Ich muss zugeben, dass Halloween nicht zu meinen favorisierten Festen gehört. Eigentlich habe ich sie noch nie gefeiert. In Ungarn gehen an diesem Tag alle in den Friedhof, um die Gräber für morgen, für den Allerheiligenfest, mit unzähligen Chrisantemen und Kerzen zu schmücken. Am ersten November ab Dämmerung, verwandeln sich die Friedhöfe in ein wundervolles Lichtermeer und selbst die, die keine Gräber zu besuchen haben, machen einen Spaziergang in einem nahegelegenen Friedhof. Man ruft Menschen in Erinnerung, die lange nicht mehr bei uns sind, oder man denkt über die Vergänglichkeit des Lebens nach.
Als meine Töchter klein waren, wurde Halloween hier erst "entdeckt". Wir bastelten Laternen für den Martinsumzug und erst dann ging man singend, "süßigkeitenbetteln" über die Straßen.
Jetzt begegnet mich Halloween nicht nur auf den amerikanischen Blogs, sondern beinahe auf Schritt und Tritt. Schaufenster, Läden, selbst die Kinderbibliothek ist üppig dekoriert.
Emil fragt natürlich auch und er will auch Halloween feiern. Bisschen gruseln ist doch toll, selbst, wenn unser kleiner Plagegeist eher Held des Tages, als der Nachtes ist.
Ich entschied mich zu einem (bisschen) gruseligen Bastelnachmittag.
Heute Mittag hat er sich überraschender weise selbst bemalt und sah so aus.
Da wurde ich fast zum Geist. Die Farbe aus dem Gesicht zu waschen scheiterte teilweise. Stempelfarbe ist auch nicht unbedingt Hautfreundlich. Also kam erst die Pappteller Geistermaske, um restliche Farben und Tränen zu verdecken.
Nach und nach folgten dann weitere "Gruselgestalten" Erst die Tiere des Nachtes, um nicht gleich den vollen Schreck zu bekommen.
(Schwarz bemalte Klopapierrollen und einige Wackelaugen zaubern im nu witzige Gesichter. Für die Katzenaugen haben wir leuchtende Steckperlen mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt. Bart: Blumendraht, Schwanz: Pfeiffenputzer)
Aber Fledermäuse, Eulen und schwarze Katzen findet Emil überhaupt nicht gruselig. Sie sind sooo niedlich. Es muss doch ordentlich spuken.
(Für die Fingerpuppen-Gespenster, Kreise aus weißem Stoff ausschneiden. Mit etwas Watte, oder den restlichen, zusammenknüddelten Stoffresten einen Kopf formen, gut abbinden. An den Seiten zwei Löcher, für die Finger ausschneiden. Mit Marker oder Stoffmalstiften Gesichter aufmalen. Fertig!)
Die Vorstellung kann nun beginnen!
Für das perfekte Ambiente haben wir den Hirsch zum röhren geschickt und einen Fledermaus reinflattern lassen.
Endlich ist es nun dunkel und geht es nur noch darum, alle Lichter auszumachen, Taschenlampe an und dem Papa einen gehörigen Schreck einzujagen.
Hu-hu-hu Huuuuuuuuu.

















































