Donnerstag, 12. Dezember 2013

Weihnachtsmarkt

Weihnachtslied-Kanon, blinkendes, fröhlich drehendes Karussell, süßer Schmalzkuchen mit weißem Zuckerschnee, heißer Glühwein, unzählige, kleine Holzbuden mit allerlei mehr oder weniger kulinarischen, aber herzerwärmenden Leckereien. Kerzen, Pantoffeln, Mützen, Spielzeug, Schmuck, schönes Handwerk und überflüssiges Kleinkram, fröhlich dahinschlendernde Menschenmassen, mit ansteigender Dunkelheit immer lauter, lustiger, ausgelassener.
Keine deutsche Weihnacht  ohne Weihnachtsmarkt.
Dieses Jahr macht es besonders Spaß, denn meine Mama darf auf keinem Fall nach Hause fahren, ohne diesen Spektakel richtig ausgekostet zu haben.


Unser kleiner Stadtteilmarkt in der Fußgängerzone, mehr oder weniger gewollt, ein tägliches Ritual. Die Geschäfte sind nur hinter den Buden zu erreichen. Die Karusselchips sind hier bei vielen Kinder Bestandteil der Adventssäckchen oder Nikolaustüten, das Gesicht des Karusselmannes und der schrill dröhnende Kinderchor aus den Boxen seit Jahren vertraut,  die täglich und Jahr für Jahr wiederholenden Geschichten vom Kasperle werfen uns nicht mehr aus der Bahn, aber schenken ein wenig Stabilität und Vertrautheit in dem Marktgetrubel. Spätestens in der dritten Wochen sprechen die Kinder Kaspers Texte mit.

Möchten wir das ganze etwas größer und spektakulärer, zieht es uns in die Innenstadt. Ein- zweimal in der  Saison ist es ein muss.

Hannover ist ein riesiger Weihnachstmarkt in der Adventszeit.
Rund um die Marktkirche und dem alten Rathaus, das klassische Markt mit Bratwurst, Grünkohl, Eierpunsch, gebrannte Mandel, Paradiesäpfel, Christbaumschmuck, Pyramiden und Räuchermännchen aus dem Erzgebirge.
Nur wenige Schritte weiter, vielleicht mir einem kleinen Halt im temporären Tannenwäldchen, mit Forsthaus in der Mitte, das finnische Weihnachtsdorf mit Flammlachs und Makrelen, Rentierfällen Beerenglühwein, finnischem Honig.

Unser absoluter Favorit ist das historische Weihnachtsmarkt an der Stadtmauer und Leine entlang in der Altstadt.


Wie ein schöner Mittelaltermarkt, nur mit kostenlosem Eintritt, authentischen, rustikalen Bretterbuden. Beleuchtet mit vielen Fackeln, Kerzen und Feuerkörben, die auf eine andere Weise Licht und Wärme spenden. Zeittypische Bekleidung, Feuerspektakel und Sackgedudel, Gaukler, historisches Werken und Marktspiele, wie Axt oder Eierwerfen, sorgen besonders bei Kinder für große Begeisterung.



Am Wochenende viel zu voll, so entschieden wir uns, für einen der kleinen Wochenend- Weihnachtsmärkte außerhalb der Stadt. Guts- Bauern und Reithöfe organisieren hübsche, kleine, stilvolle, Weihnachtsveranstaltungen mit regionalen Spezialitäten und Handwerk.


Neben Kutschenfahrt, Ponnyreiten, Riesenkaninchen streicheln, Spekulatius herstellen mit alten, historischen Familiengeräten, war Marzipanfiguren formen eine schöne Beschäftigung für Kinder.


Zum Schluss auf dem Scheunenboden, auf duftendem Stroh sitzend, noch eine schöne Weihnachtsgeschichte von der Märchenerzählerin horchen, bevor man dann wieder nach Hause geht.

Bei Nic könnt ihr heute, wenigstens virtuell, über viele schöne Weichnachtsmärkte schlendern.


Kommentare:

  1. Wunderbar erzählt, liebe Éva! Der finnische Weihnachtsmarkt würde mich auch interessieren ebenso wie der mittelalterliche. Sandie war vor Jahren beruflich in Stuttgart und hat dort auch mehrere Weihnachtsmärkte besucht. Am meisten begeistert war sie von dem mittelalterlichen Markt, der deinem wohl ähnelt. Ich würde so gerne mal wieder auf einen richtig schönen deutschen Weihnachtsmarkt gehen. Das letzte Mal war 2007 in Dortmund. Deutsche Weihnachtsmärkte sind eben anders. :) LG Rebekka

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  2. Was für wunderschöne Impressionen du eingefangen hast...

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. Liebe Éva, den historischen Weihnachtsmarkt mag ich auch am liebsten... und den Honig aus dem Honighaus! :)
    Viele Grüße,
    Regina

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  4. Ach, schön! Schade, dass es hier so selten Mittelalter-Weihnachtsmärke in erreichbarer Nähe gibt – die sind schon was ganz Besonderes. Und Marzipanformen macht mir auch großen Spaß und hat den Vorteil, dass ich davon nicht nasche. ;-)
    Liebe Grüße
    Sonja

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  5. weihnachtsmäRkte sind meine hassliebe. doch mehR liebe, als hass.
    und iRgendwie wiRd man doRt immeR so sondeRbaR. und RühRseelig.
    genießt es!!
    heRzlich. käthe.

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  6. Danke für den schönen Ausflug...die Bilder vermitteln so schöne Stimmung und Du beschreibst so gut, da tauche ich förmlich ein...
    ♥-liche Grüße und noch eine wunderbare Vorweihnachts-Zeit wünscht Dir
    Kerstin

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  7. Liebe Eva,
    dankeschön, dass du mich mitgenommen hast.
    Mit den Mäusen ist es ja doch durchaus etwas komplizierter,
    Weihnachtsmärkte zu besuchen.
    Dennoch war ich immerhin schon auf drei verschiedenen dieses Jahr.
    Unter anderem in Esslingen.
    Auch sehr zu empfehlen - vor allem der mittelalterliche Teil :-))
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  8. Liebe Èva.
    Es klingt ein son schönes Band durch zwischen den drei Generationen. Das berührt mich sehr.
    Und Weihnachtsmärkte, ich liebe sie. Das leuchten der Lichter, das Duften der Köstlichkeiten. Nur leider immer so viele Menschen. Mir viel zu viel. Deshalb gehts einmal im Jahr auch hier raus aufs Land, mit einer Freundin, zum Kunsthandwerkerweihnachtsmarkt in einem Museumsdorf südlich von Hamburg. In der Kälte Apfelpunsch und Schmalzbrote, weiche Pferdeohren kraulen, Handwerk bestaunen, Apfellikör mitnehmen für die Eltern, Grünkohl mit den kleinen süßen Kartoffeln. Eine gute Traditon.
    Hab es weiter so schön in den Vorweihnachtstagen.
    Katja

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