Samstag, 28. Dezember 2013

Samstagskaffe mit dem Rest Weihnachtssüß

Den Weihnachtsspeck weiterhin in seinem Wachstum zu fördern, werden die Süßigkeitenteller immer noch fleißig geleert.

Zum heutigen Samstagskaffee gesellten sich die traditionellen, ungarischen Weihnachtspralines.


Szaloncukor (Salonzucker) ist seit dem 19. Jahrhundert nicht nur ein Weihnachtssüß, sondern auch ein traditionelles Christbaumschmuck. Als Girlanden aufgefädelt oder einzeln an den Baum gehängt, aber wenigstens in schöne Schalen und Schachteln unter dem Baum gestellt,  sind sie vom ungarischen Weihnachten kaum wegzudenken. 

Das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes im Empfangsraum - Salon (ungarisch: Szalon), war anfänglich nur in aristokraten Familien vorbehalten, Jahre später auch in wohlhabenderen Großbürgertum üblich. Die kleinen Zuckerfondant-Bonbons wurden erst als kleiner Willkommensgruß an Gäste aus Porzellanschälchen gereicht, später hübsch in gefransten Seidenpapier und glänzendem Staniol verpackt, dienten sie, als Baumschmuck. 
Neben dem Szaloncukor hingen damals verzierte Lebkuchen, Baiserkringel, Nüsse, glänzend polierte Äpfel und höchstens etwas Papierschmuck auf dem Baum. 
Nach und nach wechselten bunte Glaskugel die glänzenden Äpfel ab, der Papierschmuck verschwand auch, aber die Salonzucker sind geblieben. 

Die größte Kunst besteht für Kinder darin, sie so aus dem Papier vom Baum zu stibitzen, dass die Erwachsenen erst beim Abschmücken merken, wie viele leere, manchmal sogar mit Papierknüllern gefüllte Papiere am Baum hängen. 

Ich musste sie nicht vom Baum mopsen und musste auch keine Angst haben, dass meine Zähne an dem Fondant ausbrechen. Auch die 70-er Jahre Geleklassiker sind fast Vergangenheit. Die besten Konditoreien, Chocolaterien bieten unzählige feine Pralinenfüllungen an. 

Kaffee mit Hüftgold in Salonqualität.

Kommentare:

  1. Was ich bei Dir immer so faszinierend finde, ist der geschichtliche Hintergrund zu Deinen Rezepten, dem Süßen, den Schönheiten! Auch hier und jetzt wieder. Und ich bin fast sicher, den Geschmack dieser Bonbons im Mund zu spüren - herrlich!

    Allerliebst,
    Steph

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  2. Liebe Eva,

    auch hier gibt's nach dem Fest noch reichlich Hüftgoldzuwachs, die süßen Köstlichkeiten reichen immer länger als geplant ;-)

    Aber bei dir genieße ich dazu das Eintauchen in für mich fremde Traditionen, das Kennenlernen anderer Bräuche und Geschichten und das mag ich sehr.

    Nen lieben Gruß von Antje

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  3. Einfach schön , liebe Èva ! Die feine Tasse mit dem Konfekt und die Erklärung dazu , wie gerne tauche ich ein in deine Geschichten !
    Ganz liebe Grüße Ursula

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  4. Eine schöne weihnachtliche Tradition, danke für den Einblick in die ungarischen Gepflogenheiten!
    Einen schönen Samstagabend für Dich, Cora

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  5. Boah, jetzt will ich auch auf der Stelle mein Hüftgold erweitern!

    Papagena

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  6. Mmmh, ja, Schokolade mit Kaffee, was gibts besseres... :-)
    LG
    Claudine

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  7. Hüftgold...für irgendwas müssen ja die Vorsätze gut sein;-)
    Und wenn ich so bei Dir lese, könnte ich ein Konfekt nach dem anderen
    aus dem Papier wickeln und Deinen Worten lauschen!
    Ein wunderbarer Post in Wort & Bild,
    liebe Grüße, Steffi

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  8. Liebe Eva! Was für ein schöner Brauch, den Baum mit diesen leckeren Bonbons zu schmücken! Schön, dass Du das mit uns teilst. Liebe Grüße und komme gut in's neue Jahr!
    Sandra

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  9. würde seeeehr gerne mal einen mit salonzucker geschmückten weihnachtsbaum sehen ;-) ein wunderschöner und vor allem leckerer brauch!
    herzlichste grüße & wünsche für einen fantastischen start ins neue jahr ;-)
    amy

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  10. Hallo Eva - ein toller Post! Ein weig war beu uns früher auch mehr Süßes im Baum. Das waren die Schokoteilchen, die Baumschmuck darstellten. Glöckchen Kugeln usw. Dieser eßbare Schmuck wurden dann beim Abschmücken verputzt. DAs war dann wie 2. Weihnachten Lecker... Heute sind wir doch etwas übersatt und diesen Brauch vom Baum verbannt. Ich kann jedoch verstehen, wenn Du Dir ein wenig ungarisches Weihnachten zurückholst - genieße es . LG und einen guten Rutsch Rosa

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  11. ich bin allein von deinem Foto ganz verzückt. da passt einfach alles.
    komm gut ins neue Jahr.
    liebst ninja

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  12. Ja, das liebe Hüftgold....
    Danke für den Einblick in deine Traditionen.
    Wünsche dir einen guten Start ins neue Jahr.
    Liebste Grüße
    Andrea

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  13. Oh, ich kenne die!!! Meist aber mit einer weißen, zuckrigen Füllung.
    Meine Mutter ist auch Ungarin und ich liebe deine ungarischen Beiträge, es ist ein Stück meiner Kindheit.
    Werde Mitte Januar wieder dorthin reisen, leider aus einem traurigen Grund...
    Szia, Anja.

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  14. Liebe Éva, sei lieb gegrüßt ins neue Jahr - ich freu mich aufs Lesen bei dir in diesem Jahr, so warmherzig und lebendig ist's bei dir. Herzlich Ghislana

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