Seiten

Montag, 15. September 2014

Cote d´ Opale

So schnell waren die 8 Tage vorbei! Nun hat uns der Alltag wieder fest im Griff. Es bleiben aber die schöne Erinnerungen an eine traumhafte Landschaft, kulinarische Köstlichkeiten, nette Menschen, sanfte Farben, Felder, Felsen, Dünen, Sand, Muscheln, Wind, Wasser, Kühe und so vieles Mehr.



Die Nord-Pas-de-Calais gehört immer noch zu den weniger bekannten französischen Urlaubsparadiese. Zwar hat der 2007 gedrehte Kino- Klassenschlager, Willkommen bei den Chti´s, den Bekanntheitsgrad und die Tourismusquote für eine Weile stark erhöht, langsam wird es aber wieder ruhiger um den Norden. Die meisten Touristen haben den stark riechenden Käse und die Fritten mit Frikandel probiert, Glockenspiele und den starken Akzent gelauscht, Filmdrehorte aufgesucht und vielleicht sogar das Käsebrot in den Kaffee getunkt. Viele machen wieder Urlaub in wärmere Gegenden.


Wir fuhren die erste Septemberwoche an die Opalküste in ein winziges Dörfchen, Widehem, 6 km vom Strand in eine sanfte Hügellandschaft gebettet.

Die Gegend bietet viele Möglichkeiten, ob sportlich, kulinarisch, kulturell, geschichtlich oder auf den Pfaden der Natur. Wir hatten von Allem ein bisschen, aber die meiste Zeit genossen wir die sanften Hügel, die unendlich langen Strände bei Ebbe, wir wanderten mit Hund und Kind Kilometer im Watt, in den Dünen und am Felsen entlang, ließen unsere Lungen vom frischen Wind und salzige Meeresluft durchpusten, stärkten uns in klitzekleine Orten mit Fisch, Meeresfrüchten und heimischen Spezialitäten, schlenderten über Wochen- und Fischmärkte und kauften regionale Produkte, die wir kaum noch tragen konnten, versüßten einige Stündchen in hübsche Urlaubsstädtchen mit puppenhafte Belle Epoque Architektur und Konditorenkunst. Abends kehrten wir zwischen die leicht wogende Hügel zurück und genossen die Stille.



Wunderschön ist die Landschaft in dieser Zeit.  Die Felder sind abgeerntet, die Gräser wiegen in zarten Spätsommer-Farben. Vieles ist schon verblüht, vertrocknete Samenstände zeichnen grafische Muster.


Der Wind sorgt für ständig neue Haarkreationen, es ist frisch, mild und die Landschaft oft in ein dunstiger Nebelschleier gehüllt, wodurch die Konturen verschwimmen und alles so weich und geheimnisvoll wirkt.


Selbst die Nachsaison-Touristen sind in dieser Zeit auf der Heimreise, die Strände gehören wieder den Einheimischen. Die letzten Strandsegler werden eingeräumt, die Frittenbuden gesäubert und geschlossen,  man sucht im Schlick endlich in Ruhe nach Herzmuscheln, neue Bojen werden gesetzt, man spielt Bowle mit Freunden im festen Sand.


Wir mussten schweren Herzens auch weiterziehen, aber wir kommen gerne wieder. Wir haben Land und Leute ins Herz geschlossen. Selbst für ein verlängertes Wochenende lohnt es sich hinzufahren. Aus Norddeutschland fast nur ein Katzensprung die wirklich Opalblau schimmerne Küste.

Freitag, 29. August 2014

Samstagskaffee - Espresso- Mobil

Ich schicke diese Bilder schon in die Samstagskaffee Runde.

Der Kaffeewagen war nicht nur bei den Erwachsenen ein Hit. Die Kinder hatten fast alle einen Kakao oder Milchschaumbart.
Unser Kaffeemann zauberte ein Getränk nach dem anderen. Während der Wartezeit entwickelten sich nette Gespräche unter den Gästen, man schlenderte mit einer Tasse durch den Garten, oder man verweilte sich auf der Gartenbank sitzend und genoss den frisch zubereiteten, duftenden Kaffee, oder man führte fachmännische Gespräche über dem schwarzen Gebräu.







Mein Samstagskaffee werde ich jetzt in einer Raststätte zwischen Deutschland und Frankreich schlürfen. Sicherlich nicht so lecker und aromatisch, wie vor 3 Wochen, aber die Vorfreude auf den Urlaub lässt sogar Raststättenkaffee gut schmecken.
In einer Woche bin ich wieder da und ich freu mich schon wieder darauf in euer Blogs zu lesen. Bis dahin bedanke ich mich bei Euch für die lieben Kommentare und entschuldige mich vielmals, dass ich noch keine Antworten bei Euch hinterlassen habe.

Liebe Grüße, lasst den Samstagskaffee gut schmecken!


(Alle Bilder Yannick Schütte Photografie)

Mittwoch, 27. August 2014

Blumen, Deko und Hochzeitshelden

Ninotschka ist dienstags auf Heldensuche. Meine Helden dieses Sommers sind meine Freundinnen, meine Töchter und meine Schwester, die dafür gesorgt haben, dass unsere Hochzeitsdekoration meine Wünsche und Träume übertroffen hat. So schicke ich diese Bilder mitten in den Konfettiregen und danke damit für die unermüdliche Hilfe der kreativsten Mädels!


In Nachtarbeit bastelten wir Pom-poms, rissen wir zarte Seidenbänder aus langen Stoffbahnen, um sie auf Lampenskelette,


  Stöcke und um Laternen zu binden und sie im leichten Sommerwind tanzen zu lassen.





Wochen davor habe ich schon angefangen alte, gehäkelt Spitzendecken und Baumwollgardinen auf Flohmärkten und beim Trödler zu sammeln. Sie verliehen dank gekonnter Platzierung von meiner Freundin Yvonne, den kräftigen Baumstamm eine gewisse Festlichkeit, wurden in Girlanden verwandelt und schmückten die Pavillons, die uns vor dem vorhergesagten Sommerregen schützen sollten. Die Regentropfen blieben zum Glück aus, unter den Pavillons und Schirmen ließ sich gemütlich Speisen.

Die transparenten Tücher flatterten an Zelten,



neben ungarischen, bestickten Tüchern an unserem Altar,


oder vor dem DJ-Pult



Die verspielte Sommerblumen in unzählige  kleine Vasen arrangierte meine Freundin Krisztina.


Die elegante, alte, traumhafte Leinendamast Tischwäsche und Bauernsilber-Leuchter kamen von meiner Trauzeugin Annika. Ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht so schön geworden.


Aus dem Garten ihrer Mama kamen frisch gepflückt die meisten Blumen. 


Für meinen Brautstrauss holten wir  die Kamille und Schleierkraut  in aller Frühe mit meiner Schwester vom Markt und banden wir sie zu einem runden, einfachen Sträusschen. Restliche Blüten wurden in Haare und Knopflöcher gesteckt und auf dem Weg zum Altar verstreut.





Meine Freundin Susanne faltete mit meinem kleinen Patentöchter die rosa-roten Kraniche, als Symbol für eine lange Partnerschaft. Sie tanzten gleich beim Eingang, als Willkommensgruß.


Ja, sie sind wirklich die Heldinnen des Sommers und die Heldinnen unserer Hochzeit!



(Alle Bilder von Yannick Schütte Photografie)

Sonntag, 24. August 2014

Ja!

Ja, ich bin noch da, der Blog wird nicht geschlossen, ich habe nur gemerkt, dass ich trotz aller meiner Bemühungen hier weiter zu schreiben eine Pause einlegen muss, um den Sommer mit aller seiner Feierlichkeiten und Ereignissen genießen zu können.

Oh ja, mir geht es gut, uns geht es gut. Es ist so viel Schönes passiert, so viel Kleines und Grosses und unvergessliches.
Die kommende Woche werde ich hier nach und nach einen Rückblick halten und werde versuchen das Sommerloch zu stopfen.

Wir haben "gehochzeitet"!

Viele Jahre süße, wilde Ehe wurden mit einem kurzen JA! verabschiedet. Wir haben uns getraut und haben uns nun gegenseitig fest im Griff. Das Süß ist noch süßer und das freie Wilde darf in gebändigter Form weiterhin unser Begleiter bleiben.


Ja, es war ein zauberhafter Tag im engsten Kreis unserer Familien, mit langjährigen guten Freunden und vielen Kindern, in unserem Wonnemonat August. Unter freiem Himmel mit Sonnenschein, mit einem frischen Sommerwind, der alle Regenwolken wegpustete, viel Lachen, Musik, Traditionen, Leichtigkeit, Blumen und Kinder.













Ja, schön war es! Wunderschön und unvergesslich!

Die schönen Momente hat unser ehemaliger Schüler und Fotografiestudent Yannick Schütte festgehalten. Vielen Dank!

Sonntag, 15. Juni 2014

Decke drüber

Diesen Post bin ich schon lange schuldig.
Noch vor Ostern bekam ich die Möglichkeit für den Design-Onlineshop Connox, ein Produkt zu testen.

In den letzten Jahren bin ich nur auf einige wenige Produkttests eingegangen und dutzende abgelehnt.
Ich finde es sehr wichtig, dass die Produkte mir wirklich gut gefallen, dass ich hundertprozentig meine frei Meinung äußern darf und dass ich mich nicht wie ein billiger Werbeplattform-Anbieter vorkomme.
Leider ist bei den Anfragen das letztere meist der Fall, wie wahrscheinlich andere Blogger auch schon bemerkt haben.
Man bekommt die frechsten, unmöglichsten Angebote. Meist bringt es mich einfach zum Lachen und denke: Decke drüber, bloß nicht ernst nehmen, manchmal ärgert es mich allerdings Maßlos.

Bei Connox hatte ich in ein bestimmtes Budget und die absolut freie Wahl. Die meisten von Euch wissen bestimmt, dass Connox ein Marktführender Onlineshop für Wohndesign ist. Unzählige traumhafte Produkte, die das Einrichter-Herz höher schlagen lassen. Ich war beeindruckt von der Produktpalette und von der großen, ungewohnten Freiheit.
Ich hatte die Qual der Wahl. Die fiel zum Schluss auf eine Tagesdecke von Hay.




Schon lange wünschte ich mir schon einen neuen Bettüberwurf und innerhalb wenigen Tagen hielt ich ihn in meiner Hand.
Das Umräume-Fieber packte mich gleich. Endlich war mein zwar sehr schöne, aber 8 kg schwerer, mittlerweile stark reinigungsbedürftiger Bettüberwurf Vergangenheit.
Schnell einige frische, frühlingshafte Kissen genäht, einen neuen Spiegel aufgehangen, gelbe Tulpen gekauft und die Kamera gezückt.





Gepostet wird aber erst nach Ostern, die meisten machen jetzt Urlaub. Es wäre schade wenn Vielen mein schöner, neuer Fund entgehen würde.

Es kam dann Himmelfahrt und dann Pfingsten. Das echte Leben hat mich zu sehr eingefordert und mein Blog pausierte, die Tage und Wochen vergingen, wie im Flug.
Auf meinem Nachtisch dufteten zwischendurch Maiglöckchen und Pfingstrosen, die langsam auch verwelken. Die Decke schaffte mit einer leichten, schwungvollen Handbewegung Ordnung und mit seinen zwei verschiedenen Farbtönen in Hell und Dunkel immer neue Stimmung.
Im Blog landete sie aber immer noch nicht.




Statt einer ärgerlichen Mail, was ich durchaus verdient hätte, kamen nur einige freundliche Zeilen mit der Frage, ob es mir gut gehen würde. Nach meiner Entschuldigung die Antwort, dass sie die Verzögerung durchaus verstehen können und sich freuen, wenn der Post die kommenden Tage Online ist.
Ich war überrascht und gerührt und habe beschlossen, nicht einfach die Decke über meine Unprofessionalität zu schmeißen.
In der letzten Zeit liest man immer wieder, dass Blogger von vielen Unternehmen und Shops nicht ganz ernstgenommen werden. Die Unzwufriedenheit in Bloggerkreisen ist groß, aber wie man sieht, geht es auch anders, selbst bei einem so großen Unternehmen.

Und die Decke? Die hat sich wirklich gut bewährt. Obwohl die Wahl wirklich nicht einfach war.
Es sollte etwas leichtes sein und groß genug, um das Doppelbett zu überdecken.



Ich landete schnell bei den schönen, modernen, zeitlosen Hay Steppdecken und suchte die Größten, um genug Spielraum zu haben, auch um die dicke Winterdecken darunter zu verstauen. Unser Bett ist 180 cm Breit.
Ich schwankte eine ganze Weile zwischen der großen Hay Wave die man mit ihrer Größe von 140 cm x 260 cm quer über das Bett legen könnte, mit frei gelassen Kissenbereich und an den Seiten fast Bodenlang, wie in einer schicken Wohnzeitschrift.

Oder doch die große Mega Dot mit den Maßen von 235cm x 245 in einer frischen Farbe? Ein fröhliches Gelb mit gräuchliche Rückseite würde eine ganz neue Atmosphäre zaubern.
Ich entschied mich doch für das zeitlose Grau mit den gesteppten Kreisen.
Mit farbigen Kissen ist immer wieder schnell eine neue Stimmung zu erreichen.

c


Die leichte Baumwolle nach dem schweren Chenille ist eine Wohltat für meine Arme und die Reinigung, wenn es mal nötig wird, wird beim Leichtgewicht mich auch nicht in Unkosten stürzen.



Also genau die richtige Wahl und super Kundenservice!
So kann Betten machen, Bloggen und auch Produkttests richtig Spaß machen!