungen sind von  Welf Schiefer. Die Kissen sind die Ersten, die ich in diese Richtung genäht habe. Mit denen fing Emil und die großen Schwestern an. 


Die Bettseite wollte ich mit eine Tafel zumachen, die einerseits Sichtschutz bildet, anderseits eine gute Gelegenheit bietet für die ersten Buchstabenübungen. Den Tafel fand ich wirklich in dieser Größe auf cm passend für 8 € auf dem Flohmarkt! 
Der Spind war ein Sperrmüllfund. In März im Schneeregen, morgen früh um halb 8 fast direkt vor der Haustür entdeckt und im Schlafanzug, Mantel und Stiefel fluchend hochgeschleppt. Es ist voll mit Legos und Sägekram. Der Casala Kinderstuhl ist ein Tausch beim Antik und Trödel um die Ecke gewesen. Ein 70-er Jahre Stuhl gegen diesen. 



Auf dem Spind haften die Magnetbuchstaben von Boesner wunderbar. Das "Regal" ist Papa-Simon´s alter Skateboard aus den 80-ern. Den Roboter kennt ihr schon
Die Garderobe war mal ein altes Schullineal. Wir haben einige Ikea-Türgriffe, als Haken darauf geschraubt.


Statt Schreibtisch ein alter Schultisch. Körbe und Koffer verstecken alle Bastelmaterialien und kleine Schätze. Das Mobili ist Eigenwerk.  Das Regal war mal Bleu Charette und eine der wunderbarsten Geschenke.



In der Kiste stecken alle Verkleidungssachen. Das Fischer-Price Haus ist ein Erbstück vom Papa. 
Das Kuscheltierkorb ist mal ein Müllkorb in öffentlichen Parkanlagen gewesen. 



Setzkästen finde ich so schön grafisch, besonders, wenn sie nicht so voll sind. 



Im großen, alten Küchenschrank gibt es genug Platz für Klamotten, Gesellschaftspiele und für gerade nicht benutzte Spielzeuge.


Kleine Freunde, Spiel und Spaß sind herzlich Willkommen! (Himmel und Hölle mit Tape´s)


(Eindeutlicher Qualitätssenkung. Die letzten zwei Bilder sind mit meiner alten Knipse gemacht.)

Wenn ihr das Zimmer mögt, könnt ihr bei SoLebIch eure Stimme dafür geben. Dort werden gerade die schönsten Kinderzimmer gesucht. Mein Bild findet ihr unter Emils Vintage....

Ich wünsche Euch viel Spiel und Spaß!

Sonntag, 29. Juli 2012

Flugzauber

Jedes Mal wenn ich Kinder beobachte, wie verzaubert sie von Flugobjekten sind, fällt mir immer wieder das Wort "Flugzauber" ein, die Julia statt Hubschrauber benutzte, als sie etwa 3 Jahre alt war. Es ist schon 15 Jahre her, aber es gibt Wörter, die im "Familien-Sprachschatz einen festen Platz gefunden haben.
Gestern haben wir mit Emil einige Papierflieger gezaubert, bunt verziert und einen Flugzaubershow veranstaltet. 


Man braucht einige Papierbögen, Buntstifte, Federn, Marker, Tapes, Stempel.... Einfach schauen, was die Bastelkiste hergibt. Die neonfarbenen Notes Sticker machen auch eine gute Farbe.


Eigentlich gehören die Flieger andersrum, aber so waren sie einfach schöner zu gestalten. Fliegen tun sie genauso.  Bei diesem Modell wollte Emil unbedingt ein Teelicht als "Rad aufkleben. Wie es sich herausstellte ist es eine ziemlich gute Idee. Durch die Beschwerung flitzt die nur durch die Luft und ist ein Turbo-Jet geworden.



Die beiden sind für Indianer-Piloten gebaut.



Bis der letzte auch landete, sind die Wolken auch weitergezogen und wir konnten doch noch in den Zoo.

Wenn ihr bei der Verlosung mitmachen möchtet, könnt ihr noch, wie im Flug im Lostopf landen.

Freitag, 27. Juli 2012

Dinge über DIY

Mima hat mich eingeladen  Dinge über DIY frei zu erzählen. Es ist gar nicht so einfach, wie ich dachte etwas zu finden, die ich hier noch nicht gezeigt habe. Also entschied ich mich für  meine Geschichte des Selbermachens.

Ich war 13, als ich mein erstes DIY Projekt startete, nur damals wusste ich nicht mal, was DIY ist. Mein nagelneues, dunkelblaues Jeans war einfach nicht cool genug. Es folgten erst auf dem Spielplatz hunderte Rutschgänge auf dem Po und Knien, um die Hose an den Stellen heller zu kriegen. Nach betäubten Hintern und enttäuschenden Ergebnissen bearbeitete ich die mit einem nassen Stein. Ja, es wurde tatsächlich heller und auch dünner der Stoff. Ich bekam Ärger, mit der Drohung, dass ich keine neue Hose bekomme, bis ich diese nicht ausgewachsen habe. Ich war glücklich über diese Lösung. Später habe ich die Hose auch noch gebleicht und ihm ein Batik ähnliches aussehen verpasst. Nach meinem heutigen ästhetischen Empfinden sah es grauenvoll aus. Damals fand is es toll!
Kurz danach folgte das Färben. In den guten Emailtöpfen meiner Mutter färbten wir mit meiner Schwester alles, was in unsere Hände fiel - Röcke, Hosen, Blusen, Turnschuhe.  
War die Farbe nicht mehr so in, wanderte es in den Farbtopf. 
Alle Töpfe waren hin und die Küche eine Farbexplosion. Ich bewundere meine Mama, die uns dabei nie ins Weg stellte. 

Den Rock auf dem Bild  habe ich mindestens 3-mal neu gefärbt. (auf dem Bild in hellrosa). Leider habe ich zu wenig Bilder aus dieser Zeit. Um Peinlichkeiten zu vermeiden aber vielleicht auch besser.

1985


Dann kam das Stricken. Ich strickte Wette mit meiner Schwester. Sie war immer schneller. Ich strickte dafür ausgefallene Muster aus diesem Buch. Jetzt bewundere ich mich dafür. Seitdem hatte ich keine Stricknadel mehr in den Händen. Kann man es verlernen?

"Goldene Hand" -  Strickmusterbuch


Nach einigen zerschnittenen und neu gestalteten T-Shirts und Hemden versuchte ich auch meine Kleider nach Anleitungen zu nähen an Omas alte Nähmaschine. Schon damals ist es mir bewusst geworden, dass ich in dieser Disziplin nicht so viel Talent und Geduld besitze und überließ es unserer Schneiderin, zur Mamas Erleichterung. Trotzdem pflückte ich wochenlang Kirschen im Sommer, um aus dem Geld eine neue Nähmaschine kaufen zu können. 

"Nähschule"


Wegen meinem selbstgestalteten Ohrring  - neongelb gestrichener Schneckenhaus einer Weinbergschnecke, die ich vorher zu unserem Zahnarzt brachte, mit der Bitte, mir ein Loch reinzubohren und nur in einem Ohr trug - musste  meine Mama in der Schule über meinen Bekleidunsstil ein Gespräch führen. Sie verteidigte mich un ich fühlte mich bestätigt.
So endeten die 80-er Jahre.

Die 90-er fingen, als junge Mami an. Ich nähte wieder. Diesmal Vorhänge, Kissen für die este eigene Wohnung und vor allem Babyausstattung. Ich war froh, dass ich meine Nähmaschine hatte.

1994 - schon die zweite ausgestattete Wiege


Ende der 90-er fing ich nun endlich an zu studieren und so langsam wurden aus meinen DIY, FH Projekte. Ich webte, filzte, stickte, strickte, zeichnete, schöpfte Papier und probierte eine neue Technik nach dem anderen. Meine beiden Mädels, damals noch klein, fanden es sehr abenteuerlich z.B den ganzen nachmittag Brennesel zu pflücken und zu zersampfen um grünes Papier schöpfen zu können. Einige Techniken benutze ich immer noch, andere nie wieder probiert. War aber eine tolle Zeit voller Experimente.
gewebt-gefilzt-gefärbt

gestrickt-bestickt

Seit Anfang 2000 gehören einige DIY Projekte zu meiner Arbeit. Ich mach immer noch selbst, nun es heißt meist Design oder Kunst.
"Freudentanz" Wandteppiche - Merinowolle


Einiges bleibt nur in unseren 4 Wänden und verschönert unser Zuhause.

Emils altes Kinderzimmer


Anderes wurde für Kunden handgefertigt. (Wird immer noch, aber nicht in diesem Ausmaß)

Emil und die großen Schwestern - Shop


"Emil und die großen Schwestern Shop

Ich beobachte mit größter Begeisterung die Kreativität meiner Kinder und versuche nicht im Wege zu stehen.Manchmal ist es gar nicht so einfach. Mal schauen wohin es sich entwickelt. Lilly streicht, näht und bastelt für ihre eigene Wohnung und nebenbei arbeitet sie an ihre Mappe für Textildesign. Julia zeichnet und Emil verewigt sich gerne in der Wohnung.

Zeichnung von Julia


Damals noch: Haputsache dabei sein!


Emil "schert"

Knetkunst


Zum Glück habe ich auch einen kreativen männlichen Beistand, der ganz geschickt mit Hammer und Säge zur Seite steht, um die nicht endenden Ideen zu verwirklichen. Immer noch nicht ganz fertig, aber ich hoffe bis spätestens Ende des Sommers ist das Spielhäuschen überall gestrichen. Die Pinselarbeit ist meins.



Seit zwei Jahren lasse ich mich in der virtuellen Welt inspirieren und teile hier auch meine eigene Ideen.

Was noch kommt? Weiß ich nicht, lass uns einfach basteln.



Den Stock reiche ich weiter an die Raumfee, an Mano und an Held§Lykke. Erzählt bitte über Kunst-Kunsthandwerk-Design! 

Wenn ihr möchtet könnt ihr Euch gerne beim Gewinnspiel  noch schnell in den Lostopf springen. Es ist garantiert alles selbstgemacht. 















Dienstag, 24. Juli 2012

Dankeschön GIVEAWAY

Ich habe mehr, als nur ein Grund Euch zu danken. 300 regelmäßige Leser (mittlerweile sogar 303 - die 3 ist meine absolute Glückszahl )! Der Sommer ist da! Ich springe vor Freude!
Die vielen lieben Kommentare,  zu der Brigitte Blog Award haben mir eine riesige Freude bereitet!

Seit Freitag könnt ihr auch bei der Brigitte voten, wenn ihr mögt. Ich danke Euch dafür!


Bei den letzten Post´s bekam ich die meisten Kommentare immer zu den Zeichnungen, deshalb  habe ich mich entschieden drei kleine Werke von mir zu verlosen. Ich hoffe sie gefallen Euch.

"Am Fenster" Pola-Print und Schwarze Zeichentusche 8,5cm x11cm

"Freitags-Fisch" Zeichentusche und Folie auf grauem Zeichenpapier  20,5cmx 24,5cm

Eine Monotypie muss doch sein. Garantiert ohne Schummeln!

"Stilles Wasser" Monotypie  30cmx15cm

Die Verlosung läuft bis ende des Monats. Gibt bitte an, welches Bild ihr gerne haben möchtet. Ich werde in Gruppen auslosen, damit jeder eine Chance auf sein Lieblingsbild hat. Mitmachen kann natürlich jeder mit und ohne Blog, einfach einen Kommentar hinterlassen!

Ich Danke Euch nochmal vielmals und wünsche eine schöne sonnige Sommerwoche!


Freitag, 20. Juli 2012

Frage-Foto-Freitag

Steffis fünf Fragen, meine fünf Antworten.

Lebt dein Balkon noch?

Die armen Sommerblümchen geben ihr letztes und strecken die Köpfe mit aller Kraft der Sonne entgegen, bevor sie im Regenwasser ertrinken. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 

Hübsch und lecker?
Tomatensaft mit viel Tabasco und Meersalz. Abends darf auch mal ein  Bloody Mary sein. 

Was liebst du im Moment ganz besonders?
Den erschöpften kleinen Mann beim Schlafen zuschauen.

Was magst du gerade nicht?


Das Chaos in meiner Schublade. Nein, es ist kein kreatives Chaos mehr. Ich muss dringend aufräumen. 

Was findest du nicht hübsch, aber es ist halt so praktisch?

Den Taschen-Regenschirm. Langsam wird der mein bester Freund. 

Schönen Freitag Abend!

Dienstag, 17. Juli 2012

Was süßes

"Mama, darf ich was süßes? Diesen Satz höre ich sogar mehrmals am Tag. Manchmal funktioniert es mit Yoghurt und Früchten, Obstsalat oder ein Fruchtsafteis, manchmal geht das Betteln weiter.
Schokolade mag Emil nicht so gerne, Kekse habe ich auch nicht immer auf Vorrat. Aus dieser Not ist der selbstgemachte Müsliriegel eingezogen. Haferflocken und Müsli haben wir immer, Honig auch. Mehr braucht man eigentlich nicht. Das Selbermachen macht auch Spaß, geht kinderleicht und rettet wieder einen verregneten Nachmittag.


Trockenfrüchte und Nüsse klein schneiden,



Haferflocken, nach Wahl Nüsse, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne, Sesamsamen in eine beschichtete Pfanne ohne Fettzugabe leicht anrösten.(Man kann auch ohne rösten gleich mischen, schmeckt aber mit der leichten Röstaroma besser). Mit den Trockenfrüchten, nach belieben Rosinen, Cranberries, etwas Kokosflocken in ein Rühnschüssel geben. (Ich nehme alles was gerade der Vorratsschrank hergibt) So viel flüssigen Honig  dazugeben, dass die Masse gerade zusammenklebt. Mit einer Prise Salz und einem kleinem Schuss Olivenöl abschmecken und gut mischen.



Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Masse darauf  etwa 1cm dick verteilen.


Am einfachsten ist es zwischen zwei Papierlagen  platt zu drücken.



Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen 15-20 Minuten backen.
Sobald sie aus dem Ofen gezogen sind, noch warm in Stücke schneiden.



Gut auskühlen lassen. Die Riegel trocknen dabei nach und werden etwas härter. Die sind kernig, fruchtig, nussig, leicht süß und...


...lecker!


  Viel Spaß beim nachbacken!

Sonntag, 15. Juli 2012

Brigitte Kreativ-Blogger-Award- Mein Beitrag


Was für eine Überraschung, dass ich hier dabei sein darf!
Nachdem ich die phantastische Anleitungen von den bisherig nominierten Blogs angeschaut habe, war ich ganz schön eingeschüchtert. 
Was soll ich tolles noch hier zeigen, was es noch nicht gab? 
Was kann ich eigentlich am besten? Zeichnen! Zeichnen kann ich und noch besser kann ich anderen das Zeichnen beibringen, das tue ich doch täglich. 
Also, hier eine kleine Anleitung, wie ihr in kürzeste Zeit Euch in wahre Küstlern verwandeln könnt. Schummeln darf man dabei doch ein bisschen, aber das Geheimniss könnt ihr für Euch selber behalten. 

Lass uns loslegen! Ein Bild, oder doch gleich eine kleine Ahnengalerie?
Die Technik heißt Monotypie. Hört sich schon ganz professionell an, oder? Es ist eine künstlerische Drucktechnik, ein "Einmaldruck", jedes Bild ist ein Unikat. 
So kommt ihr zu einem sicheren Ergebniss, auch wenn ihr keine zeichnerische Erfahrung habt:


Ihr braucht:
Eine Druckplatte - z.B. eine Glas oder Plexiglasplatte. Habt ihr ein Tisch mit Glasplatte? Perfekt. Aufpassen mit ungeschliffenen Glasscheiben aus Bilderrahmen, sie sind höllisch scharf! Lieber alte Regalböden oder Tischplatten nehmen, die sind meist geschliffen. Meine habe ich im Sperrmüll gefunden.
Eine kleine Gummiwalze (Linolwalze).
Linolfarbe - ich benutze meistens Schwarz. Es gibt aber auch viele tolle Farben. (Beide in Künstler- oder Bastelläden zu kaufen) 
Verschiedene Papiere, aber nicht viel dicker, als ein Druckerpapier.
Braunes Packpapier, graues Recyclingpapier, Geschenkpapiere, Seiten von alten Schul- und Notenheften, Tortenpapier usw....
Bleistift oder Kugelschreiber.




Fotokopien von Fotos. Lasst ihr sie im Copyshop auf die Größe hochziehen, wie das Endbild sein soll. 
Ihr könnt auch einfach schöne Bilder aus Illustrierten nehmen. 
Bilderrahmen, Tapes und eventuell bunte Stifte und Marker.






Wenn ihr alles bereitgestellt habt, gibt ihr ein Tropfen Linolfarbe auf die Glasplatte. Wirklich wenig! Wenn es zu wenig ist, könnt ihr immer noch etwas dazugeben. Abnehmen ist schwieriger. 






Rollt ihr die Farbe mit der Walze in alle Richtungen dünn aus. 
Die Farbe muss von der Seite betrachtet dünn und matt glänzend sein. 
Ist es doch zu viel geworden, legt ein Zeitungspapier darüber und nehmt so die überschüssige Farbe ab. 
Nach den ersten Drucken werdet ihr ein sicheres Gefühl für die Farmenge entwickeln. 






Nun legt ihr das ausgewählte Papier vorsichtig und ohne Druck auf die Farbfläche. Platziert ihr jetzt die Fotokopie oder Zeitungsauschnitt darüber.






Jetzt nehmt ihr den gut angespitzten Bleistift oder Kugelschreiber und mit etwas kräftigerem Druck paust ihr das Bild ab. Nicht vergessen, besonders bei Schriften, das Resultat ist spiegelverkehrt!
Versucht ihr dabei die Handfläche nicht so stark abzulegen. 





Jetzt schaut mal das Bild an. Toll, oder?  
Kleiner Tipp: ihr müsst nicht jede einzelne Linie nachzeichnen und versucht mit schwungvollen Linien zu arbeiten. 






Bei der Papierauswahl denkt einfach daran, was auf dem Bild soll. 
Tante Trude an der Kaffeetafel? Nimmt dann Tortenspitze, die Bäckereitüte oder das hübsche Papier von der Konditorei. Das frisch eingeschulte Kind kann z.B auf ein Karopapier gezeichnet werden....Lasst euren Fantasie freien Lauf. Hier müsst ihr keine schonen. Hatte der lieber Mann vor kurzem ein Knöllchen, zeichnet ihr ihn auf sein Strafzettel! Tut er bestimmt nie wieder!






Ihr könnt die Bilder auch mit witzigen Collage-Elementen verzieren. 
Bonbonpapiere, Texte, Sticker aus dem alten Sticker und Poesiealbum finden sicherlich Verwendung. Ich habe hier das "Bruderherz" beim Kochen auf ein altes Formular von der Feuerversicherungs-Gesellschaft gedruckt (am Flohmarkt gefunden) und anschließend in ein altes Backblech mit Masking Tape geklebt: 






Fertig? Sammelt dann alle Rahmen zusammen, die ihr finden könnt, mit und ohne Glas und platziert die Bilder. 
Ich lege die Anordnung auf dem Boden liegend fest und nagele erst dann. 
Es muss nicht unbedingt alles brav gerahmt sein. Fehlt das Glas von dem alten Rahmen? Häng trotzdem auf! Das Bild könnt ihr mit doppelseitigem Klebeband reinkleben oder mit Masking Tapes befestigen. Greift ruhig auf ungewöhnliche Rahmen zu, wie ein alter Tablett, ein Schukarton usw...
Sind die Rahmen alle, aber immer noch tolle Bilder da? Klebt doch eine mit den Tapes an die Wand. 

Fertig ist die Bildergalerie! Ging doch einfach, oder? In jedem steckt ein Künstler, man muss sich nur zu helfen wissen.






Noch ein kleiner, letzter Tipp zu Reinigung der Platte: Mit einem nassen Schwamm, Küchentuch oder Küchenpapier die Farbe nach und nach abnehmen und eventuell mit Glasreiniger nachpolieren.
Die Farbe ist selbst nach dem Trocknen wasserlöslich. Bedenkt es auch beim colorieren der Bilder! Nur trockene Farben, wie Farbstifte, Kreiden oder Marker verwenden, keine Aquarelle oder andere Wasserfarben! 


Viel Spaß dabei! Vielleicht habt ihr Lust Eure Ergebnisse zu zeigen?

Gefiel es Euch gut? Dann freue ich mich natürlich, wenn ihr ab 19 Juli auf der  Brigitte Seite dafür votet. So lange könnt ihr Hier noch mal meine andere DIY Vorschläge anschauen.