Dienstag, 30. April 2013

Die adrette Küchenfeen


Nach einem schönen Wochenende mit kulinarischen Genüssen und lieben Freunden melde ich mich kurz wieder zurück und ich wünsche euch einen beschwingten Tanz in den Mai bei schönem Wetter, Sonnenschein und prickelnden Getränken.

Die adrette Küchenfeen - Stickerei und Fototransfer auf Leinwand


Meine Leichtfüßigkeit ist leider immer noch ziemlich begrenzt. Selbst, oder gerade das Sitzen, ist schon nach einigen Minuten eine Qual.
Ich hoffe es wird bald wieder. Bis dahin möchte ich mich wegen mangelnde Posts und Kommentare mich entschuldigen.
Ich wünsche Euch schöne Feiertage!

Freitag, 26. April 2013

Auf der Kirmes



Als Kind liebte ich den kleinen Kirmes, der einmal im Jahr zu Heiligenfest im Dorf aufgebaut war. Nach der Prozession und Kirchengang zogen die Dorfbewohner auf die Hauptstraße, vor der Kneipe und Tante Emma Laden, wo die bunten Buden standen.
Wir wohnten direkt der beiden Haupt-Verkehrspunkten gegenüber und beobachteten das Geschehen erst hinter dem Gartenzaun, später standen wir im Sonntagskleidchen vor der Schießbude, wo wir für Papa die Zielobjekte auswählten und drehten uns im kleinen klapprigen Kettenkarussel.
Es gab klebrige Zuckerwatte und "Türkenhonig", kleine vergoldete Ringe, mit Glitzerpapier überzogenes Jojo und viel Spaß.
Ein-zweimal im Jahr ging es nach Budapest in den Lunapark.
Es war toll im verzaubertem Schloss sich rumzuirren, oder im großen Holz- Achterbahn die Seele aus dem Leib zu schreien. Es kam alles so groß vor! Es war einfach großartig!

Als ich zum ersten Mal hier auf dem Schützenfest war, war ich absolut beeindruckt. Der Lunapark stand plötzlich im Schatten. Ich glaube ich saß in jedem Gerät was hoch und schnell war. Es war gigantisch!
Als stille Beobachterin schlenderte ich am 6. Juli 1991, mit einem dicken Bauch und ganz klassisch mit einer sauren Gurke in der Hand durch den Frühlingsfest, bewunderte noch das Feuerwerk und ging vom Kirmes in den Kreissaal. Ich saß nie wieder in einer Schleudermaschine. Ich habe seit dem Höhenangst.
Ich liebe wieder den kleinen Dorfkirmes und den nostalgischen Lunapark und gehe sehr selten zum Schützenfest.  Wenn ich aber zufällig auf eine schillernd-drehende Traumwelt treffe, zieht es mich magisch an, wie diese Kirmesplatz in einer Kleinstadt in Frankreich, aufgebaut direkt am Strand.


Ich liebe die Kindheitserinnerungen und das seltsame Verhalten ausgewachsener Zeitgenossen.


Ich liebe die kitschige, süße Farben,


die unprofessionelle Professionalität.


Ich liebe die Menschen zu beobachten. Die Besucher, die den Alltag vergessen, oder in Erinnerungen schwelgen.......


......und die Schausteller, die mal Gewinner, mal Verlierer sind.


 Mehr Kirmesgeschichten findet ihr bei Nic.

Mittwoch, 24. April 2013

Mittwoch im Mittelpunkt


Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Still war es hier in den letzten Tagen. Im Mittelpunkt standen bei mir verschiedene schmerzstillende Mittel, vom homöopathisch bis apothekenpflichtig. Langsam gewinne ich meine Bewegungsfreiheit  wieder und es rücken schönere Gedanken in den Mittelpunkt, wie z.B die angefangene Gartenarbeit.
Gerne würde ich einige Gemüsepflänzchen einsetzen.

Ich liebe schöne, große Gemüsegärten. Hätte ich einen großen Garten direkt am Haus, würde ich auf jeden Fall einen anlegen. In unseren Beeten herrscht allerdings mittlerweile Platzmangel. Meine Staudensammlung hat den Platz vom Gemüse eingenommen und die Zeit für tägliches hinfahren und gießen fehlt auch.  Ein kleines Beet neben den Kräutern und Johannisbeeren habe ich trotzdem freigegraben für paar Bohnen, Zuchini, Radieschen und Gurken.
Ich hoffe ich kann sie die Woche noch einfplanzen.

Bis dahin träume ich von wunderschönen, großen Gemüsebeeten und schwelge in den Bildern von dem Küchengarten des Schlosses Miromesnil in Frankreich.





Mitten in einem herrlichen Buchenwald liegt das Schloss aus dem 16. -17. Jahrhundert, in dem Guy de Maupassant geboren wurde. Allerdings müssen meist Schlosspark, Kapelle und Museum warten. Die meisten Besucher sind magisch angezogen von dem 2500 qm großen traditionellen Gemüsegarten.


Hinter dem großen, alten Backsteinmauern gedeihen neben Gemüse allerlei bunte Sommerblumen.


An den Mauern klettern neben Rosen, Clematis und Wein, Spalierobst.
Die Beete bieten eine kulinarische Vielfalt und genug Blühendes für üppige Sommersträuße.



In dem kleinen Gewächshaus werden neue Pflänzchen gehegt und gepflegt.


Gerard der Gärtner sorgt dafür, dass alles akkurat, ohne Unkräuter in Reih und Glied wächst.


Ich glaube, die Vögel und Schmetterlinge sind mittlerweile an seine Anwesenheit gewöhnt.


Stunden könnte ich hier in diesen üppigen Beeten verbringen und dem Gemüse beim wachsen zusehen.
Gerne würde ich für einige knackige Salat und Artischockenköpfe für Gerard unter die Hand greifen und Unkraut zupfen, oder einige Stunden unter blühenden Hortensienbüschen in einer Maupassant Novelle mich vertiefen.


Oder einfach von einem eigenen Gemüsegarten träumen.
Ach, ich glaube ich bleibe im Herzen doch ein Landkind.

Donnerstag, 18. April 2013

Schlafgemach

Wenn ich als kleines Mädchen bei meinen Großeltern zu Besuch war, schlich ich immer wieder gerne in ihr Schlafzimmer.
Ich liebte den Frisierspiegel. In der Mitte ein kleiner Hocker, rechts und links auf den Ablagen standen schöne, geschliffene Parfümflaschen auf gehäkelte Spitzendeckchen. Wenn man auf die mit Quasten verzierte Pumpen drückte, verteilte sich im Raum ein feiner Maiglöckchen-, Veilchen- oder Rosenduft. 
Seit dem wünsche ich mir so einen Frisierspiegel. Nein, keine Kommode, einen mit langem Ankleide- Spiegel.
Vor Kurzem sah ich einen im Schaufenster des Sozialkaufhauses. Einige Stunden später stand er im Schlafzimmer. Ziemlich ähnlich, wie Omas, ihre war vielleicht etwas mehr verziert. 
Ich überlege schon seit Wochen, wie und ob ich es streichen soll. Sein hochglanz poliertes dunkles Holz ist schon längst aus der Mode gekommen, aber irgendwie fasziniert mich sein alter Glanz.


So dekorierte ich die Ecke mit all den gesammelten Vintage Stücken aus verschiedenen Epochen.
Der Schmiedeeiserne Jugendstil Kerzenkronleuchter war der erste gemeinsam gekaufte Stück mit Simon, auf unserer ersten Ungarnreise. 
Die 50-er Jahre Wäschetruhe bekam ich von einer alten Dame geschenkt, von der ich damals für unseren Laden einiges gekauft habe. 
Eine der gefundenen Bertoia Stühle steht jetzt auch hier.
Den Tapetenstreifen mit 50-er Jahre Modemotiven habe ich in einem alten, vor Abriss stehenden Gartenhäuschen von der Wand gezogen. 
Die Kristall Bonbonieres fand ich letztes Jahr mit vielen anderen schönen Tellern, und Schalen in einer Kiste am Straßenrand. Seit dem warten sie auf Einsatz. Jetzt haben sie endlich Platz und eine neue Aufgabe. 


Die Wand habe ich schon vor Jahren mit der Pigmentlasur versehen. 
Die Stehleuchte stand beim Bezug unserer ersten Wohnung ganz verlassen in den leeren Räumen. Vielleicht hatte er die Aufgabe unseren neuen Weg zu beleuchten. Seit dem wird er gehütet. 
Mein Nachttischchen ist ein rollbarer Servicewagen aus den 60-er Jahren, von Simons Eltern. 


Dem Bett gegenüber habe ich die Bilderrahmen neu sortiert. Alt und neu, Kunst, Handarbeit und Gefundenes hängen unbeschwert nebeneinander. 


Jetzt weht ein frischer Frühlingswind und wenn ich die Augen zumache meine ich den ich den Duft von Maiglöckchen und Veilchen zu riechen.

Mittwoch, 17. April 2013

Mittwoch im Mittelpunkt- Wilder Grün


Mittwoch ist Mitte der Arbeitswoche. Der mühsame Start ist vorbei, das Wochenende ist noch nicht in Sicht. Wir könnten eigentlich Bergfest feiern. Den Gipfel haben wir wohl erreicht, die Hälfte ist geschafft, aber wir stecken Mittendrin. Oft bis zum Hals in Arbeit, manchmal sehen wir nicht mehr mal, wenn etwas Schönes, Spannendes den Mittelpunkt unserer Interesse zu erobern versucht.

Oft frage ich mich Mittwochs, worüber ich hier schreiben könnte? Was sollte im Mittelpunkt stehen, wenn mann mittendrin steckt?

So entschied ich mich Mittwochs einfach den Mittelpunkt zu finden.

Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!

Heute rückt ein tolles Kochbuch in den Mittelpunkt und damit auch meine Freundin Krisztina.
Sie ist immer wieder für Überraschungen bereit.
Ganz still, ohne große Worte arbeitete sie, als Foodstylistin mit  zwei Kolleginnen an einem tollen Kochbuch, um dann genau zum Saisonstart mit dem Erscheinen des wilden Grünes zu überraschen.



Ich war schon vom Titel begeistert. Wildkräuter finde ich in der Küche und auch im Garten mehr, als spannend. Als ich dann das Buch endlich in den Händen hielt, stieg meine Begeisterung von Seite zur Seite.
Wunderschön gestaltete Fotos und fantastische Rezepte, inspiriert von Wald und Wiesen.
Neben Brennessel, Beinwell, Bärlauch, Waldmeister, Löwenzahn und Girsch spielen Wildrosen und Holunder, Walderdbeeren und Hagebutten die Hauptrolle.

Die Bilder lassen das Wasser im Mund zusammen laufen und am liebsten möchte man gleich loslegen.
Ich schnapp mein Körbchen und verschwinde im Garten.
Ab Heute habe ich den Girsch zum Fressen gern!

Krisztinas Lieblingsrezept und Empfehlung aus dem Buch, ist das Beinwellröllchen mit Wildkräutertomaten.


Einfach verführerisch!
Hier könnt ihr ein bisschen rumblättern, oder gleich das Buch schnappen!

Dienstag, 16. April 2013

Apfelmännchen

Vor Kurzem war Emil zum Geburtstag seiner Kindergartenfreundin eingeladen.
Als Begleitung nahm er ein hübsches Apfelmädchen mit.
Das Vorbereiten und die Vorfreude haben die Zeit  bis zum Losgehen gut überbrückt.
In den letzten Tagen sind noch einige weitere Apfelfreunde geboren und waren allesamt zum Anbeißen.




Die Zutaten sind meist in der Küche und Kühlschrank zu finden.
Stabile Holzstäbchen - z.B vom letzten, asiatischen Essen - als Grundgerüst.
Äpfel für Körper und Kopf, Karotte oder ganz kleine Radieschen für die Nase, Blätter für das Röckchen. Gut eignen sich glatte Petersilie oder auch Loorbeer. Krause Petersilie und Rosmarinnadel ergeben eine gute Frisur. Für die Arme eignen sich Zimtstangen am besten. Leider hatte ich keine mehr, so nahm ich die festeren Stängel der Petersilie.
Mit kleinen essbaren Blüten, wie  Gänseblümchen, Kamille, Lavendel oder Kapuzienerkresse kann man für eine Mädchenfigur schnell ein hübsches Outfit zaubern.



Jetzt wird nur noch gesteckt.
Die Äpfel aufspießen, für die Nase die Karotten anschnitzen, ein kleines Loch in den Apfel bohren und  die Rübe reinstecken. Beim Radieschen habe ich ein Stück grünen Stunk drangelassen.
Für Augen, Mund, Knöpfe und zum Befestigen der Blätter eignen sich am Besten die Nelken.
Schnell können selbst kleine Kinder damit ein Gesicht zaubern. Röcke, Schal, oder Kragen auch einfach damit "annageln". Um Blüten und Blätter für Haare in den Apfel zu kriegen, sticht macht man am besten zuerst mit einer Nelke kleine Löcher. So sind auch weichere Stängel einfacher zu befestigen.
Zimt, oder andere grüne Stängel als Arme platzieren.
Fertig ist das Apfelmännchen zum Verschenken, oder  zum selber behalten.



Obst essen kann so viel Spaß machen!

Montag, 15. April 2013

Das verführerische Huhn

Dieser Post ist nicht für vegetarische und veganer Zuschauer geeignet!

Der Anlass, um einen Brathuhn zu machen war, der vor Kurzem auf dem Flohmarkt erstandene Spieß. Ich wollte ihn unbedingt auf seine Gebrauchsfähigkeit testen. 
Also, es gab Brathuhn am  Spieß.

Um unseren Gockel ein Dankeschön auszusprechen, wurde er mit bester Kräuterbutter massiert, und mit allerlei frischen Kräutern und Zitrone gefüttert, bevor er  im Hünchensolarium verweilen durfte. 


Dort wärmte er sich fast eine Stunde, bis er sich knusprig, goldbraun und duftend rauskam und uns zu verführen versuchte. 
Allerdings bettelte er fast, um endlich vom Spieß absteigen zu können, bevor sein zartes Fleisch komplett ruiniert ist. 

Fazit: Das Huhn ein Gedicht, der Spieß, ist eher für kleinere Teile geeignet, oder ich muss noch einen Bräuler-Bräterkurs besuchen, um die richtige Technik zu erlernen. 
Nächstes mal gibt es keine kühne Turnübungen, bequem auf dem Blech liegend ist schonender für die Figur, sonst braucht man allerlei kosmetische Mittel, um in Form zu bleiben.


Die Geheimnisse des verführerischen Huhns:

Ein Luxuseben im Freien, mit allerlei erstlklassigen guten, Speisen von satten grünen Wiesen, knackigen Körner und viel Bewegung.
Für die Hautpflege: 
Kräuterbutter, mit viel-viel Kräuter und Knoblauch zubereitet und vorsichtig unter! die Haut massiert. 
Etwas davon kommt mit einer ganzen Biozitrone, ein Bund frische Kräuter und einigen kleinen ganzen, ungeschälten Knoblauchzehen auch in den Bauch. 
Mit dem klitzekleinen Rest die Haut vorsichtig einrieben und mit etwas Salz bepudern.
In der vorgewärmten Hitzekammer 45-60 Minuten verweilen, bis das Fleisch butterweich, zart und die Haut knusprig und leicht gerötet ist. 
Elegant auf einem Couscousbett liegend,  kann bestimmt keiner wiederstehen. 
(Die herrlich duftene, weiche Zitrone über dem vorbereiteten Couscous aufschneiden und den Saft sowie Bratfett und die gebackenen, weichen, aus der Schale gedrückten Knoblauchzehen drunterheben.
Als Begleitung einen frischen Salat dazu reichen.)

Freitag, 12. April 2013

Wohnmomente - Isabelle und Carsten

Heute lade ich Euch für einen Moment zu Isabelle, Carsten und ihren beiden Kinder Johan (5) und Lasse  (3) ein.

Unter Wohnmomenten zeige ich interessante, verrückte, künstlerische, traditionelle, geordnete, chaotische, kleine und große vier Wände von jung und alt, mit und ohne Kinder. Ob in der Stadt, auf dem Land, Haus, Wohnung oder einfach ein Zimmer, zur Miete oder Eigentum, irgendwo in Deutschland, oder anderswo, all das spielt hier keine große Rolle. Auch Design soll hier nicht im Vordergrund stehen, es soll einfach den momentanen Lebensraum von verschiedensten Menschen zeigen.

Ob sie damit glücklich sind, werden sie selber erzählen.

Die Beiden zogen vor 9 Jahren in die 90 qm große 4 Zimmer Wohnung, in zentrale Stadtlage.
Nach mehreren Umzügen in Deutschland, Italien und Amerika blieben sie hier standhaft.

Seit der Geburt der Söhne änderte sich die Raumaufteilung und die Funktion der Räume schon zum zweiten Mal. Das Ehemalige Arbeitszimmer wurde erst Kinderzimmer, später Elternschlafzimmer, damit die Jungs in ihrem gemeinsamen Kinderzimmer mehr Platz zum Spielen haben.

Das Wohnzimmer mit Balkon hat sein Platz nicht gewechselt und lädt von Anfang an zum Entspannen ein. Es ist hier zwar keine Kinder-, aber Spielzeugfreie Zone.



Das große BB Italia Sofa bietet genug Platz für die ganze Familie und zog tatsächlich erst mit den Kindern ein. Der Bezugsstoff hat sich trotz seiner Helligkeit bewährt. Der ist komplett abziehbar und nach Bedarf unproblematisch zu reinigen. 
Den grau lackierten Beistelltisch baute Isabelles Papa, der als Holztechniker gearbeitet hat und in seiner Freizeit immer noch gerne an neuen Produkten tüftelt.
Der, vom mittlerweile zu den Designklassiker zählenden E15 Backenzahnhocker inspirierten Holzhocker, ist  ein Nachbau von Carsten, der gelernter Tischler ist und als Produktentwickler arbeitet.
Neben Omas neu bezogenem Coctailsessel aus den 50-er Jahren, gesellen sich ausgewählte Kunst- und Designobjekte.
Das Foto vom Tim Walker war ein gemeinsames Geschenk zum Geburt des ersten Kindes.


Die Buchstaben zogen nach und nach vom Freundts ein, die darauf rastenden Vögel, mit hellem und dunklen Augen, für Johan und Lasse, sind vom Architectmade.
Die Pez Figuren sind eine relativ neue, kleine Sammlung von Isabelle, die eher nostalgische Werte hat.


Das Esszimmer wird vom großem, massivem, selbstgebautem Tisch dominiert der schon als Hochzeitstafel gute dienste leistete.
Es ist der Haupt-Aufenthaltsraum der Familie. Hier wird gegessen, gespielt, gebastelt. Kleine Nachwuchs-Konstrukteure haben hier ihre eigene Arbeitsecke und können jederzeit an neuen Holzkonstruktionen werkeln.


Das Küchenbuffet hat schon Uromas Geschirr beherbergt.
Die silberfarbene Bonbons - zwar ursprünglich auch zum Vernaschen gedacht - sind Kunstobjekte vom kubanischem Künstler Felix González Torres und stammen aus der Fraenkel Gallery in San Francisco, wo Isabelle arbeitete.


Kulinarische Werke zum Vernaschen entstehen in der kleinen, gemütlichen Küche.
Kaffekultur wird großgeschrieben und nicht nur sie, sondern auch die Gäste werden mit bestem Espresso oder anderen Kaffeekreationen verwöhnt.
Als Küchenoberschrank dient das obere Teil eines alten Küchenbuffets.


Das Kinderzimmer ist eine bunte, fröhliche Mischung von Flohmarktschätzen, Familienerbstücken und aktuellem Design.
An dem Flötotto Tisch saß schon die Mama, als kleines Mädchen, die Wilkhahn Stühle sind von Walter Papst designt.


In Lasses Bett schlief damals die Oma und unter der Graziela-Bettwäsche träumte in den 70-er  der Papa.
Das schöne Eisenbett von Johan, fand Isabell noch als Studentin in Leipzig.



Von hier stammt auch die Kommode im Schlafzimmer.
Die Kaiser Idell Lampe leuchtete in seinem früheren Leben bei den großeltern, das Kästchen ist ein Werk Isabells Papa. Jezt werden nicht nur Modeschmuck, sondern auch Kästchen liebevoll gehütet.

Isabelle und Carsten träumen mittlerweile über ihren nächsten Schmuckkästchen.
Demnächst ziehen sie in ihre neue, größere Eigentumswohnung um, wo der Einrichtungsspaß von Vorne anfangen kann.



Donnerstag, 11. April 2013

Ein schöner Garten darf nicht warten!


Meine Pflänzchen warten nun auch sehnsüchtig auf das auspflanzen und meine Finger kribbeln bereit. Ich will buddeln, ich will die Erde riechen, Samen säen, gießen, den Setzlingen Kraft zusprechen und beim wachsen zuschauen, sie vor Unkraut schützen.

Jede freie und trockene Minute rennen wir raus. Die Höllenmaschinen haben ihre Arbeit erledigt. Der Rasen ist vertikutiert, die Hecke ist vorbildlich geschnitten. (Wieso müssen all diese Gartengeräte, so einen Krach machen, selbst die Vögel nehmen die Flucht). 
Das, im Winter gebaute Nisthäuschen hängt und ist mit Familie Meise frisch bezogen, unser Igel ist wach, die Regenwürmer sind fleißig. Wir freuen uns über die ersten Blumentöpfchen, sie zaubern einfach gute Laune und verkünden: Der Frühling da!

Ein schöner Garten darf eben nicht warten und pflanzen macht Spaß, ob im Garten, Balkon, Fensterbank, oder doch  Guerilla Gardening?
Ja, lass uns paar Samenbomben werfen und die Welt zum Blühen bringen!


Habt ihr Lust mitzumachen? Macht einfach ein vorher-nachher Foto von Eurem geheimen Guerilla    Gärtchen und lass uns in einigen Wochen eine kleine virtuelle Gartentour durch die neu entstandenen öffentliche Gartenfleckchen machen!  Bin gespannt, welche trostlose Plätze ihr in kleine Paradiese verwandeln werdet und wieviele Gärtner dabei sein werden.

Tipps für zukünftige Guerilla Gärtner findet ihr hier.
(Achtet ihr bitte darauf, dass ihr kein Privateigentum verletzt und alles schöner hinterlässt, als es vorher war!)
Weitere Inspirationen: z.B aus New York City, aus England, Italien, oder gleich zum mitmachen in Deutschland und in Österreich

Wenn ihr mitmacht, könnt ihr das Bildchen mit einem Link hier für Euren Blog verwenden!






Mittwoch, 10. April 2013

Mittwoch im Mittelpunkt

Mittwoch ist Mitte der Arbeitswoche. Der mühsame Start ist vorbei, das Wochenende ist noch nicht in Sicht. Wir könnten eigentlich Bergfest feiern. Den Gipfel haben wir wohl erreicht, die Hälfte ist geschafft, aber wir stecken Mittendrin. Oft bis zum Hals in Arbeit, manchmal sehen wir nicht mehr mal, wenn etwas Schönes, Spannendes den Mittelpunkt unserer Interesse zu erobern versucht.
Oft frage ich mich Mittwochs, worüber ich hier schreiben könnte? Was sollte im Mittelpunkt stehen, wenn mann mittendrin steckt?

So entschied ich mich Mittwochs einfach den Mittelpunkt zu finden.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Heute stehen mehrere Fragen im Mittelpunkt. Auf Ankes Blog keine Bärchen  beantworte ich einige davon in  einem Interview
Ja, auch die Altersfrage. Ich habe mich auch entschieden.



Im Mittelpunkt steht auch mein Kleiderschrank, die ich gnadenlos durchsortieren muss.
Ich musste feststellen, dass die Farbigkeit ziemlich auf einige Töne beschränkt ist.
Vielleicht sollte ich es ändern.



 Da wären auch noch meine Haare. Der Friseurtermin war schon bitter nötig, sonst ist ja vorbei mit "coucou".



Das Ergebniss? Ich kann keinen Zopf mehr machen! Was habe ich bloß getan! Ich möchte nicht wissen, wie ich morgen nach dem Aufstehen aussehen werde. Mein geliebtes, rettendes Haargummi! Vielleicht doch lieber beige?

 

Dienstag, 9. April 2013

Bedenkzeit

Der Frühling spielt nicht nur mit uns, sondern auch mit ihren kleinen Botschaftern. Er ließ sie in diesem Jahr schon öfter von einigen Sonnenstrahlen hervorzulocken, um sie dann immer wieder unter einer dicken, weißen Schneedecke zu verstecken.
Langsam etwas ermüdet richten sie uns wiederholt aus: Der sehnsüchtig erwartete Frühling braucht immer noch Bedenkzeit und stehen tapfer im Schneeregen weiter. 


Auch in der Blumensprache tragen die kleinen zarten Köpfchen die Bootschaft: "Dräng mich nicht! Ich brauche noch Zeit, um mich zu entscheiden!"

Lieber Frühling, wir haben mal mehr, oder weniger geduldig, aber nun genug, gewartet! Lass endlich deine Frühlingsboten ihre Arbeit würdevoll in voller Blüte beenden, belohne uns mit einer reichen Blütenpracht und warmen, sonnigen Tagen!

Montag, 8. April 2013

Gurkenrelisch

Diesen wunderbar frischen, duftenden Gurkenrelisch hat Simons Bruder für unseren Osterttafel gezaubert. Einige Gläschen habe ich versucht für den Grillsaison zu retten. Ich befürchte nur, bis dahin werden sie ohne Inhalt im Regal stehen. Sie neu zu befüllen lohnt sich allemal.



Die Zutaten:

1 Salatgurke, 1 Tl Salz, 1 mittelgroße feingehackte Zwiebel, 1/2-1 Tl Senfkörner, 1 Lorbeerblatt, 50 gr Zucker, 50 ml Weißweinessig, nach Belieben 1 kleine, zerdrückte Knoblauchzehe, 1 Eßl gehackter frischer Dill, oder Koriander, eventuell klein geschnittene rote Paprika oder Chili

Bei uns wurden gleich 6 Gurken verarbeitet.


Die Gurken schälen, halbieren und das Kerngehäuse mit einem kleinen Löffel auskratzen. 
Das Gurkenfleisch ein fein würfeln in eine Schüssel geben, salzen und einige Stunden ziehen lassen.


Gurken gut ausdrücken. Dazu hat er den Tuchtrick verwenden. Gleich nach dem Salzen gab er die Gurken in ein Küchentuch und stellte er das ganze in ein Sieb. So konnte ein Teil des aus den Gurken gezogenes Wassers gleich abtropfen. Zum Schluss wurden noch einmal ordentlich im Tuch ausgedrückt.


Die Zwiebeln anschwitzen. Paprikawürfel und Knoblauch dazu geben, kurz erhitzen. Die Gurkenstücke dazu geben. Mit Zucker und Essig, Senfkörner und Lorbeerblatt würzen, alles gut verrühren und langsam 15-20 Minuten köcheln lassen. 


Zum Schluss die feingehackten Kräuter dazu geben und noch heiß in sterilisierte Gläser füllen.
Es ist köstlich zum gebratenem Fisch, Fleisch, oder einfach als Snack zu einem diesen knusprigen dünnen Fladen

Donnerstag, 4. April 2013

Küchentisch

In mehreren Kommentaren wurde ich schon auf unseren Küchentisch angesprochen. So widme ich den heutigen Post, dem guten, alten Stück.


Er hat schon bestimmt so einiges in seinem Leben gesehen.
Simon fand ihn vor vielen Jahren beim Trödler. Die alte, bröselige Linoleumplatte hat er sorgfältig abgekratzt und abgeschliffen. Farbschichten hatte er keine, so reichte an den restlichen Stellen ein feiner Schönheitsschliff. Es wurde leicht geölt und diente erst in seinem WG Zimmer, später in unserem Atelier, als Schreibtisch.
Als wir vor 9 Jahren in diese Wohnung zogen, freute ich mich riesig, endlich eine Küche zu haben, wo er wieder seine alte Aufgabe, als Küchentisch aufnehmen durfte.
Ich lasierte ihn allerdings weiß.
Seit Jahren steht er nun da und die Tischplatte hat immer mehr Gebrauchspuren, oder sind es Schönheitsfalten? Vielleicht spende ich mal ein Döschen Farbe, als Belohnung für fleißige Dienste und schenke ihm einige, wenige Pinselstriche, schließlich ist der wirklich unser meistbenutztes Möbelstück.




Tagsüber wird hier gegessen, geknetet, gehackt, vorbereitet, abgestellt, dann wieder weggeräumt, gekleckert und abgewischt. Gern mit einem Espresso in der Hand in Kochbüchern gestöbert, auf der Suche nach der nächsten kulinarischen Selbstverwöhnung.
Emil sitzt abends oft neben dem Radio, hört Ohrenbär und zeichnet noch ein Gute Nacht-Bild, Später sitzen wir mit einem Glas Wein und lassen den Tag ausklingen.
Meist bleibt man auch mit Freunden hier hängen.  Er scheint doch eine magische Anziehungskraft zu haben, unser alter Küchentisch.
Ich liebe es im Sommer bei offenem Fenster zum Balkon, dem Vögel zwitschern hörend hier zu Schnippeln und dann den Tisch zu decken.
Essen ist fertig!

Vielleicht habt ihr noch so ein alter Tisch, die ihr auf diese Weise aufarbeiten möchtet?

So macht man:

In den Baumärkten gibt es eine Farbe, die heißt Lack-Lasur. Es ist nicht, wie herkömmlicher Lasur. Es zieht nicht so stark in das Holz rein, sondern bleibt auf der Oberfläche, aber es ist auch nicht so dicht, wie ein Acryl Lack. Die Lasur ist auf Wasserbasis und gibt es in vielen Farben. Die lasierte Fläche braucht keine weitere Behandlung, ist sehr pflegeleicht und abwaschbar.

Die behandelnde Fläche muss gut entfettet sein. Ihr könnt es am einfachsten mit Laugen-Wasser tun (ebenfalls im Baumarkt, in Pulverform zum selbst anrühren zu kaufen), oder mit einem feinem Schleifpapier  die Flächen anschleifen. Bei der Lauge hält ihr Euch am besten auf den Herstellerhinweis und passt auf, dass der Boden und weitere Gegenstände keine Spritzer abbekommen. Am besten alles mit Folie abdecken.
Wenn die Fläche gut durchgetrocknet ist, bringt ihr die Farbe mit einem breiten Lasurpinsel dünn in Maserungsrichtung auf. Es muss nicht so gleichmäßig sein.
Möchtet ihr die Fläche stärker pigmentiert haben, kommt  nach dem Trocknen noch eine Schicht darüber. Sind Gebrauchspuren erwünscht,  zieht ihr mit einem trockenen Pinsel, oder reibt mit einem Tuch etwas halbgetrocknete Farbe ab. Wichtig ist, immer in Richtung Maserung zu arbeiten.
Gut trocknen lassen und an dem Ergebnis erfreuen. Viel Spaß dabei!

Mittwoch, 3. April 2013

Mittwoch im Mittelpunkt


Mittwoch ist Mitte der Arbeitswoche. Der mühsame Start ist vorbei, das Wochenende ist noch nicht in Sicht. Wir könnten eigentlich Bergfest feiern. Den Gipfel haben wir wohl erreicht, die Hälfte ist geschafft, aber wir stecken Mittendrin. Oft bis zum Hals in Arbeit, manchmal sehen wir nicht mehr mal, wenn etwas Schönes, Spannendes den Mittelpunkt unserer Interesse zu erobern versucht.
Oft frage ich mich Mittwochs, worüber ich hier schreiben könnte? Was sollte im Mittelpunkt stehen, wenn mann mittendrin steckt?

So entschied ich mich Mittwochs einfach den Mittelpunkt zu finden.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!

Heute rückt etwas praktisches in den Mittelpunkt.

Seit einiger Zeit bin ich schon auf der Suche nach einem Brotkasten. Nein, wir haben bisher tatsächlich keinen gehabt. In Leinentuch eingeschlagen sehen die Brote auch hübsch aus, aber trocknen ziemlich schnell aus. Ich hätte gerne etwas, Schlichtes, Praktisches, etwas was auch auf dem Küchentisch stehen bleiben kann, ohne zu stören und  gerne schwarz.
Vor Ostern zog dann die schlichte, mattschwarze Schönheit Rig-Tig von Stelton, dank dem tollen Onlineshop spuersinn24  bei uns ein und durfte gleich seine Dienste mit der Aufbewahrung vom frischgebackenem Brot anfangen.


Sponsored by spuersinn24.com
Der Bambusdeckel dient, als Schneidebrett und ist somit immer gleich griffbereit.
Das schlichte Design ist genau das, was ich gesucht habe und das matte Schwarz inspiriert mich zu einigen hoffentlich keine "Schandtaten", was das aussehen unserer Küche betrifft. Darüber lieber später. Erst muss ich noch weitere Stimmen gewinnen, bevor ich loslegen darf.


Weil ich meine ganz ehrliche Meinung verraten darf, flüstere ich ganz leise zu:
Etwas eigensinnig ist die Diva in dem kleinen Schwarzen schon. Sein hübscher Deckel zieht sich leicht von der Feuchtigkeit im Brot zusammen, als würde er ein bisschen die Nase rümpfen und liegt nicht mehr ganz plan auf seinem Haupt.
Wir verzeihen den kleinen Schönheitsfehler, ein leichter Luftzug hat dem Brot bisher auch nicht geschadet und beim regelmäßigem umdrehen, nimmt es wieder seine Form an. Eine kleine Aufgabe, um das morgendliche Denkvermögen anzukurbeln.