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Donnerstag, 23. April 2015

Goldglöckchen

Immer noch blühen die gelben Forsythien - auch Goldglöckchen, oder Goldflieder genannt - im Garten.
Bevor alle kleine Blütenkelche auf dem Boden liegen und der Busch nach seinem fröhlich auffalenden, leuchtgelben Frühlingsoutfit ein eher unspektakuläres Blattkleid überzieht und im Sommergarten in den Hintergrund tritt, habe ich noch einige Zweige in die Wohnung geholt. Selbst die rieselnde Blüten sorgen für Spaß und Fröhlichkeit.

Angeblicht hilft uns ihr Anblick alles Alte und Blockierende hinter uns zu lassen und die blühenden Zweige vermitteln Vorfreude und Lebenbejahung.



Ich wünsche Euch damit fröhliche Frühlingstage!

Freitag, 27. Februar 2015

Frühlingskomposition

Was für ein fieses Wetter heute. Dauerregen und Grau in Grau den ganzen Tag. Am Wochenende wird es angeblich etwas frühlingshafter und sogar sonnig, auch wenn nur für wenige Stunden. Wir hoffen mal. Bis dahin müssen kleine Frühlingskompositionen für etwas Heiterkeit sorgen. Das Rehlein ruht gut geschützt in seinem Glashaus und lässt keine schlechte Laune an sich rankommen, die Tulpen bekommen aber trotz Regen schnell ein Glas frisches Wasser, bevor sie ihre Köpfe hängen lassen.



Ich wünsche Euch ein schönes sonniges Wochenende!

Und ich schicke die Tulpen noch schnell in die Friday Flowerday Runde und stelle dort auf den großen gemeinsamen Blumentisch.

Dienstag, 24. Februar 2015

Mattisburg Variationen

"Emil, soll ich dir was vorlesen? "
"Ja, aber kannst du mir vorher Papier geben?"

Mit diesem kleinen Dialog fängt unsere Vorlesezeit fast immer an.
Dann sitze ich auf dem Sofa und lese vor. Währenddessen hockt Emil malend und zeichnen auf dem Boden. Er malt und zeichnet, was ich gerade lese.
So wurden mittlerweile zahreiche Bücher neu illustriert.
Ganz aktuell Ronja Räubertochter. Diesmal allerdings ging die Gestaltung in die Dreidimensionale.

Es fing mit der Mattisburg an, die aus Ton modelliert wurde, dann folgte die Bärenhöhle.



In Kürze wurden Steine vom Balkon geschleppt. Die Tannenzweige durften auch rein, schließlich ist es nicht mehr kalt, Lavendel und Rosmarin werden auch ohne Abdeckung überleben.

Das Playmobil und alte Indianerpferde folgten und zogen als Mattisräuber in die Landschaft.
Ronja versucht nach dem waghalsigen Sprung sein Freund zu retten und die liebe Mama Lovis bringt unbemerkt Essensvorrat in die Bärenhöhle und wartet auf ihre Ronja, um das Wolfslied zu singen.

Der glasklare Bach plätschert aus Wolle und der Lachs wird bald ein köstliches Abendmahl ergeben. Mattis schließt gleich Freundschaft mit der Borkasippe und sie werden ein lautes Räuberfest feiern, dabei laut singen, schmatzen, pupsen und vielleicht, als Krönung des Festes dieses Burgspiel spielen:



Die genauen Regeln verstehen allerdings nur die Räuber und ihre halbhohen Gäste. Aber die gibts, die Regel!

Ich schicke die Mattisburg Variationen in Julias Kind of Art Galery.









Montag, 23. Februar 2015

Verspätetes Kalenderglück

Ich bin so ein Kalendermuffel. Oder vielleicht doch nicht?
Am Ende des Jahres bewundere ich immer die aktuell erscheinende Kalender in den verschiedenen  Shops. Das Angebot ist so riesig und es gibt wirklich so viele hübsche dabei, dass ich mich kaum entscheiden kann. Fast unbemerkt schreitet das Jahr voran und spätestens Ende Januar, wenn ich die ersten Interieur Bilder in den Zeitschriften und Blogs mit den neu aufgehängten Kalendern entdecke denke ich: Schon wieder verpasst! 
So geht es schon seit Jahren und dieses Jahr blieb ich natürlich wieder ohne Kalender. Bis dieses Wochenende, als meine Freundin Isabell mir den schönen, grafischen Wandkalender von Snug schenkte.


Kaum ausgerollt, wusste ich schon wo der hängen soll.  Jetzt habe ich beim Betreten des Arbeitszimmers das ganze Jahr voll im Blick und die schöne Gestaltung erfreut meine Augen Tag für Tag. Vielleicht verpasse ich auf diese Weise nicht im Dezember einen neuen Kalender zu besorgen. 


Donnerstag, 19. Februar 2015

Lieblings Ei

Ich liebe Eier. Vor Ostern und nach Ostern, als Omelett mit Salat zur Mittag, gefüllt und auch als Brotaufstrich am Abendbrottisch. Ganz besonders mag ich aber am Wochenende ein perfektes Frühstücksei.
Nicht, dass man in der Woche kein Frühstücksei essen könnte, aber in der Regel muss es morgens schnell gehen und die Wahl fällt fast immer auf Müsli mit Obst und ein wenig Milch. 
Aber am Sonntag ist die Zeit da, für das perfekte Ei. Oder an einem Tag, wie heute, wenn man gleich nach dem Aufstehen schlechte Laune hat. Zur Aufmunterung und Selbstmotivation.

Was ist aber eigenlich perfekt? Wie man es am liebsten mag, würde ich sagen. Manche essen gerne hart gekocht, manche fast flüssig, als Spiegelei von einer oder von beiden Seiten gebraten.... Mein perfektes Ei ist gekocht und hat ein ganz durchgestocktes Eiweiß ohne flüssigen Bestandteile und ein cremiges, weiches Eigelb. Nicht allzu flüssig, aber auch nicht ganz durch. 

Erst vor Kurzem habe ich einen Artikel über das große Wissenschaft des Eierkochens gelesen und musste etwas Schmunzeln, denn fast genauso koche ich mein Ei schon seit Jahren. (Statt die Flamme ganz auszustellen habe ich bisher immer auf allerkleinste Hitze, ohne Sprudeln die Eier ziehen lassen. Demnächst werde ich das Herd auch ganz ausstellen und auf das perfekte Ergebnis warten. Vielleicht schaffe es noch mich selbst zu übertreffen. 

So wäre das Ei schon perfekt, aber zum lieblings Ei zu werden, gehört noch ein wenig dazu. 
Ein Glas, ein Stückchen Butter, Salz, Pfeffer und frische Kräuter. 



Die wachsweich gekochte Eier vorsichtig pellen, in ein hübsches Glas geben, mit einem kleinen Löffel in der Mitte durchstechen und leicht öffnen. Paar Butterflöckchen in die Mitte geben, nach Belieben salzen, pfeffern und mit frisch gehackten Kräutern bestreuen. Ich liebe es mit frischem Basilikum, Petersilie, Kresse. Als Kind habe ich sie meist mit Schnittlauch bestreut. Das Brot dazu haben wir meist gleich liegen gelassen. Um es uns doch noch zu unterjubeln, zerkrümelte Oma uns meist ein Stück Semmel, oder andere Brotkrumen und brät sie uns in einer kleinen Pfanne in etwas zerlassenem Butter ganz knusprig. Noch warm wurden sie auf unsere Eier gestreut und plötzlich schmeckte sogar das Brot dazu. 

Ja, so mag ich sie immer noch am liebsten!
Nur einen kann ich überhaupt nicht mit Eiern begeistern, nicht mal mit diesen, das jüngste Familienmitglied. Er findet, dass Eier stinkig und schlabberig sind, egal wie man sie zubereitet. Schön sehen sie aber schon aus. Schade, dass sie nicht schmecken. Vielleicht irgendwann später, mit voll ausgebildeten Geschmacksnerven noch mal probieren?


Und was ist euer lieblings Ei?