Donnerstag, 6. November 2014

NovemberKINDERkunst

St Michael bekämpfte seinen Drachen und eröffnete den Saison. Halloween huschte vor einigen Tagen fast an uns vorbei. Klappernde Skelette, weiße Geisterwesen, Superhelden schrien nach Süßem und drohten mit Saurem.
Ich muss zugeben, ich habe mich mit der Gesellschaft noch nicht ganz angefreundet, auch wenn sie Jahr für Jahr immer näher an uns rumgeistern.
Die letzten Oktober und die ersten November Tage sind bei mir tief mit Erinnerungen und Stillehalten verankert. Bräuche und Traditionen ändern sich aber. Manche verschwinden fast unbemerkt, andere nehmen ihre Stellen unbekümmert an.
Vielleicht muss ich lernen, beiden Platz zu gewähren.

Die Frage über Tod und Vergänglichkeit bleibt auch beim kleinen Folk nicht aus, gerade in dieser Zeit nicht.
Dieses Jahr suchten wir unsere Antworten in der Kunst.
Wir Geisterten im Kunstmuseum umher, blätterten in Kunstbänden und stellten uns die Frage, wie und warum Künstler das Leblose, das Vergängliche in ihren Werken verewigen.
Verwesende Tiere, verwelkte Blumen, verschimmeltes Obst, Totenköpfe und Tierschädel neben frischen Blumen und knackiges Gemüse. Ist eine abgeschnittene Blume noch lebendig? Ist die schöne, gefundene Muschel am Strand tot? Steckt im toten auch Leben und im Leben was totes? Ist es eklig sowas in Bildern festzuhalten?
Laute Fragen und Antworten. Manche abgeschlossen, einige blieben offen.


 So entstand diese Assemblage mit Emil - "Ein Totenkopf braucht nichts mehr zum essen"


Ein Totenkopf nicht, aber wir, so vernaschten wir unsere knusprigen Seelenbrote zum Abschluss.

Kommentare:

  1. Es ist schon interessant, ab wann die Kinder sich schon mit dem Tod beschäftigen.

    Ich finde, Ihr 2 habt, obwohl der Tod als solcher immer schmerzlich gerade für die Zurückgebliebenen ist, etwas humorvoll-schönes daraus gemacht. Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann dass das irgendwann auf meiner Urne steht "Ein Toter braucht nichts mehr zum Essen". Herrlich Eva und Emil!!!

    Fühl Dich geherzt,
    Steph

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  2. Ich kann dich gut verstehen. Halloween ist nichts fúr mich. Der November ist überhaupt der Totenmonat undvein toter Monat für mich, da für mein Empfinden die Natur "stirbt"


    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. ich bin auch eher halloween-abneigend gestimmt, aber wenn man bedenkt, dass in anderen kulturen die menschen an bestimmten feiertagen an den gräbern fröhlich bei ihren verstorbenen angehörigen essen und trinken und feiern, muss man halloween vielleicht auch von einer anderen warte aus sehen. eure beschäftigung mit dem tod in der kunst finde ich sehr spannend und eure collage ist prima geworden! und jetzt geh ich frühstücken...
    liebe grüße von mano

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