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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Huuuu-huuuu huuuuuuuuuu

Ich muss zugeben, dass Halloween nicht zu meinen favorisierten Festen gehört. Eigentlich habe ich sie noch nie gefeiert. In Ungarn gehen an diesem Tag alle in den Friedhof, um die Gräber für morgen, für den Allerheiligenfest, mit unzähligen Chrisantemen und Kerzen zu schmücken. Am ersten November ab Dämmerung, verwandeln sich die Friedhöfe in ein wundervolles Lichtermeer und selbst die, die keine Gräber zu besuchen haben, machen einen Spaziergang in einem nahegelegenen Friedhof. Man ruft Menschen in Erinnerung, die lange nicht mehr bei uns sind, oder man denkt über die Vergänglichkeit des Lebens nach.  
Als meine Töchter klein waren, wurde Halloween hier erst "entdeckt". Wir bastelten Laternen für den Martinsumzug und erst dann ging man singend, "süßigkeitenbetteln" über die Straßen.  
Jetzt begegnet mich Halloween nicht nur auf den amerikanischen Blogs, sondern beinahe auf Schritt und Tritt.  Schaufenster, Läden, selbst die Kinderbibliothek ist üppig dekoriert. 
Emil fragt natürlich auch und er will auch Halloween feiern. Bisschen gruseln ist doch toll, selbst, wenn unser kleiner Plagegeist eher Held des Tages, als der Nachtes ist. 
Ich entschied mich zu einem (bisschen) gruseligen Bastelnachmittag.



Heute Mittag hat er sich überraschender weise selbst bemalt und sah so aus.


Da wurde ich fast zum Geist. Die Farbe  aus dem Gesicht zu waschen scheiterte teilweise. Stempelfarbe ist auch nicht unbedingt Hautfreundlich. Also kam erst die Pappteller Geistermaske, um restliche Farben und Tränen zu verdecken.
Nach und nach folgten dann weitere "Gruselgestalten" Erst die Tiere des Nachtes, um nicht gleich den vollen Schreck zu bekommen.


(Schwarz bemalte Klopapierrollen und einige Wackelaugen zaubern im nu witzige Gesichter.  Für die Katzenaugen haben wir leuchtende Steckperlen mit doppelseitigem Klebeband aufgeklebt.  Bart: Blumendraht, Schwanz: Pfeiffenputzer) 

Aber Fledermäuse, Eulen und schwarze Katzen findet Emil überhaupt nicht gruselig. Sie sind sooo niedlich.  Es muss doch ordentlich spuken.



(Für die  Fingerpuppen-Gespenster,  Kreise aus weißem Stoff ausschneiden. Mit etwas Watte, oder den restlichen, zusammenknüddelten Stoffresten einen Kopf formen, gut abbinden. An den Seiten zwei Löcher, für die Finger ausschneiden. Mit Marker oder Stoffmalstiften Gesichter aufmalen. Fertig!)

Die Vorstellung kann nun beginnen!



Für das perfekte Ambiente haben wir den Hirsch zum röhren geschickt und einen Fledermaus reinflattern lassen.



Endlich ist es nun dunkel und geht es nur noch darum, alle Lichter auszumachen, Taschenlampe an und dem Papa einen gehörigen Schreck einzujagen. 


Hu-hu-hu Huuuuuuuuu.

Montag, 29. Oktober 2012

Kastanienfiguren

Kastanienfiguren gehören absolut zu den Favoriten auf der herbstlichen Bastelliste mit Kindern heute, wie damals, als wir noch mit unseren Eltern  selbst am Basteltisch saßen.
Es macht wirklich ein riesen Spaß verschiedene Männchen und Tiere zu stecken und zu kleben. Allerdings sind hier die Hände von Mamas und Papas unentbehrlich, besonders beim anbohren der Kastanien oder bei der Benutzung der Heißklebepistole. Die Kinder sind aber wahre Kreativitätskanonen man kommt kaum mit dem Kleben und Bohren hinterher. 

Diese sind bei unserer diesjährigen Kastanienbastelstunde entstanden. 

Pfau:

Spinne:

Kätzchen:

Vater-Mutter-Kind:


Papa spielt Gitarre. Das Baby schläft und die Mama mit den wehenden blonden Haaren lässt keck die Hüften schwingen.


Weihnachtsmann mit Schlitten:


Emils eigene Kreation, die fast in ein Drama ausartete, weil wir ihn nicht gleich verstanden haben, wie es aussehen sollte. Besonders die Korkenkonstruktion überstieg die Erwachsenenfantasie. 
Unsere Vorschläge fand der kleine Mann nur dooooof.  War  eine schwere Geburt. Bemalt werden müsste es zum Schluss auch noch. 
Ja, jeder hat so seine eigene Vorstellung. Jetzt ist es Vollbracht und kann endlich um die Geschenke kümmern. Vielleicht zieht er auf seinen Schlitten schon die winterlichen Bastelideen mit. 

Sonntag, 28. Oktober 2012

Essen mit Freunden

Wenn die Tage länger werden, die Temperaturen sinken und früh dunkel wird, ist die schönste Zeit am warmen Ofen den Kochlöffel zu schwingen und mit Freunden einige Stunden beim leckeren Essen und gemütlichem Beisamennsein zu verbringen.
Es ist immer eine gute Gelegenheit was Neues auszuprobieren, das gut bewährte aufzutischen oder fast vergessenen Rezepte wieder zu beleben. 
Gestern fiel meine Wahl auf das gut bewährte. 
Es gab die gute, alte Gulaschsuppe, die über drei Stunden köcheln durfte und danach die berühmte ungarische Nachspeise, die Gundel-Palatschinke.
Ich muss zugeben, ich koche viel zu selten die ungarische Sonntagsküche, die zwar wunderbar schmeckt, aber wirklich viel Zeit kostet und auch schön deftig ist. Ich habe mir vorgenommen diesen Winter meine (fast) vergessene Rezepte rauszuholen und statt über das schlechte Wetter zu meckern, in Kindheitserinnerungen zu schwelgen. 
Die Gulaschsuppe schaffte nicht vor die Linse, so zeige ich heute den krönenden Abschluss. Die Königin der Pfannkuchen wurde vor beinahe 100 Jahren, von dem  berühmten, deutsch stämmigen ungarischen Koch, Károly Gundel kreiert und gehört bis heute zu den beliebtesten Desserts in Ungarn. 


Es gibt mittlerweile viele vereinfachte Kopien, das leckerste, sicherlich auch zeitaufwändigste, ist aber auf jeden Fall das Original. 
Das Rezept ist aus dem Gundel Kochbuch

Palatschinken:  Aus 2 Eier, 240 gr. Mehl, 200 ml Milch, 200 ml. Sprudelwasser und eine Prise Salz einen  Pfannkuchenteig rühren und 12 dünne Palatschinken backen.

Füllung: 
180 gr gemahlene Walnüsse (ich mahle sie selber, oder im Bioladen mahlen lassen)
100ml Sahne
120 gr Zucker
40 gr Rosinen
20gr Kandierte Orangenschalen (Orangeat)
0.15 ml Rum 
Zimt 
Die Rosinen und die Haarfein geschnittene Orangenschalen über Nacht in rum weichen. 
Sahne aufkochen. Zucker, gemahlene Nüsse und alle restliche Zutaten (Rosinen und Orangeat gut abgetropft und ohne den Rum) dazugeben und 1-2 Minuten köcheln, bis eine streichfähige, aber nicht zu feste Masse entsteht. Eventuell mit etwas Milch verdünnen.
Etwas abkühlen lassen, in die Palatschinken füllen und aufrollen.

Soße:
250ml Milch
1 Vanillestange
30gr Zucker 
100 gr 70-80% Schokolade
150 ml Schlagsahne
3 Eigelbe
80-100 gr Zucker
50 gr Kakaopulver
15gr Mehl 
ein Schlückchen Milch

Milch mit Zucker und Vanille aufkochen. Die Schokolade im Wasserbad oder Ofen schmelzen. 
Eigelbe mit dem Zucker schaumig rühren. Kakaopulver, Mehl, und mit dem Schluck kalte Milch gut verrühren. Di geschmolzene Schokolade dazugeben und dann vorsichtig unter ständigem Rühren die heiße Milch dazugießen. Vorsichtig erhitzen, aber auf keinem Fall aufkochen! Schlagsahne unterziehen und mit Rum abschmecken. 

Die gefüllten Palatschinken auf beiden Seiten in einer Pfanne in Butter knusprig bräunen. Die heiße Schokoladensoße darübergießen  und sofort servieren.

Vielleicht habt ihr einmal die Möglichkeit, sie in ihrem "Geburtshaus" im Restaurant Gundel in Budapest zu genießen.  Bis dahin viel Genuss am eigenen Tisch!


Freitag, 26. Oktober 2012

Foto-Frage-Freitag

Wieder mal Steffis Fragen und meine Antworten:

Gelacht und gekauft:

letzten Freitag die Kindergitarre am Flohmarkt (Emils großer Wunsch neben einer Lupe und Walmusik. Lupe haben wir schon. Walmusik versuche ich noch herauszuzögern oder zu vergessen(?)
Der Handel 3:1 war sehr lustig, oder Isabell?

Gekauft und gelacht habe ich allerdings, als ich die Leuchte für ein  Schnäpchenpreis erstanden habe und nach etwas Recherche sie genau einordnen konnte. 
Der ist tatsächlich, von Gaetano Sciolari! Ich freu mich so!!!! Mein Riecher lässt mich nicht in Stich. Auf ähnliche Weise zogen schon u. a. der Stuhl von Maurice Burke und die Leuchte  von Emil Stejnar bei uns ein. Ich liebe Schnäppchenjagd! Und worauf jagdt ihr?



Was überlegst du gerade?


Wann meine kleine Mädchen so groß geworden sind. Julia hat am Mittwoch auch die magische 18 erreicht. Jetzt habe ich schon zwei erwachsene Töchter.

Was machst du Freitagabend?


Wie jeden Abend in der Woche unterrichtet und heute besonders gefreut, dass die Mappen von unseren Schülern für Hamburg zugelassen sind. Jetzt geht es in den Endspurt - Prüfungsvorbereitung, aber sie schaffen es, ich bin mir sicher! 

Für köstlich befunden?


Butterkohl.

Deine Herbstdeco?


Kennt ihr schon   (und von hier). Der Kerl von Oben sucht auch Nachfolger. Seine Zähne schimmeln so langsam aus dem Mund.

Schönes Wochenende!

Dienstag, 23. Oktober 2012

Herbstlaub

Ich war etwas blogfaul in der letzten Zeit. Der schöne, goldene Oktober hat mich abgelenkt. Wir verbrachten unsere freie Zeit fast ausschließlich draußen, genossen die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und den Duft vom raschelnden Herbstlaub.
Selbst die Bastelstunde wurde in den Garten verlegt.




Es ist wirklich inspirierend beim herbstlichen Sonnenschein, und dem fröhlichen Geschnatter  vorbeiziehender Wildgänse am Himmel zu werkeln. Die bunte Blättergeschichten fielen fast von alleine auf das Papier.
Sie erzählen von Tierfreundschaften,





von Wald und Wiesen,




von zerbrechlichen Schmetterlingen,




vom hübschen Herbstfräulein,



dem dicken Straußenvogel




und dem kleinen, zur Sonne fliegenden Piepmatz. (Emils erstes eigenes Bild)




 Es wurde dabei alles genau unter die Lupe genommen.




Fast unbemerkt schlich der Altweibersommer über Nacht davon. Von einem Tag zu anderem spricht man schon von frostigen Nächten.  Ich glaube ich muss bald die Rosen zudecken und den Garten auf sein Winterschlaf vorbereiten.


Freitag, 12. Oktober 2012

Frage-Foto-Freitag

Heute wieder die Antworten auf Steffis Freitags Fragen:

Gesehen und verliebt ...


...habe ich mich in diesem schutzbedürftigen, kleinen Dinosaurier. Zum Glück noch rechtzeitig gerettet.(Eigentlich vor dem Wut des kleinen Mannes, weil er nicht so gelungen ist, wie er wollte.)

Eine schnelle Deco Idee...


ist, die frisch gesammelten Kastanien in eine Schale zu legen und mit etwas Öl (Olivenöl oder Massageöl) auf hochglanz zu polieren. Wenn man diesen Vorgang öfter wiederholt, werden die Kastanien nicht schrumpelig und stumf. Gibt man noch einige Tropfen ätherische Öle dazu, hat man  auch noch einen schönen Raumduft.

Eine meiner Lieblingsdüfte 



ist momentan das Geruch vom Lagerfeuer und Stockbrot.

 Meine Gedanken ordnen...



 ...meine unzählige Heftchen, Skizzen- und Materialbücher.

Meine neue Liebe 



gilt der leuchtend rote Kette, die ich von Lilly geschenkt bekommen habe.

Dienstag, 9. Oktober 2012

Jagdsaison


Nein, ich gehe keinem neuen Hobby nach, einen Jagdschein habe ich auch nicht. So heißt nur die Serie, die unsere  Wohnzimmerwand schmückt und eigentlich am besten zu dieser Jahreszeit passt. Als Gesamtbild von weitem kennt ihr sie schon von hier und hier.
Möchtet ihr näher rantreten?







Die Bilder basieren auf Originalaufnahmen aus den 20-er Jahren. Die Glasnegative haben wir vor Jahren beim Trödler gekauft. (Meist komm jetzt die Frage, welche Farben ich verwende. Wenn ihr nicht böse seid, würde ich es, als Ateliergeheimniss behalten. Hat ewig gedauert, bis es so funktionierte, wie ich es mir vorgestellt habe).

Meist hängen hier im Sommer Strandbilder. Diesmal habe ich verpasst, die im Frühjahr umzuhängen. Umso schneller funktionierte das Herbstdeco. Ich bin kein Fan, von allzu üppige Decorationen. So reichten mir einige Zweige aus dem Wald.



Ja, meine Vasensammlung ist schon wieder gewachsen und obwohl ich schon einige verschenkt habe und meine Sammelleidenschaft nur noch für einige bestimmte Muster beschränkt habe, reicht die Kommode langsam nicht mehr aus.



Bei SoLebich werden gerade Lieblingsbilder gesucht. Meine Samlung findet ihr dort auch, zwischen vielen anderen schönen Aufnahmen. Mögt ihr schauen?

So, mein Jagdsaison ist nun eröffnet. Ich jage nach neuen Wohn- Deco und Bastelideen, Inspirationen, wärmenden Rezepten für die kalte Jahreszeit und bald nach Weihnachtsgeschenken.
Worauf jagt ihr?

Samstag, 6. Oktober 2012

Mit den Händen patsch-patsch-patsch....

Seit Tagen Regen-Regen-Regen und auch noch so windig. Da patschen wir lieber in der Wohnung mit den Händen rum, als draußen mit den Füßen.




Schmetterling

Spinne


Krake

Sonne

Herbstbaum- Stamm Mamas Finger, Lauf, Blätter und Kastanien Emils

Igel

Nein, nicht noch ein Igel, ein Stachelschwein

Was macht ihr im Regenwetter? (Wir haben gestern sogar die ersten Kekse in diesem Saison gebaken)