Mittwoch, 17. Juli 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Nestverlasser

Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet.

Zum zweiten Mal steht das Zimmer fast leer.  Das zweite Kind hat nun auch das elterliche Nest verlassen und fängt ihr Eigenes an zu bauen.

Fotos Kathrin Spirk für die Nido

Foto: Kathrin Spirk für die Nido

Ein bekanntes Gefühl und doch so anders. Leicht und schwer zu gleich.
Es heißt Gefühle ordnen und die Leere zu füllen.

Montag, 15. Juli 2013

Siesta

Still war hier letzte Woche. Siesta.
Dieses Jahr zieht es uns nicht in die Ferne, wir verbringen die Sommerzeit auf heimischen Gewässern. 
Wir genießen das alt Bekannte und das neu Entdeckte, die Ruhe, die Sonne, den Ferien, das Zusammensein. 











 Ich wünsche Euch eine wunderschöne Sommerzeit!

Montag, 8. Juli 2013

Yummy Licious - Gurkencarpaccio


Die Woche startet ganz kulinarisch.
Die wahre Gaumenfreunde haben ein tolles, sommerliches Rezept für Euch.

Hi, wir sind die wahren Gaumenfreunde, ein junges Catering-Unternehmen aus Hannover.

Essen soll bei uns ein Erlebnis sein. Neues probieren und Bekanntes neu verpackt erleben.

Mit viel Handwerk, Frische, Kreativität und Liebe zum Detail versuchen wir stets bekannte Gerichte neu zu interpretieren. Inspiriert werden wir dabei von vielen alltäglichen Dingen. Das kann ein Essensfoto, ein Zutat oder ein Rezept aus Omas alten Kochbuch sein. Und schon rattert der Kopf.

Neben der rein kulinarischen Seite wird bei uns fotografiert, grafisch gearbeitet und gehandwerkelt.

In den kommenden Wochen stellen wir euch unsere Kreativstrecke "Yummylicious"vor.
Ob ein Rezept, eine Bastelei, Tipps und Tricks rund um Küche und Essen. Wir hoffen unsere Ideen inspirieren und regen zum Nachmachen an.

Malte § Onno









Lasst euch schmecken!

Samstag, 6. Juli 2013

Herzlichen Glückwunsch


  liebe Lilly



und alles Gute liebe Mama!
(Ja, Lilly war mein schönster Geburtstagsgeschenk für meine Mama)

Dienstag, 2. Juli 2013

Schwanen-Gruß

In einem leichtem Johanniswolken-Federkleid steht er nun da, der weiße Schwan und kündigt Sommertage an!



Ich hoffe er schlägt sein Nest längerfristig auf und die Regenwolken ziehen über seinem anmutigen Kopf einfach Richtung andere Gewässer. 

Johanniswolke-Alpenknöterich-Bergknöterich- Aconogonon Speciosum

Montag, 1. Juli 2013

Dickmilch

Die neue Woche liegt wieder, wie ein leeres, weißes Blatt vor uns. Noch etwas verschlafen startete ich den Montag mit einer Tasse Kaffee und den letzten kleinen Dickmilchmuffins, die wie kleine weiche Kissen vor mir auf dem Teller lagen.



Kennt ihr noch Dickmilch? Früher stand es bei uns im Sommer immer in Krügen, Schalen und Gläser,   auf der Fensterbank. Einige Tage (je nach Temperatur) später, wurden sie gut gekühlt gelöffelt, oder im Kuchen, Soßen, Suppen weiter verarbeitet.
Mein Favorit war Jahre lang Dickmilch mit wenig Zucker und Beerenobst.
Ich liebe die feine, leichte Säure, die wesentlich milder ist, als bei Yoghurt und ich glaube noch mehr liebe ich die Erinnerungen an meine Oma. Nun stehen seit Tagen einige Tassen Milch in der Küche am Fensterbank und warten auf Dick werden.
In Ungarn heißen sie wörtlich übersetzt "verschlafene Milch", also passen wir heute besonders gut zusammen.



Dickmilch ist die wunderbare, mittlerweile leider vergessene Art, leicht sauer gewordene Milch vor dem Wegschütten zu retten.
Früher reichte es die Milch in saubere Porzellan und Glasgefäße zu gießen, an einen warmen Ort zu stellen und 1-3 Tage warten. Fertig war ein erfrischendes Milchprodukt, das vielerlei in er Küche, z.B auch zur Quarkherstellung (Tropfen) verwendet wurde.
Bekommt man frische Milch vom Bauer, ist es immer noch mit dieser Leichtigkeit herzustellen.
Möchte man pasteurisierte Milch aus dem Kühlregal verwenden, braucht man doch noch einige kleine Tricks, um die fehlende Säurebakterien zu ersetzen.

Die frische, am besten Biovollmilch auf etwa 25-30 Grad, also nur lauwarm, erwärmen. In saubere, am besten flache Glas und Porzellanschalen gießen. Zum besseren stocken entweder ein Stückchen Sauerteig, oder Brotstückchen vom Sauerteigbrot in die Schale geben. Hat man schon etwas Dickmilch (auch gekaufte) zum Vorrat, reicht ein Löffel davon in die Milchschale zu geben, oder noch einfacher, Dickmilchkultur vom Reformhaus benutzen und die Milch damit "impfen". ( Was wirklich nicht funktioniert, ist H-Milch. Hier sind alle nötigen Bakterien gnadenlos abgetötet. Der Versuch ist nicht lohnenswert. Das Ergebniss ist eine ecklig-bittere Masse). Jetzt muss man einfach abwarten. Am besten stehen die Schalen schön warm (min. 22 Grad), mit Butterbrotpapier oder ein sauberes Küchentuch abgedeckt.
Die festen und flüssigen Milchbestandteile trennen sich. langsam.  Oben bleibt die schöne, feste, weiße Dickmilch, unten setzt sich eine leicht säuerliche Flüssigkeit ab. 
Bei Soßen, Suppen und beim Backen werden sie zusammen verwendet. Beim Auslöffeln kann jeder selbst entscheiden, wie man es mag. 

Im Sommer gab es oft der saftige, mit Obst belegte Dickmilchkuchen. Gestern nach Jahren wieder auch auf unseren Kuchentellern.



350 gr Mehl, 250 gr Zucker, 250 ml Dickmilch (kann man mit Kefir ersetzen) 3 Eier, 125 gr weiche Butter, oder Margarine, 1 P. Backpulver, abgerieben Schale einer Biozitrone, 1 P.Vanillezucker, 1 Prise Salz.

Weiche Butter mit Zucker, Eigelbe, Zitronenschale und Vanillezucker schaumig rühren. Dickmilch, Mehl, Bakcpulver dazugeben und die mit einer Prise Salz steif geschlagen Eiweiße darunter heben. 
Sollte der Teig zu Flüssig vorkommen etwas Mehl nachsieben, allerdings sollte der Teig nicht fester, als beim normalen Rührkuchen sein.
In eine rechteckige Form gießen, mit Obst belegen. ( im Sommer mit Kirschen, Sauerkirshcen, Aprikosenhälften, oder mit Äpfel, Rosinen und gehacken Nüssen)
Im 180-190 Grad vorgeheizten Ofen etwa 25-30 Minuten backen. (lieber ohne Umluft, damit der Teig nicht austrocknet)

Sollte es ganz schnell gehen, einfach alle Zutaten (Eier ungetrennt) mit dem Rührgerät gut vermischen. 
Wird bisschen flacher, schmeckt aber trotzdem sehr gut. 

In kleine Muffinförmchen gegossen, auch ohne Obst, ein leckerer Kaffee oder Teebegleiter. 


Gerne würde ich Birgit für ein Stückchen Dickmilch-Aprikosenkuchen einladen. Von ihr flatterte das wunderschöne Tischtuch auf den nostalgischen Sonntagstafel.
Vielen Dank!