Donnerstag, 28. März 2013

Empfangshase



Wir haben nicht nach seine Vorfahren gefragt. Er sah sympathisch aus und wir haben ihn eingestellt.
Er scheint seinen Job gut zu erledigen. Seine Fröhlichkeit ist ansteckend. Der Postboote hat seit Monaten zum ersten Mal nach 80 Treppenstufen ein Lächeln im Gesicht.

Mittwoch, 27. März 2013

Mittwoch im Mittelpunkt- im Zopf


Mittwoch ist Mitte der Arbeitswoche. Der mühsame Start ist vorbei, das Wochenende ist noch nicht in Sicht. Wir könnten eigentlich Bergfest feiern. Den Gipfel haben wir wohl erreicht, die Hälfte ist geschafft, aber wir stecken Mittendrin. Oft bis zum Hals in Arbeit, manchmal sehen wir nicht mehr mal, wenn etwas Schönes, Spannendes den Mittelpunkt unserer Interesse zu erobern versucht.
Oft frage ich mich Mittwochs, worüber ich hier schreiben könnte? Was sollte im Mittelpunkt stehen, wenn mann mittendrin steckt?

So entschied ich mich Mittwochs einfach den Mittelpunkt zu finden.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.

Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Oster steht langsam bei uns auch im Mittelpunkt, besonders die Planung des Osterbrunches.
Diesmal wird bestimmt kein Gartenfest daraus, aber der traditionelle Osterzopf darf auf keinen Fall fehlen, egal wo gefeiert wird. Statt erfrischende Salatkreationen kommt bestimmt eine wärmende, doch frühlingshafte Suppe, als Begleiter auf den Tisch.

Ich habe schon mal probegebacken und diesmal nicht nur süße, sondern auch ein Blech kleine herzhafte Zöpfchen geflochten.




Für einen feinen Hefezopf verwendet man feines, weißes Mehl, es wird mit guter Butter und Eigelbe angereichert und mit Zitronenzesten, Vanille und eventuell Rosinen verfeinert. Diese Zutaten waren früher keineswegs so selbstverständlich, wie heute. So ein feiner Hefegebäck kam meist nur zu besonderen Anlässen auf den Tisch.
In zahlreichen Ländern gehört der Hefezopf zu den traditionellen Osterspeisen.
In den katholischen Gegenden Ungarns, musste der mit dem Osterschinken zusammen in der Kirche gesegnet werden, bevor er auf den Tisch durfte.


Die salzige Variante hat in Ungarn eine bis zum 18-ten Jahrhundert zurückreichende Tradition.
Gerne reichte man sie auf Festen, in Begleitung mit Wein.
"Ein gutes Bett braucht der Wein, lehrte ein alter Spruch und man stellte gern ein Blech salzige Zöpfe mit dem Weinkrug auf den Tisch.
In diesem Fall wurden viele kleine Zöpfe geflochten und dicht nebeneinander auf einem Backblech gelegt, mit Kümmel und grobem Salz bestreut und gebacken. Nach Bedarf wurden die zusammengebackene Zöpfchen voneinander gelöst.
Anfang des 20-ten Jahrhunderts wurden sie in Südungarn Blechweise von den Bäckerwägen an Märkten verkauft. Die waren bei den Marktbesuchern sehr beliebte kleine Hungerstiller.


Man kann sie auch wunderbar belegen, oder vor dem Backen mit allerlei feinen Zutaten abschmecken.
Es lohnt sich auszuprobieren.

1 Hefewürfel mit etwas Zucker in 100 ml lauwarme Milch auflösen.
250 gr backstarkes 550-er und genauso viel normales feines Mehl in eine Schüssel sieben, in die Mitte eine Mulde drücken und die aufglöste Hefe reingießen.
In 200 ml lauwarme Milch ein-zwei Tl Salz, 2 Eigelbe verquirlen und auch zu der Mehlmischung geben.
Langsam mit der Hand, oder Küchenmaschine verkneten, dabei 50 gr. geschmolzene Butter oder traditionell Gänseschmalz und einen halben Becher Schmand nach und nach reinarbeiten.  
Der Teig muss weich und schön geschmeidig sein. Ist er zu weich, einfach Mehl dazugeben.

Mit eingearbeiteten, kleingeschnittenen Oliven, getockneten Tomaten, ausgelassenen Baconstückchen und feingehacken Kräuter, könnt ihr zahlreiche köstliche Variationen zaubern.

Zweimal gehen lassen. Zwischen den Gehzeiten (etwa 30-40 Min) gut verkneten, am besten, bis der Teig Blasen schlägt.
Den Teig, je nach Blechgröße in mehrere gleich große Stücke aufteilen (ich habe 15 Bällchen geformt). 
Von Jedem, 3 Stränge formen und die auf übliche Weise flechten. Die kleinen Zöpfe dicht nebeneinander auf einen Backblech legen. Mit etwas kalter Milch vermischtem Eigelb bestreichen und noch einmal gehen lassen. Direkt vor dem backen noch mal mit der Milch-Eiermischung bepinseln. In den vorgewärmten Ofen bei etwa 200 Grad goldbraun backen.
Mit grobem Salz bestreuen. Die Schlichten mag ich gerne mit Kümmel bestreut, aber ich weiß, mit Kümmel kann man einige vom Ostertisch verjagen.




Ein rundes Gebäck am Ostertisch, bringt angeblich Sonne für das Frühjahr.
Dieses Jahr haben wir es bitter nötig, also haben wir aus dem süßen Teig einen Kranz geflochten.
Ziemlich zottelig sieht er aus, aber Emil hat dabei tatsächlich flechten gelernt.


Die meisten von Euch haben bestimmt ein tolles Familienrezept.

Meine gleicht dem salzigen Zopf, mit dem Unterschied, dass hier nur geschmolzene Butter in Frage kommt und auch kein Schmand in den Teig. 
Dafür 100 gr Zucker mit in der lauwarmen Milch-Ei Mischung auflösen. Nach Belieben mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone und einer ausgekratzten Vanilleschote oder Vanillezucker abschmecken. Ob Rosinen in den Teig kommen, ist es eine Geschmackfrage. 
Den Teig in sechs gleiche Teile aufteilen. Immer zwei Stränge zusammenfassen und auf übliche Weise flechten. So entsteht ein kunstvoller Zopf.

Aus den Resten entstehen unter kleinen Kinderhänden witzige Ostertiere. Welche Art sie angehören?  Gibt es ein Hefeteig-Ostertier-Bestimmungsbuch?  Da könntet ihr nachschlagen.




Ob ihr sie segnen lässt oder nicht, bleibt Euch überlassen.

Viel Backspaß!
Was kommt bei Euch auf jeden Fall auf den Ostertisch?










Montag, 25. März 2013

Oster damals

Vor Kurzem geriet mein altes, ich glaube einziges Schulheft, die ich noch von mir habe, in die Hände.
Es ist ein Aufsatzheft aus der 3. Klasse.


Beim Lesen habe mich nicht nur köstlich amüsiert, sondern fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt. Beinah zu jedem Anlass müssten wir einen kleinen Aufsatz schreiben, entweder in der Schule, oder als Hausaufgabe. Das kleine Heft, so bescheiden es auch geschrieben ist, erzählt von Anfang September, bis Mitte Juni über alle wichtigen Ereignisse des Grundschullebens und über die Kindheit, Ende der 70-er Jahre, in einem kleinen ungarischen Dorf.

Es fängt mit der Apfel und Weinernte an, dann folgen Nikolaus, Weihnachten, die Beschreibung eines Sportuntterichts- wir schlidderten mit Schuhen  am zugefrorenen Bach und fuhren Schlitten am Hügel.
Fasching, Frühling, Oster, Muttertag. Es endet mit Zeilen über dem Kindertag, der im Dorf gemeinsam mit den Erwachsenen, mit einem Ausflug in den Wald und gemeinsamen Kochen gefeiert wurde.

Ich musste öfter meine Augen schließen, um mich dem Gefühl der Kindheit näher sein zu können.
Dem wundervollen, unbeschwerten Kindheit, ohne riesen Ereignisse und spektakuläre Tätigkeiten. Eine Kindheit mit den kleinen Freuden der die Jahreszeiten bieten, Traditionen und Feste.

Zwei kleine Aufsätze erinnern an die Osterzeit. (Man sieht deutlich am Schriftbild, welche ich Zuhause unter den Argusaugen meiner Mutter und welche ich in der Schule geschrieben habe)
Ich versuche es mal so authentisch wie möglich zu übersetzen:

Um die Geschichte besser zu verstehen, eine kleine Erklärung im Voraus:

In Ungarn wurden (werden)  traditionell am Ostermontag die Frauen und Mädchen von den Männern - Familienmitglieder, Nachbarn, Kollegen - mit mehr oder weniger Wasser bewässert , um nicht zu verwelken und das ganze Jahr über in frischer Blüte zu stehen. Es wurden kleine Gießreime aufgesagt, um die Bewässerungserlaubnis zu bitten. 
Die Jungs gossen die Mädchen meist mit einem Duftwässerchen, Väter hatten ihren Spaß an den Sodaflaschen und junge Männer zogen ihre heimliche Liebe und die schönsten Mädchen gerne an den Brunnen. Dafür gab es schön bemalte und Schokoladeneier. Die ältere Mädchen schenkten ihren Verehrern Blumen. Die Farben deuteten oft auf eine erwiderte Liebe, oder Ablehnung hin. Die Männer blieben auf ein Häppchen und auf einen kleinen Plausch, tranken noch ein Schnäpschen und zogen dann auf mehr oder weniger wackeligen Beinen weiter. 
Die Schulkinder gingen sehr früh los, um  möglichst viele Schokoladeneier einzusammeln. Später gab es nur noch bemalte. Viel Osterbesuch deutete auf große Beliebtheit hin.  Wir zogen Striche mit meiner Schwester und zählten alle männliche Besucher.  Es kamen viele. Meine Mutter war die Lehrerin im Dorf. Ich glaube es gab kein einziges Kind, der nicht bei uns war. Ihre Väter folgten. Wir waren unglaublich Stolz.
Am Ende des Tages - und noch einige hinterher - stanken wir fürchterlich nach einer wilden Mischung Kölnischwasser. 





 Oster

"Als ich morgen früh aufstand, war mein Papa der Erste, der mich begossen hat.
Erstmal spritzte er uns mit Wasser ab, danach mit Kölnischwasser.
Danach begoss uns Großvater.
Endlich kamen auch die Jungs.
Wir schenktem jeden ein rotes Ei und Schokoladen.
Bei uns waren genau 31 Jungs.
Danach kamen die Onkels.
Sie begossen uns auch. "

Bemerkung der Lehrerin: "Schlusswort?"



Wir sind drei Geschwister. Ich bin die Älteste. Meine Schwester Ági ist knapp ein Jahr jünger, als ich. 
Meine jüngere Schwester Ildi sechs Jahre. 
Mein Papa war ein großer Naturliebhaber. Um meine Mama zu entlasten, die neben uns drei Kindern auch noch unterrichtete, nahm er uns beide oft mit auf Abenteuertouren auf Wiesen, Felder und Wälder  der Umgebung




Es passierte im Ferien

"Es war schönes, sonniges Wetter am Ostermontag.
Am Vormittag warteten wir auf die "Gießgäste"
Am Nachmittag gingen wir auf den Berg.
Die ganze Familie war zusammen. Mama, Papa, Ági, Ildi und ich.
Sogar unser Hund Dani rannte fröhlich hinter uns her.
Er holte uns schnell ein und ging immer ganz vorn. Wir mit Ági rannten ihn immer hinterher.
Vom Berg oben schauten wir runter und wir sahen das ganze Dorf. Es war so schön!
Am Nachhauseweg schnitten wir blühende Zweige. Zuhause stellten wir sie in die Vase. Wir haben uns darauf gefreut.
Wir machen jede Woche einen Ausflug mit Papa, aber es war schöner so, weil Mama und Ildi auch mitgekommen sind."


Es gab keine große Aktionen, es gab keine großen Geschenke. Es gab nur ein kleines verstecktes Nestchen für jedes Kind am Ostersonntag mit einigen kleinen Süßigkeiten und vielleicht ein schönes Buch. Dies erwähne ich nicht mal im Aufsatz. Es war nicht wichtig.
Wichtig war das Fest und die Vorfreude darauf. Ich habe es geliebt.
Ein bisschen versuche ich es auch für meine Kinder mitzugeben.
Es gibt immer noch nur ein kleines Nestchen am Ostersonntag, mit etwas Süßem und eine kleine Aufmerksamkeit.  Dann kommen auch Onkel und Oma und wir werden den Tag, wie jedes Jahr miteinander verbringen. Wir werden schön gemeinsam essen und den Tag einfach genießen.
Wir freuen uns darauf!

Sonntag, 24. März 2013

Aufmarsch der Ostertiere

Bei trügerischer Sonnenschein, -7 Grad und eisigen Windböen sind sie am Wochenende eingezogen.



Die frischgeschlüpften Osterküken sorgten für viel Spaß in Emils Kaufmannsladen.
Gefühlte 100 mal müssten  alle Familienmitglieder abwechselnd frische, schöne gelbe Eier kaufen, um dann überrascht, die weichen Küken mit dem Eierkarton fast fallen zu lassen.





Die zwei Häschen brachten etwas Ruhe ins Spiel. Sie sind so weich, dass man glatt vergisst, dass sie hoppeln könnten.

Für Küken und Hasen verschieden große Woll-Pompoms herstellen. 
Man braucht nur noch einige Wackelaugen aufzukleben und schon schauen sie wartend auf Vollendung.
Schnabel und Füße der Küken sind aus Pfeifendraht gebogen. 
Bei uns bekam nur das dickste Küken Füße und damit gleich die Ausreißer-Rolle.  
Die Hasenöhrchen habe ich aus etwas Filzwolle mit einem Filznadel trockengefilzt. Aus Papier,  Filz oder festerem Stoff geht es noch schneller.
Die Nase ist eine aufgeklebte Steckperle. Hab nichts passenderes gefunden. 
Für die langen Hasenarme habe ich ein Stück Pfeifendraht durch den Pompom gezogen und um das Ei gebunden. 
Emil fand den ohne Arme süßer, also wurden der mit einem Ruck schmerzfrei entfernt. 






Der Ruf des Cowboys zwischendurch, der seine Osterlämmer versucht zusammenzutreiben war nicht zu überhören.




Auf jeden Fall war er etwas sanfter, als seine Kameraden, die ziemlich rabiat auf Ostertierjagd gingen.


Man darf sich auch nicht vor dem kühnsten Abseil-Aktion zurückschrecken lassen, wenn man ein Osterlamm aus dem Ei pellen will, geschweige denn, wenn man ein riesen Hasen passend zum Hemd fangen möchte.
Einige Schwünge weiter, scheint der Kampf um die Entenküken der Indianer gewonnen zu haben!


Die scheinen wirklich etwas fitter zu sein und weniger mit der Frühlingsmüdigkeit zu kämpfen. Oder sind sie einfach in der Mehrheit?

Für die Girlande habe ich gefundenes, gebasteltes und gekauftes zusammengefädelt. 
Flohmarktfunde, wie die Plastikfiguren, Papiereier, alte Memory Karten fügten sich spielerisch mit gebastelten, geschnippelten und befüllbaren Ostereiern aus dem Baselladen. 
Die Papptiere von Butlers brachten die Geschichte auf den Punkt.

Jetzt kann man bis Ostern vor dem Einschlafen die schrägsten und lustigsten gute Nacht Geschichten erzählen.


Freitag, 22. März 2013

Wohnmomente - Severin und Lucas

Das vierte Mal lade ich euch für eine erfrischende Runde Wohnmomente, zu dem Schüler-Studentenduo Severin und Lucas ein.

Unter Wohnmomenten zeige ich interessante, verrückte, künstlerische, traditionelle, geordnete, chaotische, kleine und große vier Wände von jung und alt, mit und ohne Kinder. Ob in der Stadt, auf dem Land, Haus, Wohnung oder einfach ein Zimmer, zur Miete oder Eigentum, irgendwo in Deutschland, oder anderswo, all das spielt hier keine große Rolle. Auch Design soll hier nicht im Vordergrund stehen, es soll einfach den momentanen Lebensraum von verschiedensten Menschen zeigen.

Ob sie damit glücklich sind, werden sie selber erzählen.

Das Jungen-WG in einem bunten "multikulti" Studentenviertel in der Stadt, besteht seit 1,5 Jahren.
Im großen Altbau-Haus, mit vielen anderen Studenten WG-s, wohnen die Beiden in einer 68 qm großen drei Zimmer Wohnung zusammen.
Es ist ihre erste eigene Wohnung. Gekannt haben sie sich vorher nicht. Unter Wg-gesucht haben sie sich gefunden und es schien gut zu passen. Das WG Leben hat sich gut bewährt und funktioniert ohne Reibungen.

Die helle, geräumige Küche ist, wo man meist als erstes landet. Hier wird mal gekocht, mit Freunden gesessen, oder das letzte Bier geteilt.



Von dem typischen, langen, schmalen Flur vieler Altbauhäuser, öffnen sich alle weiteren Räume.
Die 4,5 m hohe Decken, die weiß gestrichene Wände und Dielen nehmen das Gefühl der Enge. Dank dem Fenster am Ende des Flures, ist es auch ohne künstliche Beleuchtung hell genung. Sogar die Palme fühlt sich wohl und sorgt für eine gewisse Leichtigkeit in Kombination mit dem witzigen Schallplattendeco.


Düsen wir mal aber weiter ins Wohnzimmer. 
Die bunte Tür ist meist offen, auch wenn es eigentlich Severins reich ist. Er bewohnt die zwei kleinere Zimmer. Am Schreibtisch wird fleißig gelernt, aber zwischendurch sorgt mal eine Partie Dame für Abwechselung, auch wenn man öfter am Verlieren ist. Damen spielen eben besser.



Das kleine Schlafzimmer ist hell, wie alle anderen Räume.
Das Palettenbett ist selber gebaut. Der mit Comics beklebter Bundeswehrspind ist ein Geschenk der Mama, die Textilkabel-Lampe und Zeichnungen an der Wand von der Freundin. 
Der Affe Gori ist schon immer ein treuer Lebensbegleiter gewesen und mittlerweile im höheren Alter, darf er sein Ruheplatz als verschwiegener Untermieter ohne Zahlungen genießen.


Severins Mitbewohner Lucas ist Geografie Student. Er bewohnt das größte Zimmer der Wohnung. 
Die selbstgebaute Lampe aus kleinen, bemalten, mit Büroklammern zusammengesteckten plastik Schnapsgläser, weist auf jeden Fall auf eine kreative Ader hin. 
Der mittlerweile leere Adventskalender von Mama, hat immer noch seine Berechtigung, wenn man auf die leicht verschneiten Bäume aus dem Fenster blickt. Vielleicht füllt den der Osterhase wieder?



Schlafplatz und Schaukelstuhl sorgen für Tiefentspannung.



Eine Wohngemeinschaft ist wohnen auf Zeit. Wie lange man diese Zeit noch hier so lebt, bleibt erstmal offen. Jetzt ist es ideal. Bus-Bahn und Zugverbindungen sind fast vor der Haustür. Die Uni ist nah. Man kann fast alles auch mit Fahrrad erreichen. 
Eine der vielen internationalen Läden, Gemüsemärkte, Kioske und Imbisse, um die Ecke ist immer offen. Man hat viel Platz für wenig Geld. Das Leben ist bunt und unkompliziert, wenn man die Regeln beachtet!




Mittwoch, 20. März 2013

Mittwoch im Mittelpunkt

Mittwoch ist Mitte der Arbeitswoche. Der mühsame Start ist vorbei, das Wochenende ist noch nicht in Sicht. Wir könnten eigentlich Bergfest feiern. Den Gipfel haben wir wohl erreicht, die Hälfte ist geschafft, aber wir stecken Mittendrin. Oft bis zum Hals in Arbeit, manchmal sehen wir nicht mehr mal, wenn etwas Schönes, Spannendes den Mittelpunkt unserer Interesse zu erobern versucht.
Oft frage ich mich Mittwochs, worüber ich hier schreiben könnte? Was sollte im Mittelpunkt stehen, wenn mann mittendrin steckt?

So entschied ich mich Mittwochs einfach den Mittelpunkt zu finden.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.

Habt ihr Lust ab nächste Woche mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Diese Woche stehen im Mittelpunkt meine Schüler und ihre Arbeiten.



Seit 11 Jahren bereite ich in unserem Atelier werdende Künstler und Designer für ihren Studium vor.

Am Anfang steht meist ein Traum, Unsicherheit und unzählige Fragen:



Ich kann gar nicht so gut zeichnen....
Bin ich überhaupt begabt?
Was muss in eine Mappe?
Welche Schule wäre das beste für mich?
Ist dieser Studiengang das Richtige?




Später:

Ist meine Mappe gut genug?
Habe ich eine Chance mit meinen Arbeiten?



Für die meisten ist es jetzt die Zeit der Mappenabgabe. Sie haben hart daran gearbeitet. Viel gelernt, sicherer geworden, sind experimenteller und mutiger.




Die Unsicherheit aber bleibt.


Die Mappe ist nur ein Eintritt in die Prüfung, mehr nicht.
Die Hausaufgaben müssen kreativ in kurzer Zeit gelöst werden, und die ein bis dreitägige Prüfungen muss man nicht nur druchstehen, sondern auch bestehen.
Wir lassen sie nicht einfach ins kalte Wasser springen.


Bis zum Schluss begleiten wir sie auf ihrem Weg.
Die meisten Träume werden erfüllt. Die Arbeit hat sich gelohnt.



Endlich kann man feiern!



Sie stecken allerdings erst Mittendrin. Der Anfang ist geschafft, der Rest steht noch bevor.
Tief Luft holen und weiter machen, auch wenn noch einige schlaflose Nächte kommen!


Alle Arbeiten sind von Schülern aus dem aktuell laufenden Kursen. 


Ihr schafft es!


Dienstag, 19. März 2013

März

  


Graublaue Nebel schleichen 
  Durch winterlich Gefild,
Graublaue Berge dämmern
   Gleich blassem Traumgebild.

Der Regen rieselt leise
   Im blätterlosem Wald,
Vom kühlen Wind das Flüstern
Aus dürren Zweigen hallt.



 Im März - Ferdinand Ernst Albert Avenarius  1856-1923




Fotos: Simon Florentz

So war der März schon vor Jahrzehnten und so ist es jetzt auch. Wir müssen einfach geduldig sein. Der Frühling wird schon kommen.







 





Montag, 18. März 2013

Grüne Süppchen

Wenn Opa aus Frankfurt kommt, gibt es nicht nur tolle Sachen für Emil, sondern große Bündel grüne Kräuter für uns. Er persönlich kann mit dem "Grünzeug", selbst nach mehreren Jahren in Frankfurt, immer noch nicht viel anfangen und fügt  jedes mal völlig unverständlich hinzu: "Man isst es kalt und es ist grün".
Ja, grüne Soße ist nun mal grün und wir essen gerne auch seine Portion.
Diesmal gab es gleich zwei Bündel und ich habe mich entschieden die Eine tatsächlich warm, als Süppchen vorzubereiten. Ich glaube er hätte es trotzdem nicht gegessen, aber zu seinem Glück war er schon weg.

Die schmeckt so lecker, frisch, frühlingshaft und doch noch wärmend in den kühlen Frühlingstagen.



Frankfurter Kräutersuppe

2 fein geschnittene Schalotten oder kleine Zwiebeln in etwas Butter oder Öl glasig dünsten.
Mit 2 Eßl Mehl bestreuen und kurz anschwitzen.
1 kleine zerdrückte Knoblauchzehe hinzufügen und kurz mitschwitzen. Aufpassen dass es nicht zu dunkel wird!
Mit 3/4 Liter Gemüsebrühe aufgießen.
Schalen  einer Biozitrone reinreiben (aufpassen, nur die gelbe Schale, das Weiße darunter macht die Suppe bitter!) und etwa viertel Stunde langsam köcheln.
Inzwischen ein Bund grüne Soße Kräuter (Boretsch, Kerbel, Kresse, Schnittlauch, Pimpinelle, Sauerampfer, und Petersilie) waschen und hacken.
Die Kräuter in die Suppe geben, mit einem halben Becher Crème fraiche oder Sahne verfeinern und mit dem Pürierstab fein pürieren.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.
Mit einem wachsig (etwa 6 min) gekochtem Ei in der Suppe servieren.


Sehr lecker fand ich letzte Woche auch das Petersiliensüppchen, die fast noch grüner war und ein sehr feines Aroma hat.

2 kleine, feingeschnittene Zwiebel mit etwas Öl andünsten.
500 gr geschälte und fein geschnittenen Petersilienwurzel mitdünsten.
Mit 1 Liter Gemüsebrühe aufgießen und langsam so lange köcheln, bis die Petersilienstückchen  ganz weich sind.
1  ganz großer Bund ( ich nehme gerne glatte, sie schmecken etwas intensiver) feingehackte Petersilie und 1/2- 1 Becher Sahne oder Schmand  dazugeben.
Einmal kurz aufkochen und dann mit dem Pürierstab pürieren.
Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und eventuell mit einem gekochtem Ei und Petersilienchips servieren.

Petersilienchips: Petersilienwurzel schälen und auf dem Gemüsehobel in dünne Scheiben schneiden.
Schwimmend in Öl fritieren. Aufpassen, dass sie nicht schwarz werden.
Auf Küchenkrepp abtropfen lassen.
Kurz fritierte gekräuselte Petersilienblätter sehen auch hübsch aus und verfeinern die Suppe.




Sonntag, 17. März 2013

Geliebte Schraubenmutter

So ungemütlich, kalt, windig, mal grau mal weiß. Wir blieben lieber in der warmen Wohnung, haben gekocht, gegessen, gelesen, gespielt, gebastelt und über Opas Besuch gefreut.

Wenn Opa kommt, gibt es immer etwas ganz Besonderes für Emil, denn Opa weiß, was Emil mag. Emil mag Bücher, also jedes Mal gibt es ein neues Buch. Gerne von Janosch, denn Beide sind große Fans von Tiger, Bär und ihre Bande.
Das I Tüpfelchen oben drauf ist immer die Überraschung. Diesmal waren es eine ganze Kiste voll Schrauben, Schraubenmütter und Unterlegscheiben in allen Größen, denn Opa weiß natürlich über Emils große Schraubenliebe.


Kaum war Opa aus der Tür, ging die Schrauberei los.
Weil ich  mich so bemühte und auch einige "Rasselstangen" zustande brachte, obwohl meine Begeisterung gegenüber Schrauben ziemlich begrenzt ist - und Emil weiß es genau - bekam ich ein Dankeschön-Geschenk.


Eine Schraubenmutterkette.
Ich habe mich natürlich sehr gefreut und habe den ganzen Tag getragen. Passte gut zu meinem schicken, grauen Overall. Ich sehe darin angeblich sowieso, wie ein Werkstattleiter aus. (Von welcher Werkstatt, wurde nicht dazu gesagt).
Ich übernahm danach lieber die Fernleitung und ließ die weitere Schraub-Arbeiten von männlichen Fachkräften ausführen.



Nach dem Ergebnis zu urteilen, ist es eine Autowerkstatt für Spezialfahrzeuge.

Donnerstag, 14. März 2013

Auszeit

Heute bin ich Gast. Ich nehme mir eine kleine Auszeit bei Mima.
Habt ihr Zeit dazu zu kommen?


Ich möchte Euch eine angefangene kleine Geschichte zu Ende erzählen.

Dienstag, 12. März 2013

Held des Monats



Der Held meines heutigen Tages ist das kleine Reelein auf dem Balkon. Im Schnee versunken staunt und er mit aufgerissenen Augen über die weiße Frühlingslandschaft und spendet mir etwas Trost. Ich sitze wenigsten etwas wärmer, als er. Sonst können wir beide nur abwarten, bis der Frühling sich doch noch blicken lässt. Geduld ist das halbe Leben!
Weitere Alltagshelden findet ihr, wie jeden Dienstag, bei Roboti.

Montag, 11. März 2013

Kartoffelsuppe


In dieser Knochenkälte musste heute etwas heißes, wärmendes auf den Tisch. Die ungarische Kartoffelsuppe gehört zu den Lieblingen der Kinder. Ob mit Wursteinlage, oder vegetarisch, immer einfach lecker und sehr schnell zubereitet.
Das Rezept stammt von meiner Oma. Als Kinder nannten wir sie weiße Kartoffelsuppe (sie bereitete die ohne Karotten zu). Es ist eine regionale Speise aus der Puszta-Gegend.

Ich gebe mal das Rezept genauso weiter, wie ich sie auch bekam, ohne Mengenangaben.

Nimm einen Topf, die du voll haben möchtest.
Schäle die festkochenden Kartoffeln  und Karotten  und schneide sie in Scheiben. (etwa 5 mm dick)
Sind die Kartoffel zu groß, kannst du sie erstmal halbieren, damit sie besser in den Mund passen. Hübscher sind sie, wenn sie klein sind.
Wenn du magst, kannst du einige Räucherwürstchen in Scheiben geschnitten dazu geben. (Kabanoss, Debreziner, Pfefferwürstchen, oder ein anderer Räucherwurst passen ganz gut dazu.) Hast du unerwartete Gäste, hol statt Wurst ein Stück Räucherfleisch aus der Speisekammer und koch ein gutes Stück in die Suppe, deine Gäste werden sich freuen. (Ich habe keine auf Vorrat und ich weiß nicht mal, wo ich welche kaufen könnte, also gibt es bei uns nur mit, oder ohne Wurst)
Nimm die Mengen, wie du es am liebsten magst, oder wie du es auf Vorrat hast. Mach es bloß nicht zu dünn, man möchte auch satt werden!
Ist der Topf gut voll, gieße es mit so viel Brühe oder Wasser auf, dass alles 1-2 Finger breit mit Flüssigkeit bedeckt ist.
Für den guten Geschmack schäle eine kleine Zwiebel  und gib sie im ganzen Stück mit einigen Lorbeerblättern in die Suppe. (Später aus der Suppe fischen)
Im Sommer kannst du eine kleingeschnittene, abgezogene Tomate und einige Scheiben Paprika reinschneiden. (Heutzutage geht es auch im Winter)
Nun bringe es zu kochen. Koche es schön leise, damit der gute Geschmack rauskochen kann. Wenn die Kartoffel gar sind, mische je nach Suppenmenge viertel bis halber Liter (1-2 Becher) Schmand dazu und schmecke es mit wenig Zitronensaft oder Weißweinessig leicht säuerlich ab. Fehlt noch Salz oder Pfeffer? Na dann salze und pfeffere es eben!
Im Sommer bringe es nur lauwarm auf den Tisch und spare mit der Wurst!

Wir sind satt, gut gewärmt und wenigstens der Tellerrand erinnerte uns an den, unter der Schneedecke versteckten Frühling.





Freitag, 8. März 2013

Wohnmomente - Louise und ihre Eltern

In die dritte Runde geht es nun mit den Wohnmomenten.
Diesmal musste ich eine Weile überlegen, ob ich diese Bilder in dieser Kategorie, oder lieber separat zeige, denn ich habe hier in einigen Räumen meine Spuren hinterlassen. Ich kam dann doch zu der Entscheidung, keine weitere Wohnreihe mit meinen eigenen Arbeiten anzufangen, schließlich habe ich nur meine Hände geliehen, um konkrete Wohnträume zu verwirklichen. Ich bin dankbar, dass ich diese heute hier zeigen darf.


Unter Wohnmomenten zeige ich interessante, verrückte, künstlerische, traditionelle, geordnete, chaotische, kleine und große vier Wände von jung und alt, mit und ohne Kinder. Ob in der Stadt, auf dem Land, Haus, Wohnung oder einfach ein Zimmer, zur Miete oder Eigentum, irgendwo in Deutschland, oder anderswo, all das spielt hier keine große Rolle. Auch Design soll hier nicht im Vordergrund stehen, es soll einfach den momentanen Lebensraum von verschiedensten Menschen zeigen.
Ob sie damit glücklich sind, werden sie selber erzählen.

In der 1962 gebauten, 160 qm großen, ehemaligen Haus ihrer Urgroßmutter, wohnt die kleine Louise (10 Monate) mit ihren Eltern. Ihre Mama hat vor 12 Jahren das Haus übernommen und Stück für Stück komplett renoviert, restauriert und umgestaltet. Jetzt lebt die kleine Familie in einer wunderschönen Umgebung voller Erinnerungen.

Das Haus erstreckt sich über zwei Etagen.
Die kurze Überlegung in der Renovierungsphase, ob eine neue Treppe nötig sei, verfiel schnell und die original Mahagonitreppe aus den 60-ern durfte bleiben. Schließlich ist es nicht nur feinster Schreinerarbeit, sondern prägt den Charakter des Hauses.
Schon im Eingangsbereich kommt der wunderschöne Schlammton an der Wand vor, und es zieht beihnahe durch das ganze Haus und ergibt somit ein harmonisches Gesamtbild.


Den Farbton entdeckte die Hausherrin im Schloss Eldingen in Celle und es war Liebe auf den ersten Blick. Kurze Zeit später war sie im Besitzt einiger Eimer hochwertig und stark pigmentierter Farbeimer in ihren Traumtönen und setzte damit gekonnt Akzente, ohne den Räumen ihre Leichtigkeit zu nehmen. Aus diesem Farbton wuchsen auch die Bäume neben den Treppenstufen empor und verbinden nicht nur die beiden Etagen spielerisch miteinander, sondern auch den vom Stadtwäldchen umgebenen Garten, mit den Wohnräumen.


Die Lichtdurchfluteten Wohn- und Essbereiche im Erdgeschoss, mit Gartenblick laufen nahtlos ineinander über.
Hier wird gespeist, mit Freunden und Familie gesessen, an kühlen Abenden am Kaminfeuer sitzend, einen schönen Tropfen genießend, den Tag ausklingen lassend. Die Hausbar wächst berufsbedingt und es wird eher mehr, als weniger, denn der Hausherr bevorzugt nur ein Gläschen Monkey Gin nach einem anstrengenden Tag.
Die Möbel sind eine Sammlung aus den letzten 17 Jahren und haben die große Shabby Chick-Welle  ohne Farbschichten überstanden. Jetzt sind alle froh darüber, dass sie sich nicht von dem damals ganz aktuellen Wohntrend sich verleiten ließen. Das helle Holz harmoniert wunderbar mit dem restaurierten, original Stäbchenparkett und wird ergänzt zu der Epoche passenden belgischen Kronleuchter, aus den 60-er Jahren und dem bei Ebay ersteigerten Hirschgeweih, mit einer Datierung von 1967. Auf der Wunschliste stehen neue Esszimmerstühle einige neue Bilder für die Wohnzimmerwände und ein neues Bücherregal.


Die großen Fenster aus dem Wohn- und Esszimmer bieten einen wunderschönen Anblick auf dem 450 qm großen Garten mit Waldcharakter. Im Winter kann man am  kuscheligen weißen Sofas sitzend die zahlreichen Eichhörnchen und Vögel beobachten, im Sommer verwandelt sich die 35qm große Süd-Terrasse in ein zweites Wohnzimmer. Von hier aus  bewundert man die blühenden Waldhortensien, Farne, Hostas und Rosen.


Obwohl meist im Esszimmer gespeist wird, bietet die Küche im Erdgeschoss auch Platzt, für einen Kaffee mit leckerem selbstgebackenen Keksen oder für ein schnelles Frühstück. Für nächstes Jahr sind neue Küchenmöbel geplant, das kleine Still-Leben über der Theke, bietet schon den Vorgeschmack.


Im Obergeschoss, im hellen Elternschlafzimmer sind lauter Erinnerung - und Liebhaberstücke versammelt. Das wunderschöne Eisenbett  ist aus zwei 120 Jahre alten französischen Betten zusammengebaut. Die grüne Wandfarbe zog mit dem Schlammton ins Haus.
Die beiden Töne waren die Grundlage für die Wandmalereien. Alle weiteren Farbtöne wurden aus den beiden gemischt. Der blühende Kirschzweig nimmt jede drückende Gefühl von der Schräge und sorgt für gute Laune gleich beim Aufstehen.



Alle weiteren Möbel im Schlafzimmer gehören zu der original Möblierung der Oma.
Die massiven Eichenmöbel bekamen ihren neuen, leichten Outfit von einer Göttinger Künstlerin.
(Leider nimmt sie keine Aufträge mehr an)
In den Schubladen gefundene Fundstücke, wie z.B ein altes Foto von Opa und ein Ohrring von Oma wurden liebevoll aufbewahrt und mit eingearbeitet.


Louise hat ihr eigenes Reich in unmittelbare Nähe ihrer Eltern.
Der Wunsch bei der Wandgestaltung war zartes rosa-grau, mädchenhaft, aber nicht puppig, mit Motiven aus der Natur, Wiesen und Felder und das restliche Farbschema des Hauses sollte weitergeführt werden.
Die neutrale weiße Möbel ermöglichen eine spielerische Wandmalerei. So kann Louise unter dem blühenden Kirschbaum über Hasen, Esel und Libellen träumen.


Der am Anfang doch ziemlich massiv wirkende, aber nötige Kleiderschrank verschmilzt nach einigen Pinselstrichen fast unbemerkt mit der Wandzeichnung. Viele schöne, praktische Accessoires, sind von der Oma genäht und von Handwerkskünstlern, als liebevolle Einzelstücke hergestellt.
Die Möbel sind alle umbau- und ergänzbar oder mitwachsend, so kann die kleine Louise ihr Mädchenparadies in den nächsten Jahren bewohnen und bespielen.
Möbel von  Car Möbel und Oliver Furniture)

Die Familie ist rundum glücklich in ihrem Heim. Wie lange sie hier wohnen wollen?
Auf unbestimmte Zeit. Sie sind offen für das stetige Veränderung im Leben und Wohnen und genießen die glücklichen Momente.