Donnerstag, 7. Januar 2016

Orientalische Inspirationen




Kurz vor Weihnachten hatte ich die schöne Aufgabe, marokkanische Wohnaccesoires für Fotos ins Szene zu setzen.
Um mich herum stapelten sich Kerzen und Wachslaterne, schöne handgefertigte Teekannen, Tabletts, Gläser mit feinen Mustern und viele kleine bunte Schälchen. Als auch noch die duftenden Gewürze, süßen Früchte, Blumen und frisch gebrühter Tee, sich zu dem ganzen Ansemble gesellten, fühlte ich mich, wie auf einem bunten Markt in einem orientlischen Märchen.



Selbst nach der Arbeit wollten die Gerüche nicht weichen, kitzelten frech weiter meine Nase. Ich musste Ihnen nachgeben und folgte ihren Ruf in die Küche. Hier kann ich mich nach getaner Arbeit am besten entspannen. Wie schön, wenn der Job zu neuen Geschmackserlebnissen inspiriert!




Ein schnell gerührter frischer Joghurt mit Honig, Zitrone und Kardamom ist eine feine Zwischenmahlzeit, stillt den Hunger nach Süßem und schmeckt säuerlich erfrischend.


 Zitronen- Kardamomjoghurt mit Pistazien und Honig

1 Becher Vollmilchjoghurt
1-2 Tl Honig
wenig abgeriebene Schale einer Biozitrone
ein Tl frisch gepresster Zitronensaft
1 Prise fein zerstoßener Kardamompulver
nach Belieben etwas gehackte Pistazien
Minzblätter  zum Garnieren

Alles glatt rühren und mit gehackten Pistazien und  frischen Minzblättern garniert servieren.


Seit Tagen standen schon die Zutaten für selbstgemachter Marzipan bereit, jetzt holten wir die alte Nussmühle raus und fingen an die geschälte Mandeln dafür zu mahlen.
In Kürze kullerten die leckersten, Honigmarzipan Kügelchen neben die Teegläser und wollten gleich unsere vorbereitete Teestunde versüßen.




Honigmarzipan:

200 g  ungeschälte Mandeln
50-100 g  flüssiger Honig z.B Akazienhonig - nach Belieben dosieren
1/2 - 1 Tl Rosenwasser oder 1/2 Tl zerstoßene, getrocknete Rosenblüten
nach Belieben einige Tropfen Bittermandelaroma (Reformhaus)


Die Mandeln mit kochend heißem Wasser übergießen,  Minuten ziehen und abtropfen lassen und die Schalen abziehen.
(Die vorher eingeweichte, frisch abgezogene und gemahlene Mandeln sind im Gegensatz zur den fertig gemahlenen leicht feucht, kommen mit weniger Süßungsmittel aus und sind fein aromatisch)
Die Mandeln in einer Nussmühle, oder mit dem Blitzhacker fein mahlen.
Mandelmehl mit dem Honig, Rosenwasser und Bittermandelaroma vermischen, gut durchkneten und zu einer Rolle Formen.
Zum wegnaschen oder zum weiter verarbeiten! Am besten im Kühlschrank aufbewahren. Marzipan lässt sich auch gut einfrieren.


Marzipankartoffeln 

Aus der Marzipanrolle gleichmäßige Kügelchen formen und in gesiebtem Kakaopulver wälzen.

Jetzt nur noch die Teekanne bereit stellen und Wasser aufsetzen für den feinen Teegenuss!




Nach dem ersten klassisch frisch aufgebrühtem Minztee fanden bald weitere Gewürze in die Teekanne und es duftete kurzerhand wunderbar winterlich, süß und wärmend aus den kleinen Gläschen. Es tut gut sie mit der ganzen Hand umzuklammern, die Finger am heißen Glas zu wärmen und mit geschlossenen Augen die hochsteigende Aromen wahrzunehmen.




Marokkanischer Minztee:

Abgezupfte, heiß abgespülte Blätter von 5 Zweigen frische, möglichst marokkanische Minze/Nanaminze
5 Tl Grünteeblätter (China Gunpowder)
1,5 l Wasser frisch aufgekochtes Wasser
Süßungsmittel (traditionell Zucker, ich nehme gerne Honig oder Ahornsirup)

Die Teeblätter in einem Teesieb in die Teekanne geben, mit etwas Wasser aufgießen, ganz kurz   ziehen lassen und diesen ersten Guß gleich abgießen, man braucht nur den Zweiten.  Die Teeblätter bleiben in der Kanne.
Jetzt die Minzblätter und Zucker dazugeben und mit dem auf etwa 80 Grad abgekühltem restlichem Wasser aufgießen, etwa 6-7 Minuten ziehen lassen. In dieser Zeit die Kanne öfter Schwenken.
Sofort, die Kanne ganz hoch haltend in die Gläser verteilen und mit frischen Minzblättern heiß genießen.

Nach Belieben kann man den Tee mit einige Fäden Safran und/oder auch mit Zugabe von einem Sternanis würzen. Die Gewürze mit den Minzblättern gleichzeitig in die Kanne geben.



Orientalischer Gewürztee / Chai:

1 kleine Zimtstange
5 Kardamomkapseln (durchgebrochen, oder leicht im Mörser zerstoßen)
5 Gewürznelken
7-8 Korianderkörner (im Mörser leicht zerstoßen)
3-4 schwarze Pfefferkörner
1 kleiner Stück frischer Ingwer
1 Sternanis
1-2 Stück fein abgezogene Orangenschalen
nach Belieben 1 EL Schwarz oder Grünteeblätter
250 ml frische Vollmilch

Alle Gewürze mit 1 Liter Wasser zum Kochen bringen und 15 minuten leicht köcheln lassen.
Milch dazugeben, bis zum Siedepunkt erhitzen.
Entweder gleich abseihen, oder Teeblätter dazugeben, 2-3 Minuten ziehen lassen und erst dann durch den Sieb gießen.
Nach Belieben mit Honig süßen.

Der Chai ist fein duftend und wärmend. Das perfekte Getränk an kalten Wintertagen.
Es fehlte nur noch der Geschichtenerzähler der uns mit seinen Märchen voller Abenteuer in sein Bann ziehen konnte.
Sie scheinen aber auch in Marokko ziemlich rar zu sein.
Davon erzählt der Dokumentarfilm Al Halqa - Im Kreis der Geschichtenerzähler. 



Es gibt leider noch kein Onlineshop zu den schönen Produkten, aber falls jemand von Euch Interesse an den Produkten hat, leite ich Euch gerne an die Besitzerin und Aufstöberin weiter, die mit großer Liebe und Leidenschaft  die qualitativ hochwertigen Schätze persönlich vor Ort aufstöbert. 
Gerade ist sie auf der Suche nach weiteren wunderschönen Teekannen und weiteren Accesoires in Marokko. 

Eine schöne Restwoche wünsche ich Euch!



























Montag, 4. Januar 2016

Hallo 2016!

Die Feiertage sind nun vorbei und nach süßem Nichtstun grüßt wieder der Alltag.
Schön war es im Kreis der Familie und Freunde gemeinsam am Tisch zu sitzen, fein und gediegen zu speisen, unterhalten, Zeit zu nehmen, zuhören, lachen, spielen, genießen.





Wir haben das alte Jahr verabschiedet und freuen uns auf das Neue. Möge es uns viele freudige Überraschungen bringen!

Ich wünsche Euch ein frohes, neues Jahr

Freitag, 11. Dezember 2015

Adventslichter

Oh, je nur noch zwei Wochen und es ist Weihnachten!



Mein Blograd ist im Herbst stecken geblieben. Ich versuche mal jetzt Richtung Winter zu schubsen, auch wenn die Temperaturen draußen fast frühlingshaft sind.
Mit Frau Zeit stehe ich momentan auf Kriegsfuß.  Sie hat es zu eilig und ich kann sie kaum einholen, oder habe ich es verpasst und die Tage haben jetzt weniger Stunden?
Wie auch immer, ich renne einfach nur noch hinterher.
Anfang der Woche haben
einige unbeliebte, mikroskopisch kleine Wesen mich gezwungen meine Schritte zu drosseln. Und auch wenn Halsschmerzen, Husten und Schnupfen höchst unangenehm sind, tat es mal gut zwei Tage einfach nichts zu tun. Selbst mein Kopf akzeptierte die faulen Tage, welch ein Wunder!

Trotz viel Arbeit konnten wir die Adventstage genießen und uns ein wenig auf die Winterfeste einstimmen. Für den kleinsten in der Familie ist es die zauberhafteste Zeit des Jahres.
Kerzen, Weihnachtsgeschichten, Weihnachtsmarkt, Schulfest, Backen, Basteln, Schuhe putzen, Päckchen auspacken, gemeinsam Zeit verbringen.

Sein Kopf ist voller Ideen und ich beneide Ihn für seine unbeschwerte Freude, seine Begeisterung, erwartungsvolle Blicke und leuchtende Augen.
Es ist die Zeit gekommen, wo das Zuschauen und das fertige hinnehmen nicht mehr reicht, er will auch mitgestalten. Ja, mit acht ist man schon groß und fast selbstständig.
So gestalteten wir dieses Jahr gemeinsam unseren Adventskranz. Wir Gingen in den Garten und sammelten zusammen  Zweige, Äste, Immergrün und Verblühtes und banden wir einen großen Kranz. Einige auf Waldspaziergängen gesammelte Federn, Lerchen- und Tannenzapfen zwischengesteckt und fertig war das festliche Vogelnest. Der Buntspecht aus seiner hauseigenen Naturkundemuseum durfte darauf gleich Platz nehmen und scheint sich im Adventslicht gerückt ganz wohl zu fühlen.





Die Kerze brennt nun seit zwei Wochen jeden Abend und der Vogel hat zum Glück immer noch sein buntes Federkleid.

Die ursprüngliche Idee des Adventskranzes mit 24 Kerzen haben wir etwas neu interpretiert wieder belebt. Die Steckleuchten bekommen täglich eine Kerze mehr und die Lichter werden fleißig gezählt und angezündet. Welch ein Glück, dass die kleine Weihnachtsbaumkerzen in die Fassungen passen! Auch wenn weniger hübsch, als die langen, schlanken Originalen, beim täglichen brennen und in der Menge wesentlich günstiger und doch ganz schön.


Ich wünsche Euch eine schöne, lichtvolle Adventszeit!






Dienstag, 3. November 2015

Hagebuttenliebe

Eine stachelige Liebe habe ich zu den Hagebutten entwickelt.
So viel Schönheit auf einmal! Von den vielfältigen, nostalgischen Blüten in den schönsten rosa und weiß Nuancen, bis zu den leuchtend roten Beeren, die bei jeder Rose anders aussehen. Klein, groß, rund, schlank, orange, hell- und tiefrot, sogar fast schwarz wetteifern die Rosenfrüchte miteinander.



Im Garten habe ich einige historische, einmalblühende Strauch- und Ramblerrosen, die ich genau aus diesem Grund gepflanzt habe. Ungezähmte Schönheiten sind es mit tausenden Stacheln, widerspenstig und schwer zu bändigen. Aber wenn sie im Juni mit ihrem Blütenreichtum unseren Garten in ein Dornröschenreich verwandeln und ihr betörender Duft durch den Garten fliegt sind die meisten Kratzer vergessen.

Selbst jetzt im Spätherbst tragen manche noch Blüten neben den roten Hagebutten,  als würden sie sich entschuldigen wollen für die Wunden an meinen Armen.
Die lezten Zweige nehme ich mit nach Hause, bevor die Nachtfröste die zarten Blüten zerstören.



Die Beeren dürfen an den Sträußen bleiben, als letzte kräftige Farbtupfer im Garten. Für die gute Hagebuttenmarmelade pflückte ich die Beeren außerhalb der Stadt. Der schöne Familienausflug an einem sonnigen Herbstnachmittag auf dem Land bleibt noch lange in Erinnerung. Reh, Hase und Greifvögel sagten uns guten Tag.

Die Wildrosenhecken waren dieses Jahr überladen vom Früchten. Manche Zweige hingen bis zum Boden von der schweren Last.
Das Pflücken machte trotz einiger wilden Kämpfe viel Spaß.
Vor dem Weiterverarbeiten habe ich mich allerdings wegen der Vorwarnungen meiner Familie und Hagebutten erfahrener Freunde lange gedrückt. Zum Glück hielten sie fast drei Wochen unversehrt im kühlen, dunklen Keller. Jetzt können sie endlich ihr Dornröschenschlaf in den Einmachgläser halten.



Was für eine Arbeit! Nie wieder, sagte ich nach den ersten Kilos!
Was hat mich geritten mir diese Selbststrafe zu verleihen?
Aber als ihr süßer Duft endlich aus dem Topf hochstieg und zum Schluss die roten Gläser auf dem Regal leuchteten war wieder fast alles vergessen.
Alle drei Jahre......na gut, zwei werde ich sie auf Vorrat einkochen. Nächstes Jahr pflücke ich einfach ein paar Kilo weniger.

Hagebuttenmus 

Am besten pflückt man die Beeren ohne, oder nur mit ganz kleinem Stielansatz. Man spart so viel Zeit bei der Verarbeitung. (Kinder sind etwas großzügiger beim mitpflücken von Grünteilen. Am besten bekommen sie ein eigenes Körcbchen zum Füllen, so ist das Nachsortieren nicht so aufwändig.)

 Zu lange Stiele müssen abgeschnitten, eventuelle Blätter entfernt, verdorbene Beeren aussortiert und gewaschen werden. 

Die Beeren in einem großen Kochtopf mit Wasser bedeckt zum Kochen bringen, dabei öfter umrühren und mit einem Kartoffelstampfer gut zerstampfen.
Wenn die Beeren weich sind in der Küchenmaschine oder mit dem Stabmixer pürieren.
Jetzt kommt die Arbeit.
Das Mus muss durch eine Flotte Lotte, oder mit Hilfe eines Löffels durch ein Sieb passiert werden.
Die Kerne und die unzählige Härchen die sich in der Frucht befinden und die früher gerne in Schulhöfen als Juckpulver eingesetzt wurden müssen draussen bleiben, sonst wird das Mus ein haariges juckendes Erlebnis. Ich habe das Mus zur Sicherheit zweimal passiert.



Meine kleine Flotte Lotte ist mehrfach gnadenlos verstopft. So war für mich die einfachere Methode erst durch einen grobes, großlöchliges Sieb und zum zweiten mal durch das feine Haarsieb zu pürieren. Wenn ihr einen leistungsstarken Entsafter habt, könntet ihr es damit probieren. Vielleicht geht es schneller.  Bei mir war die Menge von 9 kg Beeren und meine steigernder Unlust das meiste Problem. Sollte es sehr schwer zu passieren sein, etwas Wasser dazugeben.

Das so gewonnenen Mus nach belieben mit Zucker mischen. Ich mag keine zu süßen Marmeladen, so habe ich nur etwa 300 g Rohrzucker auf 1kg Mus verwendet.  Hagebutten haben einen hohen Pektingehalt, so kann man auf Gelierzucker verzichten.
Den Mus 15 Minuten langsam köcheln lassen und in heiße sterilisierte Gläser füllen. Gläser kurz auf den Kopf stellen.

Ich benutze trotz niedrigem Zuckergehalt keine Einmachhilfe. Stattdessen kommen die Gläser sofort, wie schon bei meiner Großmutter in den Trockendunst.
Dazu einen Wäschekorb mit Kissen und Decken auslegen, die heißen Gläser reinstellen, Kissen und Decke drüber und so langsam auskühlen lassen. Es dauert fast ein Tag, bis sie vollständig erkaltet sind. Mit dieser alten Methode ist mir noch nie etwas schimmelig geworden und manch Eingwecktes hält über einen Jahr ohne Probleme.

Schmeckt wunderbar zu Pfannkuchen, Bisquitrollen aber auch zum Wildfleisch.
Oder ihr probiert diesen schnellen ungarischen Mohn-Becherkuchen.



Der Maß ist ein Kaffeebecher (250 ml)

1 Becher Mohn (gemahlen)
1 Becher Zucker
1 Becher Mehl
1 Becher Milch
2 Eier
100 g Butter
1 Packung Backpulver
nach Belieben Zimt

Zucker, Butter, die ganzen Eier und Zimt schaumig schlagen. Nach und nach Milch und mit dem Backpulver vermischten Mehl dazugeben gut durchrühren und in einer rechteckigen Form bei 200 Grad 25-30 Minuten Backen.
Nach dem Auskühlen den Kuchen in der Mitte durchschneiden mit Hagebutten- oder eine andere säuerliche rote Marmelade bestreichen. Die Hälften wieder zusammensetzten, den Kuchen in Würfel schneiden und mit Puderzucker bestäubt servieren.



Aus einem Teil der Mus habe ich Sirup gemacht. Ich glaube ich habe zuletzt, als Kind bei meiner Großeltern Hagebuttensoda getrunken.  Endlich sind die Gläser wieder gefüllt! Ich liebe es!

Das Mus mit der gleichen Menge Wasser verdünnen. Pro Liter Flüssigkeit 700 g Zucker dazugeben und nach Belieben mit Zitronensaft abschmecken.
Alles 10-15 Minuten köcheln lassen, dabei den Sirup öfter umrühren, damit der Zucker sich vollständig auflöst. Heiß in Gläser füllen und ab in den Trockendunst.
Der Dornröschentrunk schmeckt wunderbar mit Sodawasser, aber auch im trockenen Perlwein, als Apperitiv.

Und weil eigene Experimente bei mir selten ausbleiben , so habe ich an einer herzhafte Variante auch getüftelt.
Dabei rausgekommen ist eine feine Dipp-Grillsoße oder noch einfacher ausgedrückt, Hagebuttenketchup.

500 ml Hagebuttenmus oder 500 g Hagebutten, entstielt, durchgeschnitten und die Kerne ausgekratzt
2  kleine Zwiebeln - feingehackt
2-3 El Öl
2 zerdrückte Knoblauchzehen
ein  3-4 cm große Zimtstange, oder halbe Tl Zimtpulver
3-4 zerstoßene Kardamomkapseln oder halber Tl Kardamompulver
Chili nach Belieben
Salz, Pfeffer
3-4 Nelken oder eine Messerspitze gemahlene Nelkenpulver
eine Prise gemahlener Piment
150 ml Apfel oder Cherryessig
150 gr Rohrzucker
Nach Belieben Honig

Die Zwiebel im heißen Öl glasig dünsten, zerdrückte Knoblauchzehen dazugeben und auf niedrigere Temperatur anschwitzen. Mit dem Essig aufgießen und die gesäuberten Hagebutten dazufügen den  Hagebuttenmus und 200 ml Wasser dazugeben.
Mit dem Zucker und Gewürzen abschmecken. Bei ganzen Gewürzen, in ein Teebeutel geben und in den Topf hängen. Langsam im geschlossenem  Topf unter häufigem rühren 20-30 Minuten köcheln lassen. Sollte es zu dickflüssig werden, mit etwas Wasser verdünnen.  Ganze Gewürze entfernen, bei ganzen Früchten das ganze mit einem Prürierstab pürieren.
Eventuell mit Salz und Honig nachwürzen, noch mal kurz aufkochen und heiß in Flaschen oder Gläser abfüllen.

Es lässt sich auch gut aus fertigem Hagebuttenmus - aus gut sortierten Supermärkten oder Reformhäuser - zubereiten. In dem Fall sollte man auf die Zugabe vom Zucker verzichten und die Kochzeit auf 15 Minuten reduzieren.

Schmeckt sehr gut zum Gegrilltem, zu einem edlen Burger, als Dip zu Gemüsesticks oder zu knusprigen Kartoffelspalten.


Auch wenn viel Arbeit, es hat sich für denn unvergleichbaren fruchtigen Geschmack gelohnt die Mühe zu machen.
Emil hat gelernt, dass auch Blumen schmackhaft sind, er lernte den Geschmack meiner Kindheit kennen und wir haben die Geschichte vom Dornröschen aufgefrischt.
Durch die lebhafte Ausmalung der mutigen Kampszenen des Prinzen durch das undurchdringliche Wildrosendickicht und die Beschreibung der lustigen Schlafposen vom Schlossbewohner, wobei nicht nur der Prinz, sondern auch wir die Bäuche vorm Lachen hielten wurde Dornröschen ein Jungenliebling.
Als Erinnerung bekam ich eine schöne Kette. Die kleinen Zweigchen mit einem dünnen Kupferdraht geschickt zur Kette gefädelt.



Manchmal muss man von den Kindern die Techniken abschauen. Ich hätte bestimmt mühsam die Beeren mit Nadeln durchstochen. Auch wenn ich manchmal schimpfe, weil meine Materialien zu schnell schwinden, das Ergebnis ist meist tröstend.
Jetzt nur noch in mein Festkleid schlüpfen und ein Hagebuttenfest feiern!


Ich wünsche Euch einen leuchtenden November!








































Mittwoch, 28. Oktober 2015

Saisonende

Die Gartensaison geht zur Ende. Ich werde sie vermissen.


Viel Zeit haben wir in diesem Sommer und frühem Herbst hier verbracht. Zum ersten mal einen Gemüsegarten angelegt, einen Gewächsthaus gebaut und uns über die reichliche Ernte gefreut, an lauen Sommerabenden im Gartenhäuschen übernachtet, Geburtstage gefeiert, an heißen Tagen mit eiskaltem Brunnenwasser und Wassermelonen uns hier abgekühlt.
Schön war es. Schön ist es auch im späten Herbst, auch wenn ich eine Sommerbeschwörerin bin. Ich liebe die goldenen Blätter, die Riesenstauden, die längst über unsere Köpfe gewachsen sind, ihre schönen grafischen Blütenstängel, die tanzenden Gräser und satten Asterntöne, den letzten goldenen Sonnenschein. Noch einmal durch den Garten toben kurz im Gartenstuhl zurücklehnen, den vorbeiziehenden Gänseschwarm beobachten, tief durchatmen.


Dringend müssten wir den Sommer und den lauen Herbst wegräumen, den Garten winterfest machen. Es fällt so schwer. Die letzten Oktobertage schicken immer deutlichere Zeichen  um zu zeigen, dass es wirklich Zeit ist Platz für den Winter zu lassen.






Gartenpumpe und Schlauch in Sicherheit stellen, empfindliche Pflanzen abdecken, Sommerdeko wegräumen, laub fegen, Verblühtes zurückschneiden, noch einmal Unkraut ziehen......






Das Gewächshäuschen räumen, über letztes Gemüse freuen.



Schnell noch einige Zweige, Blätter und letzte blühende Schönheiten pflücken.



Bevor wir gehen, heimlich auf den versteckten Frühling einen Blick werfen


und auf einige schöne Herbsttage hoffen, um die große Aufräumarbeit erfolgreich beenden zu können.