Donnerstag, 30. Mai 2013

Fortuna sucht....

Gewinnkandidaten.

Ob es ein Anlass für ein Gewinnspiel gibt? 
Oh, ja! Der himmlische Hahn wurde kurz abgedreht und sogar die Sonne blinzelte kurz durch die Wolken hinunter. Vielleicht kommt der Sommer irgendwann doch noch zur Besuch und wir können ihn mit einem leckeren, kühlen, erfrischenden Drink begrüßen. 
Bis dahin nutzen wir die Zeit und machen es uns drin gemütlich, oder wandern wir in Regenmäntel und Gummistiefeln durch den nassen, aber üppig grünem Wald und Flur, sammeln wilde Wiesenkräuter, duftende Blüten und saftige Beeren, verwandeln sie in leckere Gerichte und genießen einfach. Vielleicht lässt sich Frau Sommer verführen, gesellt sich zu uns und verweilt sich ein Weilchen an unserer Seite. 

Um etwas Spannung in die Wartezeit zu zaubern startet nun heute dieses kleine Gewinnspiel und endet nächsten Freitag - hoffentlich im Sonnenschein.
Hinterlasst hier einfach einen Kommentar, wenn ihr gerne Fortuna begegnen möchtet und eine ihrer Geschenke Euch Freude bereiten würde. 

Verlost werden schön gebundenes, wildes Grün in Buchformat.



Ein Blatt Papier in Größe A4 mit frei wählbarem Motiv, aus meinem neu gestarteten Shop. (Die Tage kommen noch viele andere Bilder dazu)



Und einige bunte Longdrink-Löffel im Sommeroutfit. 



Danke für Krisztina, die das Buch und für den Onlineshop, spuersinn24, der die Löffel zur Verfügung gestellt haben. 
Nun nur noch viel Glück!

Mittwoch, 29. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Plätschernder Sommerregen


Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.

Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet



Heute steht nicht nur der hartnäckige Regenwetter im Mittelpunkt, sondern auch mein seit Monaten geschlossener DaWanda Shop, der jetzt wieder seine virtuelle Tore öffnet. Langsam plätschern dort mit dem Sommerregen auch einige andere Kunstdrucke ein und warten darauf, dass sie einige Plätzchen, an noch freien Wandflächen füllen können.


In den nächsten Tagen werden noch weitere Motive unserer Zeichnungen, Malereien und einige
Fotografien folgen. Alle in limitierter, signierter, hochwertigen Fine Art Print Qualität.
Vielleicht habt ihr Lust vorbeizuschauen?

Eine schöne Wochenmitte wünsche ich Euch!

Dienstag, 28. Mai 2013

Beeren- oder Rhabarbertarte

Ich muss zugeben, ich esse selten Süßigkeiten. Schokolade und  süße Snacks reizen mich gar nicht.
Allerdings liebe ich kleine feine Kuchen und Desserts. Am liebsten wenig süß und mit einer besonderen Note, die den Gaumen kitzelt.
Vor Kurzem durfte ich diesen leckeren Beerentarte verköstigen. Die duftenden, fruchtigen roten Beeren auf knackigem Boden in zarter Vanillecreme gehüllt, haben mich gleich veführt.
Ich schicke dem Konditor die Bestnote und danke für das Rezept, den er irgendwann, irgendwo gefunden, ausgeschnitten, archiviert und für uns gebacken hat.



Zutaten:
für den Boden: 150 g Mehl, 100 g Butter, eine Prise Salz, 60 g Puderzucker, 1 kleines Ei, Backerbsen zum Blindbacken

Alle Zutaten rasch verkneten, für eine halbe Stunde kühl stellen, ausrollen und in eine 20 cm Tarteform damit auslegen. Backpapier über den Teig decken,  mit Backerbsen beschweren und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad vorbacken.

Für die Füllung:
beim Beerentarte 350 gr gemischtes Beerenobst (auch abgetauter, TK Obst ist verwendbar),
120 g Zucker, 2 Eier, 200 ml Sahne, 50 ml Milch, 30 g. Mehl, ausgekratzter Mark zwei Vanillestangen.
Sollte es statt Beeren ein Rhabarbertarte werden, nimmt man 300 g geschälte Rhabarber und 25 g Himbeeren.

Die Beeren  oder den in etwa 1 cm Stücke geschnittenen Rhabarber auf einem Blech verteilen, 80  g Zucker und dem Mark einer Vanilleschote darübergeben und 2 Stunden stehen lassen.  Beeren auf den vorgebackenen Boden mit dem gebildeten Saft zusammen verteilen.
Die Rhabarber erst in den Ofen schieben und bei 160 Grad noch bissfest garen und erst dann auf den Boden verteilen.

Eier, Sahne, Milch, Mehl, den restlichen Zucker und den Mark der zweiten Vanilleschote vermengen, halbe Stunde ziehen lassen. Auf dem Kuchen über dem das Kompott verteilt ist gießen und bei 160 Grad halbe Stunde backen.



Etwas Zeitaufwendig, aber ein Gedicht auf dem feinen Kaffeetafel an einem frühsommer Nachmittag.




Montag, 27. Mai 2013

Traumstrände - Strandträume

Der Traum von Sonne, Strand, Meer und Wärme hat mittlerweile auch Emil gepackt.


Am Wochenende zog er sich mit einigen Frischhaltedosen ins Badezimmer zurück und baute seine eigene, kleine Wasserwelten.
Fast zwei Stunden tauchte er in der wohligen Wärme des beheizten Badezimmers unter. Für (fast) passende akustische Untermalung sorgten der strömende, ans Fenster peitschende Regen und das Plätschern der Regenrinne. Mit ein bisschen Fantasie konnte man die, als Meeresrauschen deuten.

Also Deckel auf und lass uns untertauchen!


Selbst der kleine Pinguin rettet sich mittlerweile auf wärmere Gewässer.



Vielleicht hat der Delphin die Sonne gesichtet?



Nachdem wir uns mit den abgetauten Wintereintöpfen erwärmt haben, können wir in den leer gewordenen Dosen gleich die Träume und Erinnerungen an heiße Sommertage und Strände konservieren, nach Bedarf uns auf Traumstrände retten und wenigstens in Gedanken Sonne tanken.


Zutaten:
Vorratsdosen, kleines Plastikspielzeug z.B. aus Überraschungseier, vom Flohmarkt, Playmobil und Lego, Muscheln, Steine und Sand von vergangenen Strandtagen, kleine Schätze, wie Glassteine und Murmeln, eventuell wenig Wasserfarbe und viel Fantasie.






Donnerstag, 23. Mai 2013

Wohnmomente - Yvonne und Frederik

Die vielen Maifeiertage haben die Wohnmomente für kurze Zeit pausiert, um so neugieriger können wir heute bei Yvonne, Frederik und dem 3,5 jährigen Len für einen Moment verweilen.


Unter Wohnmomenten zeige ich interessante, verrückte, künstlerische, traditionelle, geordnete, chaotische, kleine und große vier Wände von jung und alt, mit und ohne Kinder. Ob in der Stadt, auf dem Land, Haus, Wohnung oder einfach ein Zimmer, zur Miete oder Eigentum, irgendwo in Deutschland, oder anderswo, all das spielt hier keine große Rolle. Auch Design soll hier nicht im Vordergrund stehen, es soll einfach den momentanen Lebensraum von verschiedensten Menschen zeigen.

Ob sie damit glücklich sind, werden sie selber erzählen.


Die 80 qm große 3 Zimmer Altbauwohnung ist ihr erstes gemeinsames Zuhause.
Frederik wohnte vorher zwei Etagen tiefer, in einer 40 qm Einzimmerwohnung, Yvonne hoch schwanger, mit einem Fuß noch in Berlin, mit dem anderen in den kleinen vier Wänden bei Frederik, als die Wohnung auf der 4. Etage in Dachgeschoss höhe frei wurde.
Es gibt einige Städte in Deutschland, wo man solche Gelegenheiten ohne viel nachzudenken sofort wahrnehmen muss. So meisterte sie den Umzug voller Begeisterung alleine, während Frederik bei Dreharbeiten in der Türkei, als Kameraassistent sich aufhielt.
Der neue Wohnungsschlüssel war bei der Ankunft ein riesen Überraschung. Len durfte dann einige Wochen später auch in die zwar noch halbfertige, aber immerhin geräumige Wohnung nach Hause kommen und dem Familienabenteuer einen Anfang setzen.


Beim Einzug waren alle Räume mit einem noch relativ neuen, hochwertigen Sisal Bodenbelag ausgelegt, worüber sie sich gefreut haben, denn die Dielen darunter waren angeblich nicht mehr in Ordnung. Vor Kurzem entschied sich Yvonne doch noch drunter zu schauen. Oh ja, tatsächlich Dielen, aber in welchem Zustand? Trotzdem räumte sie mutig das ganze Zimmer und zog den Sisalteppich ab. Es folgten tagelange schrubben und schleifen. Alle Farbreste wurden sorgfältig entfernt und das Holz zum Schluss geölt. Erst dann kam die wunderbare Farbe und Maserung, des noch original Pitch Pine Bodens vom Vorkriegszeit zum Vorschein. Ganz euphorisch setzten sie die Arbeit im angrenzenden  Schlaf-Arbeitszimmer weiter.
Die Mühe hat sich allemal gelohnt. Auf dem edlen Holzboden kommen die ausgewählten Möbelstücke  richtig zur Geltung.

Über dem Sofa, mit einem ganz bewusst gewählten kinderfreundlichen Bezug, hängen über die Jahre gesammelten Kunstwerke. Neben dem Limitierten Druck von Pierre et Gille gesellen sich japanische Drucke, ein altes Filmplakat und moderne japanische Grafik.


Um den Hay Esstisch stehen alte Z Stühle, die sandgestrahlt und im hellen Grau neu lackiert wurden.
Die Grafik darüber von All the Way to Paris aus Koppenhagen, ist das Neuste in der Sammlung
Der weiße Interlübke Schrankwand aus den 60-er Jahren vermachte ihnen die Vormieterin und bietet genügend Platz für Bücher und Frederiks Musikleidenschaft.


In beinahe jede Ecke findet man spannende, inspirierende Arrangements.
Flohmarktfunde, wie das alte Kartenregister, das neue Stringregal, vintage Vasen oder der alte Reisekoffer werden von der Ausstellungs-Designerin Yvonne, ins neue Licht der Foscarini Stehleuchte und der 70 er Jahre, neu verkabelte, gelbe Sonnenkugel gerückt.



Das Hochbett im Arbeits-Schlafzimmer ist eine Eigenkonstruktion, die mit einem befreundeten Tischler  realisiert wurde. Die Idee dazu lieferte das alte Bett aus Frederiks Jugendzimmer. Seine Vergangenheit ist nur noch am Leiter zu erkennen. Die eingesetzte Acrylglasfront und die weiße Farbe sorgen für Leichtigkeit. Der auf Maß eingearbeitete Tischplatte und Regale darunter, bieten genug Arbeits- und Staufläche.
Der hochgebockte Ikea Kleiderschrank nimmt sich dezent zurück und leistet im Hintergrund seine Dienste.
Die kleinen mobilen Möbel von Jo Colombo und die Componibili von Kartell sind Flohmarktfunde, die roten Eames Stühle sind vor Jahren von der Straße adoptiert worden. Der rötliche Ton des rosenholz Spiegelrahmens harmoniert wunderbar mit dem auch rot schimmernden Dielen.


Im Eingangsbereich, Flur und Kinderzimmer findet man noch den Sisalboden. Hier sind leider die Dielen nicht mehr vorhanden. An neuen Bodenbelag-Ideen wird gerade eifrig getüftelt.
Die Poster von zeitgenössische Grafiker, Film- Ausstellung- und alte Zooplakate sind Fredriks Sammlung.

 

Am Ende des langen Flures ist Lens Kinderzimmer.
Der helle Raum ist ein wahrer Jungenparadies, das für Toben, Spielen und auch zum Entspannen genügend Platz bietet.
Die Vintage und Kunstliebe ist auch hier präsent.


Die Regale standen schon im Papas Kinderzimmer.
Mit einigen gekonnten Handgriffen von Mama verwandelten sie sich in ein modernes Möbelstück.



In der kleinen Küche ist eine Sitzgelegenheit auf eine humorvolle Art integriert. Den Campingtisch kaufte Yvonne vor Kurzem für 1.50 € auf dem Flohmarkt. Die Holzbank aus der Nachbarschaft versteckt gerne Plastikdosen und Küchenutensilien. Auf den kleinen Casala Schulstühlen kann man für ein kleines Schwätzchen mit dem Koch Platz nehmen und über Kinder, Küche, Kunst und Kultur sich unterhalten oder einfach mit einem Gläschen Wein über die Schulter schauen.
Die Grafiken sind Familienerbstücke.

Die Beiden lieben ihre Wohnung und bleiben gerne noch für einige Wohnmomente.




Mittwoch, 22. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Mai-Salat


Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Alles grüne macht der Mai, auch diesen leckeren Salat, die ich Euch aus unserem verlängertem Pfingstwochenende aus Hamburg mitgebracht habe.


Leider müsst ihr selber schnippeln, aber es lohnt sich. Der hat die magische Kraft Regenwolken vom ausgewählten Grillplätzen zu vertreiben.



1kg kleine Frühkartoffel in der Schale kochen, abdampfen und ungepellt in Scheiben schneiden.
Etwa 4 große Hände voll grüne Erbsen pulen, 2 Handvoll grüne Bohnen und einem Bund grüne Spargel die Enden abschneiden und  in gleichmäßige Stücke schnippeln.  1 große geschälte Karotte in Scheiben schneiden.


In einem Kochtopf etwa 1 L Wasser leicht salzen und mit einer ungeschälten Knoblauchzehe zum Kochen bringen. Das Gemüse nach und nach, Sorte nach Sorte bissfest blanchieren und zu den Kartoffeln geben.
Das Schnippelt nimmt immer noch kein Ende.
Jetzt ist noch eine kleines Bund Frühlingszwiebel und Petersilie an der Reihe. Zum Schluss kullern noch einige schöne rote Tomaten auf dem Schneidebrett und anschließend zu den restlichen Zutaten.
Alles vorsichtig mit dem Dressing vermengen.

Dressing: In 3-4 Eßl Blanchierwasser den weich gekochten Knoblauch aus der Schale drücken. Mit einem großzügigem Tl Akazien- oder Waldhonig, einem guten Schuss Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gut verrühren.


Gleich lauwarm probieren, oder in den Fahrradkorb packen, zum Grillplatz düsen und in Begleitung vom frisch Gegrilltem genießen!
So schmeckt der Mai!

Probiert auch mal mit anderen Bohnensorten und jungem Kohlrabi!


Donnerstag, 16. Mai 2013

Ganz schön prickelnd

Als ich vor Kurzem eine nette Anfrage bekam, ob ich Lust hätte ein Soda Maker zu testen, musste ich erst meine Gedanken ordnen.

Das Wort Soda weckte bei mir zuerst Kindheitserinnerungen.
Der grüne 70-er Jahre Sodasyphon stand bei uns immer in der Küche bereit. Wir liebten es unter argus Augen von Mama die Patrone einzudrehen und zu staunen, wie kalt sie plötzlich wurde, um dann ein Schuss Omas legendärer Himbeersirup mit prickelnder Soda aufzuspritzen. Es gab einen herrlichen rosa Schaum, die fast immer überschäumte.
Ach, Soda ist was tolles, wieso sollte ich das Gerät nicht testen?

Da meldete sich gleich der zweite Gedanke. Hatten wir nicht schon vor gut über 10 Jahren ein Sodagerät?
So ein weißes Plastikding mit einer Pet Flasche? War schon ziemlich praktisch, aber ehrlich gesagt könnte den gerade nicht in unserer Küche vorstellen.
Also, ersmal schauen.

Beim ersten Blick auf der Internetseite von Sodastream hat mich das Modell Crystal doch überzeugt und durfte bei uns einziehen und sich beweisen.


Das schicke, schlichte moderne Design mit der Glaskaraffe hat nicht viel mit dem weißen Plastikvorgänger aus meine Erinnerungen zu tun.
Mit der grünen Syphonflasche aus vergangenen Jahrzehnten in Verbindung zu bringen, erfordert auch etwas mehr Fantasie. Nach kurzer Recherche hüpfte mein patriotisches Herz. Wie könnte ich es bloß vergessen haben? Sodawasser ist doch eine ungarische Erfindung vom Naturwissenschaftler und Physiker, Ányos Jedlik, aus dem Jahre 1824.
Ein kleines Land zwar, aber hat doch schon so einige prickelnde Ideen hervorgebracht.
Ganz stolz auf das wiedergewonnene Wissen fing ich nun ganz begeistert mit dem rumsprudeln an.

Ich kann mich noch erinnern, als noch in meinem Kindergartenalter der Sodamann in unser Dorf kam. Lautstark rief er aus seinem, von Pferden gezogenen Wagen: "Soooooooooooda". Er blieb in der Dorfmitte stehen und wartete, bis alle mit ihren leeren Flaschen vorbeikamen und gegen volle tauschten.
Sein Beruf wurde kurze Zeit später überflüssig, als es selbst schon in dem Tante Emma Laden in unserem Minidorf Sodasyphons mit Kohlensäurekapseln zu kaufen gab. Ab dann gab es dann Soda satt.

Die nostalgischen Syphons gibt es immer noch und in einigen ausgewählten Läden auch die kleinen Kapseln dazu. Schön für eine vintage Cocktailparty, aber leider weniger alltagstauglich.

Ständig Wasserkästen auf die dritte Etage im Altbau zu schleppen, haben wir schon längst aufgegeben.
Es gibt meistens Leitungswasser und ab und an eine Flasche Mineralwasser mit Sprudel.

Im Sommer mag ich aber die prickelnden Limonaden ganz gerne und sage an einem lauen Sommerabend auch nicht nein, wenn eine frisch gespritzte Weinschorle mir angeboten wird.
Also Kapsel rein und los geht´s!



Als Erstes eine klassische Zitronenlimonade bitte!
Ich mag sie mit viel frischgepresster Saft, mit wenig Zucker, dafür aber mit  einigen Rosmarin-, oder Thymianzweigen, oder Gurkenstiften. Hübsche Beigabe in der Gurkenlimonade sind mit dem Sparschäler spiralförmig abgeschälte Gurkenschalen von Bio oder ungespritzten Gartengurken.
Bei der Kräuterlimonade kann man den Kräutergeschmack verstärken, in dem man die frischen Kräuter vorher etwas anquetscht. Bevorzugt man einen noch intensiveren Geschmack, kann man aus dem Kräuter vorher einen Sud vorbereiten.
Dazu die frischen Kräuter mit etwas heißem Wasser aufgießen und eventuell einige Minuten sanft köcheln. Bei vielen Kräuter reicht schon heißes Wasser. (Gut geeignet sind Rosmarin, Thymian, Zitronenthymian, Ananassalbei, Minz- und Melissesorten.)
Aus diesem Essenz nach Belieben in die Limonade gießen und mit Kräuterzweigen servieren.
Auf diese Weise kann man auch den Geschmack der Zitronenlimonade verstärken.
Die mit dem Sparschäler dünn abgezogene Schalen (ohne weiße Haut, sonst wird bitter), wie bei den Kräutern mit Wasser aufkochen und als natürlichen Geschmacksverstärker benutzen.
An heißen Tagen gerne mit einigen Eiswürfeln und stark prickelnd.



Mein Lieblingsgetränk im Frühling ist die zartosa Rhabarberschorle.
Hierbei nehme ich gerne lieber Wasser mit weniger Kohlensäure und am liebsten mit einem hausgemachtem Rhabarbersaft.
Mit einigen roten Basilikumblättchen bekommt die Schorle eine freche, würzige Note. Ein Genuss!

Rhabarbersaft:
2 kg zarte, junge Rhabarberstangen waschen, in Würfel schneiden, mit 100-150 gr. Zucker bestreuen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. In etwa 10 Minuten zerfallen die Stangen. Die Hitze reduzieren und etwa 5 Minuten langsam weiter köcheln, bis eine sämige, weiche Masse, ohne Stückchen entsteht.
Den heißen Sud in eine Flotte Lotte geben und durchdrehen.
Funktioniert auch durch ein feinen, großen Sieb, oder auch durch einen Mulltuch gedrückt, allerdings ist die Prozedur ziemlich mühsam. (Am einfachsten geht es sicherlich mit einem Dampfentsafter, wenn man einen besitzt).
Den gewonnenen Saft noch mal kurz aufkochen und noch heiß in gut verschließbare Flaschen abfüllen.
Möchte man einen dünnflüssigeren Saft haben, vor dem Aufkochen den Rhabarbersud etwa mit 30 % Wasser mischen und zusammen aufkochen.
Je röter die Stangen, desto schönere, rotere Farbe hat der Saft.




Hat man keine Zeit und Muse den aufwändigen Sirup vorzubereiten, gibt es ein riesen Auswahl fertiger Sirups im Angebot.
Mit einigen passenden Früchtchen, in einem schicken Glas serviert, nach Belieben mit viel, oder weniger Kohlensäure, ein schnell zubereitetes Erfrischungsgetränk.


Vielleicht habt ihr Lust einen kleinen, eisigen Blumengruß in den Gläser zu hinterlassen?
Auf diese Weise habe ich auch fertige Getränke eingefroren. Es war ein voller Erfolg. Besonders kleine Eismonster kommen mit wenig Zucker auf ihre kosten.

Fazit:  Wir mögen ihn! Er zaubert in Sekundenschnelle prickelndes Sodawasser. Die Kohlensäuremenge kann man wunderbar selber bestimmen und die Glaskaraffe ist selbst für Kinderhände robust genug, leicht zu reinigen und wirklich schlicht und formschön. Damit stellen wir sie gerne griffbereit auf den Mittagstisch.

Habt ihr Lust mal einen spritzigen Coctail am Abend zu trinken, hier findet ihr neben den beliebten Klassikern, auch einige weniger bekannte Rezepte für Sodawasser Cocktails.




Mittwoch, 15. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Frühling



Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.

Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!

Unser Garten präsentiert sich in sein allerschönstes Frühlingskleid.
Wo man nur hinschaut grünt und blüht es. Die Blumen in dieser Zeit sind so filigran und Mädchenhaft. Ich liebe ihre feine zarte, nostalgische Schönheit.


Ich wünsche euch einen wunderschöne, frühlingshafte Wochenmitte!

Montag, 13. Mai 2013

Muttertags-Kanone

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Muttertag-Wochenende, ohne zwanghafte "Pflichtveranstaltungen".
Wir hatten einen wunderschönen Sonntag mit den Kindern verbracht.
Im Gegensatz zum letzten Jahr durfte ich meiner Mama nur mit einem Telefongespräch beglücken und von unserem Tag erzählen.

Ich gebe zu, ich mag diesen Tag. In Fotoalben blätternd, frühere Muttertags-Geschenke bestaunend,
herzhaft über witzige Kindheitserinnerungen lachend, mit leckerem, von den großen Mädchen gebackenen Kuchen genießend, in Emils, seit Tagen vor lauter Geheimnissen leuchtende Augen beobachtend.
Ja, theoretisch müsste kein vorgegebener Tag dafür da sein, um danke zu sagen, aber die Tage und Monate rennen nur so hin, man merkt es kaum und das Jahr ist vorbei. Deshalb bin ich dankbar für die Erinnerung.
Ich verbinde diesen Tag nicht mit Konsum und auch nicht mit Pflichten, sondern mit witzig-süßen Geschenken, kleinen Aufmerksamkeiten, zwanglosen Wiesen- und Gartensträußen und Ausflügen.

Bei dem gestrigen Wetter war uns nicht zum Picknicken zumute, so nützten wir den Nachmittag für ein gemeinsames Museumsbesuch. Schließlich war gestern nicht nur Muttertag, sondern auch der internationaler Museumstag.
Eine der Lieblingsmuseen von Emil und auch von den Mädchen in diesem Alter, war und ist,  das Historische Museum.
Schöne Kleider, alte Spielzeuge, Königskutschen, begeistern die Kinder und Erwachsene immer wieder aufs Neue.
Die Interessen trennten sich schon fast klischeehaft. Bis die Frauenfraktion die Einrichtungen, Schmuck  und Roben vergangener Zeiten bestaunte, verweilten sich die beiden Jungs bei den Fahrzeugen, Ritterrüstungen und Kanonen.
Auf jeden Fall kamen wir alle auf unsere Kosten.

Am späten Nachmittag müssten die Erlebnisse gleich verarbeitet werden.
In Handumdrehen entstand eine echte Schießkanone.




Einige vorhandene Materialien aus dem Keller, Dachboden und Werkzeugkiste reichen aus.

Ein rest Holzbrett (die Rille spielt keine Rolle), zwei alte Möbelräder, einige Schrauben, zwei Papprollen mit unterschiedlichem Durchmesser. (zur Not welche aus Pappe Rollen und zusammentackern- oder kleben), Gummiband.

Räder anschrauben, die größere Papprolle mit ein-zwei Schrauben am Brett befestigen oder ankleben.
Schon hat man Platz für den Schießkugel (in dem Fall ein zusammen geknüdeltes Papierbogen).



In  beide Rollen seitlich jeweils ein kleines Loch stechen. Die kleine Rolle dient zum Abschießen, also in die große Stecken und die beiden mit dem Gummiband verbinden.



Zielen, losziehen.......


......abfeuern und lachen!


Blumenköpfe schießen funktioniert auch wunderbar.
Ach, Muttertag kann doch so schön sein!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Vater und Sohn

Papa und Emil - ein kleines Vatertags-Geschenk. (Die Inspirationquelle stand nicht weit)


Worüber die beiden sich so unterhalten?

Mittwoch, 8. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Hortensien



Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.

Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!

Glomerylane und madame love wählten die Hortensien zur Blume des Monats und rückten sie die damit auch in mein Mittelpunkt.
Ich mag sie in ihrer verschwenderischen Blütenpracht auch sehr gerne.

Die vor Gesundheit strotzenden, pausbäckigen, altmodischen Bauernhortensien in ihren schon fast kitschigen Pompom -Tracht,




die pummeligen Ladys in pompösen Ballkleidern,


und  die traubenförmigen Rispenhortensien in edlem Creme-Weiß gekleidet, die aussehen, wie aufgeregte junge Mädchen vor dem ersten Balltanz.


Ob Bauernmädchen oder Balldame, sie drängen immer in den Vordergrund, sorgen für aufsehen und stecken ihre hübschen Köpfe gegen die Kamera.



Bevorzugen tun sie ein halbschattiges bis schtattiges Plätzchen,



 und bitten um genügend erfrischend-kühles Getränk,


was man durchaus verstehen kann, bei so üppiger Bekleidung.

Sie sind durchaus dankbar für die kleine Aufmerksamkeiten und bieten uns gerne ein Plätzchen an ihrer Seite.

(All die hübschen Damen auf den Bildern leben in Nordfrankreich.) 



Dienstag, 7. Mai 2013

Helden des Alltags

Vor Jahren schaute er mich zum ersten mal von einem Flohmarkttisch, mit seinen flehenden Augen an.
"Nehmen sie ihn doch mit, als Ersatzteil wird es sich noch gut machen!" brummte es hinter dem Tisch.
Ja, bloß was ersetze ich damit?   
Mitkommen durfte er trotzdem. 
Seitdem sitz er mal im Schrank zwischen anderen zerbrechlichen Schätzen, mal kommt er wieder raus und schaut mir beim Arbeiten zu, zaubert immer ein Lächeln ins Gesicht und setzt bei den Meisten mit seinem nicht mal 10 cm das "Beschützer-Mechanismus" meist in Kombination mit dem Satz: "Wie süüüüß!" in den Gang"
Ja, süß ist er wirklich, mein kleiner Alltagsheld und ein geduldiges Model noch dazu, obwohl ihm das Sitzen sichtlich schwer fällt. 
Vielleicht darf er mal als Belohnung als Poster wieder in Kinderzimmer einziehen.

Polatransfer - Simon Florentz

Weitere Helden des Alltags findet ihr, wie jeden Dienstag bei Roboti.

Montag, 6. Mai 2013

Wahre Gaumenfreunde - Wan Tans mit Zimt Schweinehack

Es gibt Sachen, wofür mein Herz höher schlägt. Schönes Design und Kunst z.B, gutes Essen und Erfolgsgeschichten.
Wenn es dann alles unter einem Hut landet und ich die Menschen dahinter auch noch persönlich kenne, bin ich schlichtweg begeistert.
So ist es mit dem jungen Catering-Duo Wahre Gaumenfreunde.

Malte saß vor einigen Jahren bei mir im Mappenkurs und gestaltete seine Mappe für Innenarchitektur.
Nach dem Kurs saßen wir öfter mit einigen Schülern bei einem Glas Wein, redeten über Kunst, Ziele und auch über das leibliche Wohl. Maltes Begeisterung für Kulinarisches war damals schon ganz deutlich. Er zauberte mit leichter Hand etwas zwischendurch  und später einige Köstlichkeiten für unser Ausstellungsbuffet.
2009, während sein Innenarchitektur Studium sprang er bei einem Catering zum Kochen ein. Es folgten einige eigene Visitenkarten. Die Idee von eigenem "Geschäft" war geboren und schien zu funktionieren. Kurze Zeit später stieg sein Freund Onno mit ins Boot und seit 2010 rudern die wahre Gaumenfreunde gemeinsam und ziemlich erfolgreich  durch die kulinarische Welt.
Maltes Bachelor Abschlussarbeit in Innenarchitektur  befasste sich natürlich auch mit Gastronomie.

Der künstlerische Handschrift und sprudelnde Kreativität ist beim Anrichten der Speisen und Menükarten nicht zu verkennen.
Ob Fingerfood, oder edles Fastfood, es ist nicht nur eine Gaumenfreude, sonder ein wahrer Augenschmaus, der mich immer aufs Neue begeistert.

Ich freu mich, dass die Beiden sich bereit erklärt haben ab Heute regelmäßig den neuen Monat mit einem Rezept und Tricks und Tipps rund um das Kochen einzuläuten.
Also, jeden ersten Montag im Monat ist Tag der Wahre Gaumenfreunden. Lasst Euch inspirieren!

Hiermit übergebe ich das Wort:


Hi, wir sind die wahren Gaumenfreunde, ein junges Cateringunternehmen aus Hannover.

Essen soll bei uns ein Erlebnis sein. Neues probieren und bekanntes neu verpackt erleben.

Mit viel Handwerk, Frische, Kreativität und Liebe zum Detail versuchen wir stets bekannte Gerichte neu zu interpretieren.
Inspiriert werden wir  dabei von vielen alltäglichen Dingen. Das kann ein Essensfoto, eine Zutat oder ein Rezept aus Oma`s alten Kochbuch sein. Und schon rattert der Kopf!

Neben der rein kulinarischen Seite, wird bei uns fotografiert, grafisch gearbeitet und gehandwerkelt. 

In den kommenden Wochen stellen wir euch Rezepte vor, die wir für unsere Kunden schon gekocht haben oder durch viel rumprobieren einfach entstanden sind. 

Seid gespannt. 

Malte & Onno










Sonntag, 5. Mai 2013

Laufzeit

Das schöne, sonnige Wochenende flitzte mindestens so schnell, wie die Marathon-Läufer an uns vorbei.
Nachdem die Schnellsten konzentriert und blitzschnell aus dem Augenwinkel verschwanden,



folgten nach und nach die begeisterten Amateurläufer, die gerne für einen kurzen Handschlag den Tempo drosselten,


 oder Aufsehen erregten.


Der Spaß blieb für Keinen aus. Ob beim Laufen, oder Zuschauen, das schöne Wetter zauberte gute Laune und sommerliche Leichtigkeit in den Tag.


Mit leckerstem Fast Food gestärkt schlenderten wir leichten Fußes über neue Bestzeiten  staunend der Sonne entgegen und ließen wir den Tag im Garten ausklingen.


Ich hoffe ihr hatten auch ein schönes Wochenende.

Danke für die vielen Genesungswünsche! Mir geht es wieder gut.
Bis Morgen!